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Einleitung:
Vor 2 Jahren, es war zu Ostern, wollten meine Mutter und Ich 1 Woche
Urlaub machen. Im Reisebüro mussten wir feststellen, dass die Kanaren,
Griechenland und andere Ziele ausgebucht waren. Die Frau im Reisebüro
suchte weiter und schlug uns das Ziel Madeira vor. Naja, wir kannten es
nicht, hatten es aber schon öfters gehört. Letztendlich buchten wir 1
Woche Madeira.
Wir flogen dann von Stuttgart nach Funchal. Eine LTU Boeing B757 brachte
uns dorthin. Der Flughafen von Madeira war mir jedoch schon davor
bekannt. Aus der Aeroausgabe kannte ich den „spektakulären“ Anflug,
sowie die „bizarre“ Konstruktion der Landebahn mit ihren 180
Betonstützen.
Wir landeten an diesem Tag auf der Startbahn 05. Piloten benötigen für
die Landung auf Madeira besondere Qualifikationen. Als wir landeten, war
der Flughafen ziemlich voll. LTU 757, Condor 757 Rizzi Bird, Hapag Lloyd
A310, TAP A320 & A319, SATA B737, Aerocondor Shorts, Sterling B738,... .
Da hielt der Fotoapparat kaum noch still. Wir erlebten eine klasse Woche
auf der schönen Insel Madeira. Nach dieser Woche mussten wir dann leider
wieder zurück. Diesmal in einer Hapag Lloyd B737-800. Heute fanden sich
genauso viele Flugzeuge auf dem Flughafen ein. European 737, Airtours
767, Crossair MD-83, 2 Air Berlin B738, 3 Hapag Lloyd B737-800, 2 TAP
A319. Wir starteten wieder auf der RWY 05. Dann ging es zurück nach
München, und von da heim nach Stuttgart.
Nach diesem Trip, musste ich sofort an den Flugsimulator sitzen und
dorthin „jetten“. Der Flughafen sah wirklich nicht schlecht aus, sogar
richtig klasse. Nur eben ohne genaue Details, wie die markanten
Betonsäulen. Also ab ins Internet, doch da gab es keine gute Szenerie,
alles war irgendwie „unreal“. Naja, musst ich mich halt gedulden. Dann
kamen fast zeitgleich das Mesh von Toni Agramont und eine gute Scenery
von Claus- Peter- Sassen. Das war DAS Dreamteam für mich, und von diesem
Zeitpunkt, ging es fast jeden 2. Flug nach Madeira. Endlich konnte ich
den markanten Anflug auf Funchal erleben, leider waren von den Säulen
immer noch nichts zu sehen. Jedoch sah der Flughafen richtig klasse aus,
und die neuen Rollbahnteile waren ja auch vorhanden, nur eben die Säulen
nicht. Inzwischen gab es auch erste Payware Addons zu Madeira, diese
waren jedoch eher ein Flop. Denn sie wiesen viele Bugs und andere Fehler
auf. Doch vor gut 1 Woche brachte das Entwicklerteam von PTSIM ein neues
Addon heraus. Und wirklich, die 1. Screenshots schließen auf „Großes“.
Irgendwie wusste ich gleich: „Diese Scenery ist, bzw hat etwas
Besonderes. Endlich! Die Shots zeigen eindeutig die Säulenkonstruktion.
Schauen wir uns jetzt einmal die Szenerie an.
Kauf & Installation:
Man kann das Flugsimulator 2002 Add On käuflich bei
www.ptsim.com
erwerben. Hat man dann den Betrag überwiesen, so erhält man einen
Product Code, welcher die Szenerie eingeschränkt nutzbar macht, man
bekommt dann mit diesem Code die Downloadadresse der Szenerie zugesendet
und kann sie im *.zip Format runterladen. Hat man dann den Betrag
komplett übertragen, so wird einem das Personal Password zugesendet. Mit
diesem persönlichen Passwort, hat man dann vollen Zugriff auf das
Programm. Diese Maßnahme soll wohl als Mittel gegen Unerlaubte Nutzung
des Programmes dienen. Nachdem man dann den Code in das erscheinende
Fenster eingibt, beginnt die Installation. Ein nett gestaltetes Menü
führt beinahe automatisch durch die Installation. Man muss lediglich nur
den Installationspfad angeben, wohin dann die Daten kopiert werden
sollen. Es gibt dann unter dem Ordner */MAD2003 3 Ordner, einer
bezeichnet das Landclass File sowie die Szenrieoptionen Scenery und
Texture. Es sind dann noch 3 *.txt Dateien enthalten, welche eine
Kurzbeschreibung in 2 Sprachen enthält und eine Lizensvereinbarung.
