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Review: REX Real Environment Xtreme 2

Manchmal weiss man es einfach vom ersten Moment an, wenn man etwas zum ersten Mal sieht oder tut. Wie der erste Soloflug oder das Bestehen einer grossen Prüfung. Dieser Moment bei dem man genau weiss, es wird Tage, wenn nicht Wochen dauern, bis das breite Grinsen im Gesicht verschwindet. Genau dann hat man etwas richtig gemacht. Dieses Gefühl hatte ich bei Real Environment Xtreme V2.0.

Schon eine Weile existiert das Produkt nun bereits auf dem Markt. Es war Mitte 2008, als die Flusiszene sich vor Vorfreude und Begeisterung kaum noch einkriegen konnte. Die Preview-Screenshots machten so manchem Simmer den Mund wässrig. Dieses Produkt versprach das „Flugerlebnis“ zu revolutionieren und als es dann Anfang Dezember 08 soweit war, brachen die Server des Herstellers direkt zusammen, so gross war der Ansturm. Anfang August 2009 erschien dann die Version 2 für den FSX und vor wenigen Monaten die Ausgabe für den FS2004. Heute, knapp anderthalb Jahre nach dem ersten Release ist der Hype etwas abgeflacht und wir wollen in einem umfangreichen und aufwendigen Test über die Vorzüge und Nachteile dieses Add-Ons berichten.


Ein monumentales AddOn?


Der Lieferumfang scheint gewaltig zu sein, nicht nur was die Dateigrössen anbelangt (rund 4GB müssen heruntergeladen werden) - sondern auch Punkto gebotener Features. Neben einer Variation an Wolkentexturen verspricht REX2 auch neue Textursets für den Himmel, das Wasser und die Flughafenumgebung (Pisten, Rollwege, Beleuchtung uvm.). Dem nicht genug: Auf das Paket erhält man oben drauf noch eine Flugplanungssoftware sowie eine Bedienoberfläche, über welche sich nicht nur die Textureinstellungen regeln lassen, sondern auch aktuelles Wetter verwaltet wird. Eine genaue Auflistung findet man beim Hersteller unter folgendem Link.


Aller Anfang ist schwer, oder doch einfach?


Seit wenigen Wochen ist neben der gewaltigen Download-Version auch eine DVD-Version verfügbar. Der Haken an der Sache ist, dass bisher nur ganz wenige Shops die Software im Angebot haben und es somit in unseren Breitengraden schwierig wird, eine CD-Version zu ergattern. Schliesslich ist der Sitz des Herstellers Australien, am anderen Ende des Erdballs. Die Firma Mailsoft aus der Schweiz vertreibt REX2 derzeit einzige Anbieter für die Schweiz, Deutschland und Österreich. Interessierte werden hier fündig.

Für US$39.95 kann die Download-Version über den FlightSimStore erworben werden. Anschliessend erhält man einen Downloadmanager, mittels welchem die 4.07GB heruntergeladen werden können. Direkt im Anschluss startet die Installationsroutine, die nach erfolgreicher Eingabe der Zugangsdaten auch direkt mit der Installation beginnt. Diese kann aufgrund der immensen Grösse jedoch etwas dauern. Folglich findet man auf dem Desktop außer den Konfigurationstools auch ein Icon für die Wettereinstellungen.
Dem Produkt liegt ein 67-seitiges Handbuch in Englischer Sprache bei, das in aller Ausführlichkeit die einzelnen Funktionen erläutert.
Beim ersten Aufruf des Konfigurationstools kann in wenigen Schritten das Produkt auf die eigenen Wünsche eingestellt werden. Obschon das Menüsprache des Programms Englisch ist, stellt dieser Arbeitsschritt keine grossen Ansprüche an den Bediener. Nicht zuletzt auch, weil die ausführliche Dokumentation hier alles Schritt für Schritt erklärt.


Der Jungfernflug: Gespannte Vorfreude


Nach erfolgreicher Konfiguration gelangt man auf eine Menüfläche, wo zwischen einem „Quick Start“, der manuellen Konfiguration oder dem Flugplaner gewählt werden kann. Meine Vorfreude ist gross und ich entscheide mich direkt für den Schnellstart. Dabei stellt das Programm selbst ein Texturset zusammen. Schliesslich will ich einen ersten Eindruck gewinnen und schauen, ob die zahlreichen Screenshots auf der Herstellerseite nicht nur leere Versprechungen machen.
Ich platziere mich auf meiner Homebase Zürich und bin erst einmal beeindruckt: Die Wolken wirken unglaublich plastisch und der Himmel um einiges realistischer. Zwar passen die Textursets noch nicht ganz genau auf die übliche Stimmung in der Schweiz, aber der erste Eindruck ist dennoch absolut positiv.



