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Intro:
Captainsim hat sich wohl auf die erfolgreichsten Militärflieger spezialisiert: zuerst kam die L-39 heraus, die mit über 2500 Exemplaren der erfolgreichste Trainer aller Zeiten ist, jetzt folgt die MIG-21. Sie wurde über 40 Jahre lang gebaut, insgesamt über 10.000 wurden ausgeliefert. Die Version dieses Modells für den FS2002 ist die MIG-21 UM, die Trainerversion der Mig-21.
Kauf&Installation:
Zu beziehen ist die MIG-21 über www.captainsim.com, sie kostet 19,95$. Nach der Bezahlung, die mit allen
gängigen Kreditkarten erfolgen kann, muss man die ca. 30 MB große Datei herunterladen. Sie enthält ein Setupprogramm. Nach der Installation befinden sich auf dem Desktop zwei Icons. Darüber kann man das Manual und ein Trainingsprogramm aufrufen, im Manual kann man die MIG-21 dann auch registrieren. Tut man das nicht gehen die Triebwerke nach einer Minute aus.
Aussemodell:
Das Aussenmodell der MIG-21 wurde in GMAX entworfen, es unterstützt damit alle Spezialeffekte des FS2002. Man kann es nicht anders sagen: das Aussenmodell der MIG ist perfekt: alle Animationen sind ausreichend flüssig und es gibt keine Ecken oder Kanten. Dem Flieger liegen 4 Texturen bei: Finnische Luftwaffe, Polnische Luftwaffe, Luftwaffe der
UDSSR in den 60ern und 70ern sowie die Texturen der Luftwaffe der UDSSR in den 70ern und 80ern. Diese Texturen haben eine hervorragende Auflösung: jedes Detail ist erkennbar, fast jeder kleinste Schriftzug lesbar. Die Spiegelungs- und Reflexionseffekte funktionieren hervorragend, nirgends sind Brüche oder Fehler. Öffnet man die Haube kann man ins Innere des Fliegers sehen, die Instrumente dort sind nicht animiert, was der Performance zugute kommt, aber trotzdem sieht das Innere hervorragend aus. Unter dem Rumpf hängt ein großer Zusatztank, im CFSII kann dieser abgeworfen werden, leider funktioniert das im FS2002 nicht. Erwähnenswert ist noch das Hinterteil der MIG, gemeint ist die Triebwerksöffnung. Gibt man Gas, verengt sie sich langsam, ein leichter Feuerschein wird erkennbar.
Schiebt man das Gas voll rein schaltet sich der Nachbrenner an, die Öffnung weitet sich wieder, ein
ziemlich fetter Feuerstrahl tritt aus.
2D-Panel:
Zur Erstellung des 2D-Panels diente offenbar ein Foto als Vorlage für die Erstellung des Hintergrunds denn dieser wirkt vollkommen fotorealistisch, ähnlich wie die Instrumente. Sie wurden alle extra für die MIG-21 neu erstellt. Der russische Charakter dieser Instrumente ist gewöhnungsbedürftig, aber interessant. So ist der Fahrmesser in km/h, der Höhenmesser jedoch in Fuß. Fast alle Schalter sind drückbar und haben auch eine Funktion, so auch der Haubennotabwurf der einen lauten Knall erzeugt. Die MIG-21 hat ein HUD (Heads Up Display) welches selbstverständlich auch simuliert wird, man kann sogar die Farbe von diesem umschalten. Auch die Nachtbeleuchtung des Panels ist hervorragend gelungen: jedes
Instrument wird von einem kleinen Lämpchen beleuchtet, alles sieht super realistisch aus (siehe Screenshot).
3D-Panel:
Da in GMAX modelliert enthält die MIG-21 auch ein virtuelles Panel. Die Qualität der Instrumente dort unterscheidet sich kaum von denen im 2D-Panel. Auch das Interieur ist fotorealistisch. Leider wurden nicht sehr viele Schalter 3-dimensional umgesetzt, trotzdem hinterlässt das 3D-Panel einen sehr positiven Gesamteindruck.
Geräusche:
Die MIG-21 bringt auch ein Geräuscheset mit. Dieses ist zwar nicht ganz so schön wie das der L-39, trotzdem überzeugt es, vor allem wenn man die Boxen sehr laut stellt kann man sich gut vorstellen wie so eine MIG klingt. Das Einschalten des Nachbrenners macht sich durch ein Lautes brummen bemerkbar. Alle Standartgeräusche wurden ersetzt, sogar das Geräusch für den Strömungsabriss und die Marker beim Anflug die auf russischen Standart umgestellt wurden.
Performance:
Für das was geboten wird ist die Performance der MIG-21 extrem gut. Bleibt man unter der Höchstgeschwindigkeit können auch extreme Manöver ohne Frameeinbußen geflogen werden. Die MIG reagiert sehr schnell, trotzdem blieb die Framerate in akzeptablen Maßen.
Flugdynamik:
Auch diese wirkt sehr realistisch. Das Fliegen der MIG-21 wird zur Herausforderung die einen großen Spass macht. So musste ich mindestens 10 Anflüge machen bevor es das erste Mal wirklich passte. Leider ist das Handling auf dem Boden durch den großen Wendekreis sehr schlecht, das sollte noch verbessert werden. Die Wirkung der Bremsklappen ist enorm, so kann man in wenigen Sekunden von 1300 km/h auf 300 herunterbremsen. Anflüge erfolgen sehr schnell, trotzdem ist die MIG hier sehr empfindlich, man muss extrem kleine Steuerausschläge machen um nicht plötzlich auf dem Kopf zu stehen. Eine tolle
Alternative zum Airlineralltag!
Handbuch&Trainingsprogramm:
Der MIG-21 liegt ein html-Handbuch bei. Es wird im InternetExplorer geöffnet. Dieses enthält Checklisten sowie Betriebsgrenzen und Beschreibungen der einzelnen Instrumente. Es ist sehr übersichtlich gehalten und enthält nicht zu viele Informationen.
Außerdem liegt der MIG ein kleines Programm mit Flugaufträgen bei. Die Flugstunden sind in 9 Abschnitte eingeteilt, insgesamt dauert die Ausbildung 46 Tage, jeden tag werden
zwischen 2 und 5 Flüge durchgeführt. Dieses Programm enthält jedoch nur Beschreibungen der durchzuführenden Flüge, es liegen leider weder Startsituationen oder Abenteuer bei. Trotzdem bringt dieses Trainingshandbuch Abwechslung in das MIGpilotenleben.
Fazit:
Mit der MIG-21 liegt wohl das beste jemals erstellte Kampfflugzeug für den FS2002 vor: das GMAX-Modell ist nahezu fehlerfrei, das Instrumentenbrett ist fotorealistisch und jedes Instrument wurde aufwändiger Weise neu erstellt. Insgesamt gibt es kaum etwas zu kritisieren, daher gebe ich die Höchstwertung: 10 von 10 Sternen und einen Award für Exzellent im Aircraftdesign.
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Testsystem:
- AMD Athlon XP 1500+
- 256 MB SDRAM
- GeForce II MX 400 64MB Grafik
- WinXP
Jorin Bonney für flugsimulation.com | Jorin
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Mehr Infos und Download unter www.captainsim.com
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