Anbei noch 2 *.pdf Dateien, zu denen ich später noch zurückkommen werde.
Man muss dann lediglich in der Flugsimulator 2002 Szeneriebibliothek den
Eintrag des Meshs‘ und der Madeira Scenery hinzufügen. Wenn man der
Installationsbeschreibung folgt, kann man den aufregenden Anflug auf
Madeira in etwa 10 Minuten vollständig genießen.
Bevor ich es vergesse: Es gibt auch eine CD- Version der Szenerie, der
Preis für die Onlineversion beträgt 25€, die CD- Version ist 5€ teuer
und kostet 30€. Mal sehen ob sich der Preis lohnt.
Inhalt der Szenerie:
Bei dem Paket der Madeira Islands wird einiges mitgeliefert. Wie der
Name schon sagt, geht es natürlich nur um die Madeira Islands. Es sind 2
Flughäfen enthalten. Der Internationale Flughafen von Madeira (LPMA) und
der kleinere aber auch bekannte Flughafen von Porto Santo (LPPS). Es
sind die Inseln Madeira, Porto Santo sowie die kleinen unbewohnten
Deseirtas Inseln südlich von LPMA. Alle Inseln sind mit einem realen
Höhenmodell (Mesh) ausgestattet.
Mit dem Paket kommen auch 2 Adobe Acrobat Reader (kurz PDF) Dateien mit
auf die Festplatte. Die PDF Datei MadeiraIslands handeln nur über die
Szenerie, und beinhaltet technische Daten der Inseln und der Flughäfen,
eine Installationsbeschreibung, Benutzung der „besonderen Details“ und 2
Demonstrationsflüge von Madeira nach Porto Santo und von Porto Santo
nach Madeira. Diese Datei besteht aus 36 Seiten. Die 2. PDF Datei ist
schon 55 Seiten stark und beinhaltet wirklich alle Flugcharts. Über die
Anflug und Abflugcharts, bis zu den Terminalcharts und den Bestimmungen
des Flughafens LPMA, bis hin zu den Anflug-, Abflug- und Terminalcharts
bzw. Bestimmungen des Flughafens LPPS sind alle enthalten. Es sind 51
Karten der NAV – NAVEGACAO AREA DE PORTUGAL –E.P. vorhanden. Diese
Karten sind jedoch nur für den Gebrauch am heimischen Flugsimulator
gedacht, worauf auch auf jeder Seite hingewiesen wird. Ich habe alle
Blätter beider Dateien ausgedruckt und in einem Schnellhefter geordnet.
Zugegeben ist es viel, dies alles auszudrucken, doch dies ist für
Profipiloten einfach vorteilhafter.
Die Insel Madeira:
Madeira ist die Hauptinsel der Szenerie. Sie wird oft nur Blumeninsel
oder Frühlingsinsel genannt. Die Insel ist etwa 20 Km breit und etwa 50
Km lang. Sie hat etwa 250 000 Einwohner. Madeira ist 310 Meilen von der
afrikanischen Küste entfernt und 620 Meilen südlich von Europa. Ein Flug
nach Lissabon dauert 1 Stunde und 30 Minuten. Das Archipel wurde 1418
entdeckt und ist 741km² groß. Madeira steht für Weinanbau und
Landwirtschaft, seit Neuem auch für Tourismus. Der höchste Punkt ist
jedoch 1.862m der Pico Ruivo, dies bedeutet, dass beinahe die ganze
Insel bergig ist. Das Relief und die Bewaldung der Insel, ist etwa mit
der von La Palma auf den Kanarischen Inseln zu vergleichen. Die
Hauptstadt Madeiras ist Funchal, mit 124 000 Einwohnern. Die Stadt
bietet an Sylvester und natürlich täglich einen atemberaubenden Anblick,
da sie vollständig am Hang liegt. Auf Madeira gibt es das höchste Kap
Europas. Funchal verfügt über einen größeren Hafen, den täglich namhafte
Schiffe anlaufen. Als ich mich an einem Tage am Hafen aufhielt, konnte
ich die MS Deutschland dort erkennen. Viele Schiffsunternehmen bieten
Kreuzfahrten an, wo unter Anderem auch Madeira angelaufen wird.
Funchal besitzt auch eine eigene „Hotelmeile“.