Das perfekte Erlebnis generieren


Nachdem der erste Eindruck gewonnen werden konnte, wollte ich jedoch noch mehr aus dem Produkt herauskitzeln. Rasch das Konfigurationstool gestartet und direkt mit der Erstellung eines eigenen „Themes“ begonnen. Mittels einer simpel gehaltenen Bedienoberfläche lassen sich je nach persönlichem Wunsch und Vorliebe nun die Texturen für die Wolken, den Himmel, das Wasser und die Flughäfen wählen. Bei den einzelnen Unterpunkten kann jeweils zwischen zahlreichen Variationen ausgesucht werden. Hier bietet REX2 eine grosse Auswahl für jede einzelne Option. Als Beispiel etwa die Texturen für den Himmel: Diese werden vorab in Sonnenaufgang, Tag und Sonnenuntergang aufgeteilt. Bei den einzelnen Punkten angelangt gibt es nun unzählige Wahlmöglichkeiten. Schliesslich zeigt sich der Himmel in den Tropen anders als in unseren Breitengraden und noch einmal anders an den Polen. Je nachdem wo man nun also fliegen will, oder was einem am besten zusagt, wählt man nun die einzelnen Texturen. Um diese gewaltige Auswahl zu präzisieren sollte hier erwähnt werden, dass alleine für den Himmel 80 - in Worten Achtzig – Variationen aufgeteilt in 17 für den Sonnenaufgang, 48 für den Tag und 15 für den Sonnenuntergang zur Verfügung stehen. Am Ende kann die Auswahl gesichert werden und steht damit für eine spätere Verwendung jederzeit zur Verfügung. Diese grosse Auswahlmöglichkeit besteht nun bei allen Optionen in unterschiedlicher Anzahl und lädt hier zum individuellen, ausgiebigem Kombinieren ein.
Wer es etwas bequemer mag sei gesagt, dass der Hersteller mit zahlreichen mitgelieferten Zusammenstellungen ebenfalls etwas zu bieten hat.
Geduld ist anschliessend gefordert, denn die Texturen müssen nun noch im Flugsimulator installiert werden. Dies übernimmt zwar das Konfigurationstool, dauert jedoch einige Zeit und während diesem Prozess verschwindet gegen Ende die Bildoberfläche gerne immer wieder hinter einem schwarzen Schleier. Zwar kann man andere Programme aufrufen, die Software zeugt aber von einer gewissen Unverträglichkeit oder Mängel bei der Stabilität. Dieses Problem tritt einzig bei der Installation der Texturen auf.
Beim nächsten Neustart erstrahlt der Flugsimulator anschliessend im neuen Kleid.







Der Härtetest: Überzeugen auch die Details?

Wir verlassen die Oberflächlichkeit und tauchen ein in die Welt der Details und Nahaufnahmen. Schliesslich verspricht man auf der Herstellerseite, dass sich Dank der verwendeten Technologie die Texturen in einer bisher noch nie da gewesenen Schärfe und Detailverliebtheit im Flugsimulator entfalten können.

Die Himmeltexturen sind dabei wohl jene Texturen die in ihrer Vielfalt und Individualität kaum zu übertreffen sind, zeigt sich doch das Himmelsfirmament an jedem Ecken der Erde etwas anders. Dabei steht vom schlichten, leicht kühlen nordischen Morgengrauen bis hin zum bunten, ja schon fast verspielten Sonnenuntergang in den Tropen fast jede erdenkliche Farbkombination zur Verfügung. Es bleibt nun dem Benutzer überlassen in welchen Gefilden er sich bewegt und so die entsprechenden Textursets auswählt. Der Spruch „Klasse statt Masse“ müsste hier in „Klasse und Masse“ umgeändert werden, ist es dem Team von REX2 doch gelungen die unterschiedlichen Himmelsstimmungen passend einzufangen. Die Sonnenuntergänge wirken bezaubernd schön, egal ob sie nun kitschig bunt, oder klassisch und kühl sind. Die Farbgebung angepasst an die entsprechende Breite und schon kommt man der Realität einen grossen Schritt näher. Gut gemacht!

Wer ausschliesslich mit „clear blue skies“ fliegt verpasst definitiv etwas: Schliesslich werden einem 57 unterschiedliche Variationen von Kumulus Wolken und 22 der Sorte Zirren geboten. Bei ersteren besteht bei einem Grossteil die Möglichkeit, diese in HD-Qualität zu geniessen. Mittels der zu Beginn eingestellten Texturoptionen werden die Wolkentexturen anschliessend in Grössen zwischen 512x512 und 4096x4096 in den Simulator geladen. Der wesentliche Unterschied besteht dabei in der Bildwiederholrate aber auch in der Texturqualität, denn einzig die Formate 2048 und 4096 sind HD-unterstützt.

Das Masse nicht immer Klasse bedeutet, wurde schon in zahlreichen Beispielen unter Beweis gestellt. Das Team von REX2 ist jedoch nicht in diese Falle getappt. Die Wolkentexturen wirken Dank der verwendeten Technik plastisch und wirken enorm nahe an der Realität. Als Freund und Anhänger von Flügen nahe an den Wolken kommt mir dieses Add-On natürlich zu Gute. Obwohl sich die zahlreichen Variationen nicht gewaltig unterscheiden – die eine stellt eine kompakte Kumuluswolke dar, die andere eine, die durch den Wind langsam zerzaust wird – bringt die grosse Menge dennoch enorm viel Abwechslung ins Spiel.

Besonderes Augenmerk wollen wir an dieser Stelle auf die Wassertexturen und Effekte werfen. Diese verändern das Erscheinungsbild des Flugsimulators ebenso nachhaltig, wie die die Kombination aus Wolken- und Himmelstexturen. Gegenüber den Standarddateien zeichnen sich die Texturen besonders durch ihre Klarheit und Schärfe aus. Aber auch die zahlreichen Variationen, besonders bei den Wassertexturen für die Tropen, vermögen zu überzeugen. Die Wassertexturen für das offene Meer sowie Inlandgewässer unterscheiden sich nur geringfügig. Bei beiden bietet sich die Option mittels Regler den gewünschten Farbton zu kreieren. Im Gegensatz dazu bieten die Textursets für die Tropen „fertige“ Texturen. Will heissen, dass nicht mittels Regler die Farbmischung eingestellt werden kann, sondern dass bereits pfannenfertige Texturen bereitliegen. Die zahlreichen Variationen zielen aufgrund der Namensgebung wohl auf zahlreiche Gebiete mit Korallenriffe, wie etwa das „Great Barrier Reef“ in Australien.
Die Wasseranimationen können als i-Tüpfelchen bezeichnet werden. Sie runden die guten Texturen, welche unter diesem „Wellenteppich“ liegen ab. Hierbei bietet das Produkt erneut eine grosse Palette an unterschiedlichen Animationen. Diese unterscheiden sich vornehm in der Intensität der Wellen. Sprich ob die See stark aufgepeitscht ist, oder eher ein stilles Wasser ist. Auch hier steht man wieder vor der Qual der Wahl!

Nach dem wir die beiden Elemente Luft und Wasser ausgiebig besprochen haben, kehren wir auf den Boden zurück. Auch hier bessert REX2 die Standardflughäfen auf. Die Textursets decken dabei sowohl den Untergrund für die Pisten, Rollwege und das Vorfeld ab, als auch deren Markierungen. Besonders interessant dürften auch die Lichteffekte, welche erst bei genauem Betrachten auffallen, sein. Unter den zahlreichen Bodentexturen für den Asphalt kann man zwischen unterschiedlichen Abnutzungs und Verschmutzungsgraden aussuchen. Auch die Spuren der Zeit gingen an den einen Asphalt-Tapeten nicht vorbei und so zeichnen sich dort bereits die ersten Risse im Asphalt wieder. Erneut ist besonders die höhere Auflösung der Texturen und ihr zahlreiches Vorhandensein der grosse Pluspunkt des Texturpaketes. Gegenüber den Standarddateien wird hier ein grosser Schritt nach vorne gemacht, hinzu jenem Niveau auf welchem sich die zahlreichen guten Add-Ons befinden.
Ebenso variantenreich wie schön anzusehen sind die Lichteffekte. Diese decken sowohl das Flugzeug selber (Landescheinwerfer und „Strobe lights“) als auch Flughafeninstallationen ab. Als Beispiel sei der Landescheinwerfer genannt. Hierfür stehen Varianten mit Farbtönen zwischen weiss und gelb, schmal oder breit zur Auswahl. Darunter sicherlich für jeden Geschmack etwas.