Durch die bergige Landschaft gestaltete sich die Anlegung eines
Flughafens als durchaus schwierig. Es kamen nur 2 Stellen in Frage. Eine
im Osten der Insel, für die man sich letztendlich auch entschied, oder
eine Stelle in der Mitte der Insel, welches jedoch als Hochplateau nicht
weiter bedacht wurde.
Der Flughafen von Madeira:
Der Aeroporto da Madeira, kurz LPMA oder FNC, ist ein traumhafter
Flughafen. 2,24 Mio. Passagiere werden jährlich dort abgefertigt, obwohl
die Kapazität bei 3,5 PAX liegt. Der Flughafen liegt 16 km östlich von
Funchal und ist per Schnellstrasse zu erreichen. Es gibt tägliche
Verbindungen nach Porto Santo und Lissabon. Es werden noch 34 andere
Ziele angeflogen von insgesamt 29 Airlines. Viele aus Großbritannien,
Deutschland, den Niederlanden, Skandinavien und anderen europäischen
Gegenden. Jedoch werden auch Passagiere aus den USA angezogen. TAP und
SATA sind die bekanntesten Fluglinien vor Ort. Flugzeuge der A320
Familie kann man hier am Meisten beobachten, natürlich auch B757 und
B737. Jedoch ist es kein Problem auf der 2781x45 m langen, bzw. breiten
Bahn mit größerem Gerät zu landen. In Real wird die Air Luxor eine
Langstreckenverbindung nach Johannesburg von Madeira aus eröffnen. Die
Runway 05/23 steht wie bereits genannt auf 180 Betonsäulen, und wurde
beim Umbau näher an den Hang gelegt, um Probleme einzudämmen. Beim Umbau
wurde ebenfalls das neue Terminal gebaut sowie die Kapazität des
Vorfelds auf 10 Parkpositionen aufgestockt. Letztendlich wurde die
komplette Gegend rund um den Flughafen komplett begrünt. Es ist relativ
schwierig heute noch Zusammenhänge mit der Eröffnung des Flughafens 1964
zu sehen. Damals war die Landebahn und das Vorfeld nur für Flugzeuge des
Typs DC-3 bestimmt. Die Landebahn war zu diesem Zeitpunkt 1600 Meter
lang. Bis 1985 wurde die Landebahn auf 1800 Meter weiter verlängert.
1995 wurden die Bauarbeiten in Hinsicht auf die neue 2781 Meter lange
Bahn beendet. Der Anflug auf beide Bahnrichtungen muss nach
Sichtflugregeln durchgeführt werden. Flugzeuge werden beim Anflug auf
die Landebahn 05 mit 17 so genannten „Lead-Inn“ Leuchten eingewiesen.
Der Flughafen liegt auf 192 feet und verfügt nur über die
Funkeinrichtungen des Towers und des Approach. Einen Wetterkanal gibt es
nicht.
Weitere Infos zum Flughafen von Funchal in der aktuellen Mai Ausgabe des
Aero International Flugmagazin.
Porto Santo:
Porto Santo liegt Nordöstlich von Madeira. Die Insel ist viel kleiner
als die Hauptinsel und ist ebenfalls sehr grün. Im Gegensatz zu Madeira
verfügt Porto Santo über einen Sandstrand. Dieser ist auch etwa 9 km
lang. Porto Santo verfügt ebenfalls über einen Seehafen und kleinere
Siedlungen. Hier hat auch Christopher Columbus (der Herr welcher Amerika
entdeckte) ein Ferienhaus gebaut. Ob er es noch besucht?
Flughafen Porto Santo:
Porto Santo hatte bereits vor Madeira seinen eigenen Flughafen. Im Jahre
1959 wurde bereits eine 2000 Meter lange und asphaltierte Bahn gebaut.
Ein größerer Apron sowie Personengebäude. Der alte Tower besteht immer
noch, wurde jedoch ersetzt. Dieser Flughafen besitzt nur über die
Funkeinrichtung des Towers. Hier sind jedoch Instrumentenlandungen
möglich, jedoch kein ILS ähnlich wie auf Madeira. Der Flughafen hat oder
hatte auch ein Militärbereich mit einer Hangarhalle. Bei Problemen bei
der Landung, werden die Flüge nach Porto Santo umgeleitet. Hier finden
sich in der Regel nur die Fluglinien der Aerocondor und der TAP ein.