Auch das Auge isst mit: Funktionalität vs. Eleganz

Bei einem Produkt, das ein gewisses Mass an Ästhetik mit sich bringt und den Flugsimulator in seinem Erscheinungsbild verändert, kann man einen gewissen Ansatz an gelungener Benutzeroberfläche sicherlich erwarten. Zumindest was das Optische betrifft. Hier lässt sich REX2 auf keinen Fall lumpen und hat ganze Arbeit geleistet. Auch die Funktionalität kann als gelungen und durchdacht bezeichnet werden. Hingegen hapert es etwas in Punkto „Schnelligkeit“. Hier hinkt die Software oft etwas hinterher, das Umschalten zwischen Menüpunkten beansprucht gut und gerne einige Augenblicke. Besonders geduldig muss der Benutzer wie bereits erwähnt beim Installationsvorgang der Texturen nach erfolgter Auswahl sein. Dieser kann gut und gerne zehn Minuten in Anspruch nehmen.


Was taugen die Beigaben? Wettergenerator und Flugplaner

Dass man als Beigabe zu einem umfangreichen Texturset für unterschiedliche Wetterlagen einen Wettergenerator erwarten darf, ist sicherlich angebracht. Entweder lässt sich dieser über den Flugsimulator direkt aufrufen (muss in den Optionen des REX Konfigurationstools eingestellt werden) oder kann manuell über das entsprechende Desktop-Icon gestartet werden. Verständlicherweise funktioniert das Ganze nur in direkter Verbindung mit dem Flugsimulator. Anschliessend werden die umliegenden Stationen (rel. grosser Radius) geladen und das Wetter direkt dargestellt. Die ausgelesenen Daten geben das Wetter aus meiner Sicht mit guter Anlehnung an die Realität wieder. Dies konnte ich in zahlreichen Vergleichen zwischen realem Wetter und der Interpretation durch die Software testen.
Damit ersetzt REX2 den Wettergenerator des Flugsimulators, übernimmt jedoch nicht dessen sämtlichen Möglichkeiten und Funktionen. So lassen sich weder vorgefertigte Wetterlagen noch welche auswählen, noch kann die aktuelle Wetterlage abgespeichert und später benutzt werden. Letzteren Umstand kann man jedoch mit dem Abspeichern des aktuellen Fluges umgehen. Will man das Wetter nach seinem Gusto einstellen, so muss man auf den Wettergenerator des Flugsimulators zurückgreifen. Diese Funktion bietet REX2 nämlich auch nicht.

Derweil der Wettergenerator ganz passabel ist, kann der Flugplaner als enttäuschend bezeichnet werden. Zu Beginn lässt sich zwischen realem Wetter, einer vorgespeicherten Wetterlage oder dem Zufallsgenerator wählen und nachher erfolgen die Eingaben wie Flugzeugtyp, Flughöhe, Abflug- und Zielflughafen etc. Nach einer gefühlten Ewigkeit ist das Programm mit der Berechnung der Route fertig, jedoch mit einem ernüchternden Resultat. Für die Strecke Zürich (LSZH) nach Innsbruck (LOWI) gibt der Flugplan lediglich einen Wegpunkt an. Auf Plattformen wie RouteFinder oder VATRoute folgen hier einige mehr, die vor allem den realen Routings entsprechen. Selbst der Flugplaner des Flugsimulators kommt hier auf ein besseres Ergebnis. Die Karte, die der Navigator verwendet ist übrigens die stinknormale Google Map, die auf Autonavigation ausgelegt und überhaupt nicht für Flugnavigation geeignet ist. Somit sind einzig die angewählten Wegpunkte und Stationen sichtbar, für eine ausreichende Flugvorbereitung genügt dies auf jedenfall nicht.
Anzumerken ist aber, dass das Programm zahlreiche Fremdformate wie FSBuild, FSCommander oder die Flugpläne des FS selber einlesen kann. Schwach ist jedoch, dass sich der Flugplan nicht direkt in eine Startsituation für den Simulator umwandeln lässt.
Es besteht die Möglichkeit, den Navlog, Flugplan und das Wetter direkt auszudrucken.
Zwischenfazit: Wenn auch nur als Beilage gedacht ist weniger oft mehr. Hier hätte man sich besser auf das Kernprodukt konzentrieren und „unnötiges“ weglassen sollen. Schliesslich gibt es derzeit auf dem Markt genügend gute Produkte für eine gute und vor allem realistische Flugplanung.


Hui oder Pfui: Der Einfluss auf die Performance des FS

Dass eine solche Erweiterung ihren Einfluss auf die Bildwiederholrate des Flugsimulators hat, könnte erwartet werden. In einer aufwendigen Messung versuchte ich den genauen Einfluss von REX2 in unterschiedlichen Situationen und mit Flugmaterial variierender Komplexität herauszufinden. Entstanden ist angehängte Tabelle, aus welcher der Einfluss gut zu erkennen ist. Derweil die tiefen Werte in Bodennähe klar durch die verwendete Szenerie zu erklären ist, wird die Differenz bei der Verwendung der unterschiedlichen Texturauflösungen im Reiseflug mit geringer Bodensicht deutlich. Zwischen den beiden HD Formaten 4096x4096 und 2048x2048 konnte dabei eine geringfügige Leistungssteigerung verzeichnet werden. Bei der Auswahl weg von den HD Texturen hin zum 512x512 Format wird erneut deutlich, dass der Einfluss der Texturen auf die Bildwiederholrate in den bodennahen Situationen vernachlässigbar klein ist. Hier liegt der Gewinn bei 1-3 FPS. Im Reiseflug steigert sich diese erneut um rund 15%. Hier befinden wir uns jedoch in einem FPS-Bereich, wo das Auge keine weiteren Unterschiede mehr erkennen kann (>25 FPS).
Vor jeder Messung mit einem neuen Texturset wurde ein Neustart ausgeführt und anschliessend im Vollbildmodus bei unlimitierter Bildwiederholrate gemessen. Somit sei zu sagen dass der Einfluss von REX2 auf den Spielgenuss nicht nur in optischer Hinsicht, sondern auch in Punkto „Bildwiederholrate“ spürbar ist, dieser sich jedoch im bodennahen Bereich eindeutig in Grenzen hält.
Dies wird beim Blick auf die Differenzen zu den Werten bei FS Default Texturen deutlich: Hält sich dieser Unterschied in den beiden bodennahen Situationen absolut in Grenzen, so kann ein Performancegewinn von weiteren 6% gegenüber den 512x512 Texturen von REX2 erkannt werden. Gegenüber den 4096x4096 sogar eine Steigerung von 24%.
Es gibt also einen spürbaren Einfluss des Produktes, jedoch hält sich dieser insofern in Grenzen, dass der Spielspass nicht nachhaltig beeinflusst wurde. Einen grösseren Einfluss haben darauf weiterhin die Szenerien, das Flugzeug und die verwendeten Einstellungen. Wie immer gilt es hier die richtige Mischung aus Optik und Leistung zu finden.


Das Verdikt: Pure Begeisterung oder zurückhaltende Freude?