Charterairlines fliegen LPPS vereinzelt an. Und dies ist Saison
abhängig. Der Flughafen liegt auf 341 feet. Die Landebahn 01/19 ist
3000x45 m lang, bzw. breit.
Die Inseln bzw. Flughäfen im Flugsimulator:
Die Inseln verfügen wie erwähnt über ein originales Höhenmodell, welches
die Umgebung auf bis zu 38 Meter original wiedergibt. Man erkennt
dadurch sehr gut die Hochplateaus, die markanten Berge, sowie die
Klippen der Küste. Größere Städte wie: Funchal, Santa Cruz, Machico,
Porto da Cruz, Santana und Faial, Sao Jorge, Boaventura, Sao Vicente,...
. Alle Städte der Blumeninsel sind schlichtweg gut und ohne Probleme zu
erkennen. Leider vermisse ich die Hafenanlage in Funchal. Funchal wurde
leider „nur“ mit Häusern, größeren Gebäuden (die Hotels darstellen
sollen) und Bodentexturen versehen. Stadien, Golfplätze, Kirchen,
Seilbahnen,... sind leider nicht vorhanden. Trotzdem wurde wirklich die
komplette Insel mit photorealen Bodentexturen versehen. Auch Windräder
findet man dort, wo sie in echt auch Strom erzeugen. Straßen verlaufen
dort wo man sie auf Madeira findet. Die Schnellstrasse zum Flughafen
verläuft gut sichtbar an der Küste über Brücken und durch Tunnel. Auch
viele Windräder finden wir.
Der Flughafen übertrumpft jedoch trotz allem die klasse Insel
Darstellung. Es fängt mit den Einweisungslichtern der Landebahn 05 an,
und endet bei den markanten 180 Betonsäulen. Nach Vergleichen mit
Fotoaufnahmen sind alle Gebäude detailgetreu „nachgebaut“. Der „runde“
Tower im schicken Blauton, die Straßenüberführungen und die „turning
pads“ am Ende der Startbahn, sehen wirklich schick aus. Leider finden
wir am Flughafenparkplatz selbst nur ein paar Busse und Taxies, parkende
Autos oder Reisebusse suchen wir vergebens. Auf dem Vorfeld, geht es
auch ruhig zu. Zwar parken Passagierbusse, Treppenfahrzeuge, Gepäckwagen
und Tanklaster auf der Apron, doch befindet sich kein einziges Flugzeug
auf der Apron. Auch auf den Strassen rund um den Flughafen ist wenig
los. Alles in Allem ist Madeira jedoch Fun pur und wirklich klasse
dargestellt. Die Creme‘ de la Creme sind jedoch die Betonsäulen.
Ergebnis von Madeira: 95%
Porto Santo sieht ebenfalls sehr schön aus. Man kann hier sehr gut den
Hafen erkennen. Auch kleine Städte sind schön zu bewundern. Die Straßen
verlaufen auch hier sehr gut und rund. Gebäude sind an das Höhenmodell
angepasst. Der Flughafen macht einen sehr tollen Eindruck. Der moderne
Tower, das lichtdurchflutete Terminal, die alten Flughafengebäude und
das „militärische Areal machen einen gepflegten Eindruck. Der Rollweg
und die kurz Rollwege am Ende der Startbahn sind sehr schön
nachgestellt. Hier fällt die Flugzeugfreie Fläche auf dem Vorfeld nicht
auf, es stehen auch hier die Handlingfahrzeuge. Leider ist auch hier der
Parkplatz leer, abgesehen von den Bussen. Jedoch gibt es auch hier am
Parkplatz Schilder, und auch auf den Strassen um den Flughafen herum
gibt es Hinweisschilder. Porto Santo macht einen klasse Eindruck: 100%
Performance:
Mit meinem System: 800 Mhz, G4MX440 64 MB DDR RAM Grafikkarte, 556 MB
RAM
Habe ich gute Performance Ergebnisse erreicht. Ich hatte schlichtweg
gute 20-30 FPS pro Sekunde. Mit den DF oder PSS Flugzeugen immerhin noch
15-25 FPS. Die Ladezeiten des Flugsimulators blieben trotz photorealen
Texturen normal. Ab und zu sollte man jedoch den Flugsimulator
pausieren, damit die Höhendateien und Texturen neu geladen werden
können. Es ist selten geworden eine so „sparsame“ Szenerie zu finden.