Noch selten war ich von einem Add-On so begeistert wie von Real Environment Xtreme 2. Hier wurde sehr vieles richtig gemacht. Zu einem fairen Preis-/Leistungsverhältnis bekommt man ein durchdachtes und überdurchschnittlich gelungenes Produkt. Das Versprechen, dass das Flugerlebnis nachhaltig verändert wird, ist aus meiner Sicht erfüllt. Immerhin präsentiert sich der Simulator anschliessend mit einer gewaltigen Veränderung. Besonders die Wolkensets haben es mir angetan. Als bekennender Fan von Wolkentauchen (Fliegen entlang der Wolkengrenze) kann ich dies nun endlich auch im FS umsetzen - und dies mit atemberaubend schönen Wolken. Aber auch die restlichen Veränderungen haben das Erscheinungsbild des Simulators nachhaltig verbessert. Der Himmel wirkt realistischer, die Lichteffekte besser und das Wasser beängstigend echt. Abgerundet wird REX mit gelungenen Flughafentexturen und durchdachter Bedientools.
Der Einfluss auf die Performance ist spürbar, wird jedoch nicht zu einem Spielverderber. Die hohen Texturauflösungen (manuell können auch tiefere ausgewählt werden) fordern jedoch das eine oder andere Bild pro Sekunde. Obwohl es wenige Negativpunkte gibt, so sei dennoch zu erwähnen, dass es welche gibt: Darunter fallen etwa der gewaltige Download (mit seinem positiven Effekten am Ende), die langen Ladezeiten bei der Texturinstallation, das Herunterladen von Wetterdaten oder den Flugplänen. Auch ist die Programmstabilität nicht immer garantiert, es kam während des Tests jedoch nie zu einem CTD. Besonders enttäuschend ist hingegen der Flugplaner, dass dieser jedoch nur eine Beilage ist, kann dies als schlechte, aber nicht entscheidende Randerscheinung abgetan werden. Der Wettergenerator ist gut, bietet jedoch einzig die Möglichkeit das aktuelle Wetter in den Flugsimulator einzubinden. Vordefinierte Situationen oder manuelles Wetter muss weiterhin über den Flugsimulator selber eingegeben werden.
Ja, REX2 revolutioniert das Erscheinungsbild des Flugsimulators nachhaltig. Die Texturen überzeugen in allen Belangen, die Beilagen hingegen weniger. Hier kann das australische Entwicklerteam sicherlich noch zulegen.

In meinem Test habe ich ausschliesslich die FSX-Version getestet, seit Ende 2009 ist nun auch eine Ausgabe für den FS2004 verfügbar.

Zu guter Letzt bleibt mir einzig dem Herstellerteam zu ihrem Meisterwerk und dem „Award for Excellence“ von flugsimulation.com zu gratulieren.

Wer der Sache übrigens nicht ganz traut kann sich auf der Webseite des Herstellers ein kosteloses Preview-Pack mit einer Auswahl an Texturen herunterladen. Zu finden ist dieses 40MB grosse Paket hier.

Bewertung

Facts & Figures REX Real Environment Xtreme 2  
     
Hersteller: REX Minibild
Preis: USD$39.93
Veröffentlichungsdatum: 01.12.2008
Systemanforderungen gemäss Hersteller: - Windows XP SP2 / Windows Vista
- Microsoft Flight Simulator X (requires Standard Edition with at least SP1, compatible with SP2/Acceleration, Deluxe Edition required for network setup operations)
- Processor: 2.0Ghz+
- RAM: 2GB
- Hard Drive: 15GB of free space for installation
- Video Card: 256MB DirectX 9 compatible (512MB recommended)
- Other: Microsoft .NET Framework 2.0 - required for REX, download from this link.
- Internet connection required to download REX service packs and real-time weather data.
Link zur Produktseite: REX Real Environment Xtreme 2
FS-Version(en): FSX, FS2004
   
Pro Contra  
     
+ Realistische Textursets
+ Gute Lichteffekte
+ Preis-/Leistungsverhältnis
+ Umfangreiche Dokumentation
+ Unmengen an Einstellmöglichkeiten
+ Gelungene Benutzeroberfläche
- Gewaltiger Download
- Lange Installationszeiten bei Änderungen
- Wetterdaten laden dauert lange
- Programmstabilität
- Flugplaner absolut ungenügend
 
     
Kriterium Kommentar
Bewertung
     
Kauf, Installation und Einbindung Download oder CD-Version verfügbar, gewaltiger Download (4GB) mit problemloser Installation zu einem fairen Preis
Handbuch/Beilagen Umfangreiche Anleitung und Beschreibung des Programms (allerdings in Englisch)
GUI Einfach Bedienung des Programms, grafisch einladend allerdings mit geringfügigen Instabilitäten beim Kompilieren der Textursets
Hauptfunktion Textursets für Wolken, Himmel, Wasser und den Flughafen vermögen absolut zu überzeugen
Ladezeit? Teilweise hinkt das Programm etwas hinter her
Zusatzfunktionen Gute Wetterengine, jedoch sehr schwacher Flugplaner
     
Gesamtbewertung  
     
Auszeichnungen    
Saubere Arbeit der Hauptfunktion, Zusatzfunktionen schwach bis verbesserungswürdig  
 






















 

Sales Wick für flugsimulation.com | Druckversion | Veröffentlicht am 23.07.2010 | Counter: 2626 Besucher


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