100% für eine sehr gute Performance bei mir ohne Ruckeln im Flug
Nachteffekte:
Ein Anflug bei Nacht auf LPMA ist wirklich hübsch. Über die „lead in“
Beleuchtung bis hin zur Landebahnschwelle. Links das Dorf Santa Cruz
hell erleuchtet. Vielleicht etwas zu hell. Auf dem Flughafen sind die
Apronpositions dezent beleuchtet. In der Feuerwache brennt noch Licht.
Auf den Parkplätzen vor dem Flughafen brennen recht wenig Lichter, und
auch die Strasse ist sehr dunkel. In LPPS sieht es genauso aus. Aber
zugegeben, lieber tags als nachts landen. Trotzdem sehe ich hier die
ersten Schwächen der Szenerie. Aber sonst kann ich hier auch Mühe
entdecken. Trotzdem hätte man hier besser arbeiten können. Daher „nur“
90%
Besondere Details:
Nun ja mit den Scenerien werden natürlich auch „besondere Sachen“
mitgeliefert. Diese Details erinnern zum kleinen Teil auch an die,
welche den german Airports von Aerosoft enthalten sind. Natürlich nur
geringfügig. Da wären zum Beispiel 9 Leuchttürme, welche auf den Inseln
von Madeira und Porto Santo jede Nacht aktiv sind. Diese Leuchttürme
sind in der Madeira Szenerie originalgetreu wiedergegeben und werfen
Lichtschatten auf den weiten Ozean. Sehr originelle Idee, doch bei
anderen Szenerien ebenfalls vorhanden.
Die genannten „Lead- In Lights“ gehören auch zu den Besonderheiten des
Add-Ons. Ich fand solche Lichter auch bei der Lago Szenerie Reggio
Calabria, und manchen Hong Kong Kai Tak Zusatzszenerien. Sieht schon
sehr hübsch aus, eine Boeing B757 über diese Lichter hinweg zur
Landebahn zu navigieren.
Ein weiteres Lichtdetail befindet sich auf den beiden Funktürmen der
Flughäfen LPMA und LPPS. In Madeira dreht sich der sogenannte „beacon“
rund um, die eine Hälfte weißt grünes Licht, die andere Seite weißes
Licht. Auf dem Flughafengebiet von Porto Santo besteht das „beacon“
ausschließlich aus weißem Licht. Diese Funktion ist, wie jeder
Nachteffekt, nur im Morgengrauen, in der Abenddämmerung und in der Nacht
zu begutachten.
Mein Lieblingsdetail ist jedoch die Follow- Me Car Einrichtung. Diese
funktioniert wie folgt:
Flug HF 7031 ist soeben auf der Runway 05 gelandet, und kommt noch so
zum Stehen, dass das Flugzeug die Bahn über den Taxiway verlassen kann,
ohne am Ende der Bahn wenden zu müssen. Kurz vor dem Abzweig zum Taxiway
muss rollt das Flugzeug über eine Art Aktivierungskontakt. Von diesem
Punkt an, hat das Flugzeug noch 20 Sekunden Zeit, den „Endpunkt“ auf dem
Taxiway zu erreichen. Dieser Punkt befindet sich direkt nach der
Startbahn. Hier wartet unser Airbus, bis man auf dem Apron ein
blinkendes Fahrzeug erkennen kann. Dieses fährt nun zügig auf unsere
aktuelle Position zu. Es ist das Follow- Me Fahrzeug. Ihr wisst schon,
dass schwarz- gelb karrierte kleine Auto mit einer LED- Anzeige auf dem
Dach (vielleicht ein Borussia Dortmund Fanfahrzeug...). Nun ja vor
unserer Position dreht es, und auf dem Dach beginnen die Lampen zu
blinken. Die Schrift Follow Me, fordert uns auf, dem Auto, genauer
gesagt ein Jeep wie er exakt dort stationiert ist, zu folgen. Das Auto
hat ein Portugiesisches Nummernschild. Nun ja das Fahrzeug fährt recht
zügig. Wir haben Mühe ihm zu folgen. Jedoch ist meine Meinung: „Lieber
ein wenig schneller, als langweiliges hinterher rollen“
An der endgültigen Parkposition wendet das Follow Me, und wir rollen zur
Stoplinie. Dann fährt das Hinweisfahrzeug zurück an den Parkplatz. Unser
HF Flug stellt die Triebwerke ab, und zu unserem Erstaunen, rollt ein
TAP Passagierbus auf uns zu. Über die Flughafenstrasse rollt er zu
unserer Parkposition. Etwa vor der Eingangstür des Flugzeuges bleibt er
stehen, wartet, und fährt dann zurück an das Terminal und von da zurück
zum Parkplatz. Die Follow Me Car Action ist an Beiden Flughäfen zu
finden. Sie ist nur nutzbar wenn der Flieger die Kontakte überfährt und
dabei sollte man auch auf die Windrichtung und der somit aktiven Runway
achten. Der Flughafen Bus ist nur in LPMA anzufordern.
Zu diesen Tools steht in der PDF Datei eindeutige Hilfestellungen. Es
ist sehr einfach. Diese fantastischen Tools bringen der Scenery 100%
Ai- Traffic:
Der Ai- Traffic ist wie ich finde ein richtiger Kritikpunkt. Dabei liegt
es nicht an der AFCAD Datei, denn diese funktioniert ohne Zweifel sehr
gut. Die Installation des sogenannten AFD File ist sehr einfach. Für
jeden der nicht weiss wie die Installation dieses sehr wichtigen Tools
funktioniert, eine ausführliche Beschreibung ist enthalten. Man benötigt
diese Files, um das Rollen der Flugzeuge durch Gebäude zu verhindern.
Die Files benutzen die originalen Flughafenpositionen, jedoch gibt es
dabei Probleme mit den Holdingpositions, also dort wo das Flugzeug um
die Startfreigabe anfrägt. Deswegen gibt es für die beiden Flughäfen
auch fiktive Dateien. Diese habe ich installiert. Und diese
funktionieren ohne Probleme. Auch die fortlaufende Rollanweisungen
funktionieren dadurch sehr gut.
Nein, ich finde den Flugverkehr an sich nach und von Madeira sehr
schlecht. Hat man den Microsoft FS 2002 Standart Ai Verkehr, so ist zwar
etwas los, jedoch sehen diese fiktiven Airlines nicht sehr schön aus.
Wie es mit dem Verkehr von My Traffic aussieht, kann ich leider nicht
beurteilen, da ich ihn nicht besitze. Ich benutze den Traffic von PAI.
Und zugegeben sehr viele Airlines installiert. Jedoch findet sich nur
die TAP und Air Luxor regelmäßig auf den Airports ein. Natürlich kann
ich mir auch mehr Airlines installieren. Dies ist jedoch nicht sehr
benutzungs freundlich. Es wäre viel besser gewesen, wenn fertige
Flugpläne und Flugzeuge mitgeliefert worden wären. Denn ich glaube jeder
Simmer freut sich auf einem geschäftigen Flughafen zu landen. Und leider
steht bei mir in LPMA nur ab und zu mehr wie 3 Flugzeuge. Statische
Flugzeuge würden sicher auch sehr hübsch aussehen, jedoch wie der Ai–
Verkehr an der Performance kratzen. Hier hätte man mehr daran tun
können, denn in LPMA finden sich in Real oft viele „Exoten“ ein. Sicher
ist es kein wirklicher Kritikpunkt, jedoch nennenswert. 85%
Fazit:
Der Flughafen bekommt eine Gesamtwertung von 95% und erhält somit die
Note SEHR GUT. Ich finde das Ergebnis als überragend. Das Team gab sich
hier sehr viel Mühe. Und das hat sich im wahrsten Sinne des Wortes
ausgezahlt. Jeder Madeira Fan ist gezwungen diese Scenerie sich zu
kaufen. Die Szenerie bringt sehr viel Spaß und Freude mit sich. Vor
allem erweitert sie die Palette der Dangerous Airports im Flugsimulator.
Die Scenery fördert Fluganfänger und dient durchaus als „Flugtraining“.
Der etwas höhere Preis wird durch die einmalige Qualität durchaus
gerechtfertigt. Es gibt keine größeren Bugs, welche die Wertung hinunter
gedrückt hätten können. Die Flughäfen sehen den realen Vorbildern in
nichts nach. Simmer, welche gerne Mittelstreckenflüge unternehmen, sind
schon fast gezwungen sich dieses Addon zu besorgen, jedoch sollten sie
Interesse an der „Blumeninsel“ finden. Madeira ist, wie gesagt, in gut
4-5 Stunden von Deutschland aus zu erreichen. Beim Landeanflug wird man
dann jedoch wirklich herausgefordert. Ich kann schlichtweg nur Gutes von
diesem Addon sagen, und bin mir sicher, ihr werdet auch Gefallen daran
finden.
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Michael Jörg für Flugsimulation.com |
Michi im Impressum | Michi
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www.ptsim.com
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