NewsReviewsArtikelRubrikenAirlinersearchForumImpressum

Review: JustFlight Lancaster

Bild

Seit 2006 gibt es die Lancaster bei Just Flight oder SimMarket zu bestellen – entweder als Box oder als Downloadversion, beide kosten runde 45 Euro oder sind wahlweise für 30 Britische Pfund zu erwerben.
Die hier beschriebene Downloadversion kommt mit der Avro Lancaster in allen gebauten Varianten samt Prototyp, der de Havilland Mosquito MkFBIV und darüber hinaus einer kleinen Szenerie von der Royal Air Force Scampton, Mittelengland.


Historisches:

Lancaster:

Die Avro 683 Lancaster, so der offizielle Name, ist wahrscheinlich einer der bekanntesten Bomber aus dem Zweiten Weltkrieg nach der B-17.
Während des Krieges wurden mehr als 7000 Exemplare gebaut. Der Flieger selbst konnte unter maximaler Beladung fast 3000 Kilometer weit fliegen, in den dreißiger und vierziger Jahren eine phänomenale Entfernung. Somit war sie schon zu Kriegsbeginn einer der wenigen Bomber, der in der Lage war, von London nach Berlin zu fliegen.
Die Lancaster wurde bis 1946 produziert, aber schon 1954 bei der Royal Air Force (RAF) ausgemustert.
Heute sind noch siebzehn Flugzeuge erhalten, davon sind noch zwei flugfähig. Ein Bomber fliegt jährlich anlässlich des Battle of Britain Memorial Flight der RAF und fliegt dabei über Greater London.

Bild


Mosquito:

Die de Havilland D.H.98 Mosquito, oder Wooden Wonder, war ein zweimotoriges Flugzeug, aus dem einer der erfolgreichsten Nachtjäger hervorgehen sollte.
Ganz aus Sperr- und Balsaholz gebaut, wird die Herkunft des Spitznamen schnell klar.
Die Mosquito war für fast alles zu haben: Aufklärer, Minenleger, Zerstörer oder Jagdbomber.
Völlig unbewaffnet und als Aufklärer extrem schnell (circa 680Kph – also 360knt) wird die Moskito-Plage dem Käufer präsentiert.
Fast 8000 Flugzeuge wurden gebaut und anschließend in alle Himmelsrichtungen verschickt – darunter Israel, Australien, China und in die USA.

Bild


RAF Scampton:

Der Flugplatz hört auf die ICAO Kennung EGXP und liegt leicht südlich von Lincoln in, wer ahnt’s, Lincolnshire.
1916 schon in Betrieb genommen um die Flieger des Royal Flying Corps auszubilden, war er im zweiten Weltkrieg ab 1942 der größte Anflugpunkt für die Avro Lancasters und diente als Ausgangspunkt für die „Operation Chastise“, der Zerstörung von mehreren Talsperren in Mitteldeutschland, auf die ich später noch eingehen werde.
Heute ist die RAF Scampton vor allem für die dort stationierten Red Arrows bekannt, die Kunstflugstaffel Großbritanniens.

Download, Installation und Handbuch

Beides geht wie gewohnt im JustFlight Prozedere von sich. Ein Makel: Für die Installation ist es erforderlich eine Internetverbindung offen zu halten, für so manch einen störend. Alles andere funktioniert einfach und fehlerfrei.
Die Just Flight Lancaster kommt mit einem 26 Seiten dünnen .pdf Dokument auf den Rechner.
Eng beschrieben äußert sich dieses über die Historie der Lancaster und Mosquito, Installationshilfen, vielen Erklärungen der Flugzeuge und deren Besonderheiten. Das schöne ist, dass teilweise historische Dokumente benutzt worden sind, um die Lancaster zu erklären.
Eine weitere schöne Idee ist, dass im Handbuch ein Interview mit einem Lancaster Veteranen abgedruckt ist.


RAF Scampton

Erster Eindruck, Umgebung und Texturen:

Luftbildaufnahmen zufolge (GoogleEarth lässt grüßen) wurde das Flugfeld recht ordentlich umgesetzt. Wenn man es sich im Flusi ansieht, mag man es nicht ganz glauben, aber die Einbindung in die Standartszenerie entspricht doch sehr der Realität. Zwar gibt es hier und da kleine Mängel, zum Beispiel fehlt die Zufahrt zum Gelände, und ein Dorf ist zu nahe daran, aber im Großen und Ganzen wurde es gut umgesetzt.
Die Bodentexturen sind zum Großteil aus dem Hause Microsoft. Wie bei Standardflughäfen wurden die Texturen der Taxiways nur auf das Defaultgras gesetzt. Für die heutige Zeit sind die Texturen zu dunkel, allerdings konnte ich keine Bilder des Platzes aus dem zweiten Weltkrieg finden um zu beurteilen, ob sie der damaligen Zeit entsprechen.


Statische Objekte:

Es finden sich Hangare, Wohnhäuser und andere Diensthäuser. Die Modellierung ist okay. Geländer, Fähnchen und Treppen sind sichtbar.
Die statischen Flugzeuge sind ein wenig fehl am Platz: Es findet sich ein Panavia Tornado und eine Hawker Typhoon. Denkt man daran, dass JustFlight den Platz zur Zeit des Krieges nachgebildet hat, fragte ich mich einfach nur: Warum?
Die Gebäudetexturen sind nicht von erlesendster Qualität: Farblich passen sie zwar zum Großteil, aber das Wort „scharf“ scheint den Entwicklern unbekannt zu sein. Schade ist auch, dass die Türen und Fenster einfach nur aufgepinselt sind.
Die Texturen der statischen Flugzeuge sind weitaus besser. Allerdings verschwindet das Fahrwerk bei der Typhoon bei einiger Entfernung, und der Tornado hat gar keines. Klarer Minuspunkt.

Bild

Tag und Nacht – Von Sommer bis Winter

Die Szenerie verändert sich bei den Jahreszeiten kaum. Nur Bäume und die Grastextur ändern die Farbe. Nachts sieht die Szenerie weitaus besser aus als tagsüber, aber die Texturqualität bleibt die selbe.


Mesh, Landclass & AFCAD

Es gibt keine Landclass- oder Meshdateien. Die AFCAD Dateien konnte ich nicht überprüfen – es gibt keinen AI-Traffic.

Performance:

Die Szenerie beeinflusst die Performance nur unmerklich. Frameeinbrüche hatte ich keine zu beklagen, ebenso wie man es sich wünscht und es bei einem solchen AddOn erwarten darf.


Die Mosquito:

Außenmodell & Animationen:

Im Gegensatz zur Lancaster kommt die Mosquito nur mit einem Modell auf die Festplatte.
Der erste Eindruck ist sehr stimmig. Die Proportionen stimmen, und auch kleine Eigenheiten des Fliegers, wie der Aufbau der Triebwerke oder die Querrudertrimmung, sehen sehr authentisch aus. Sieht man sich den Flieger von vorn an, kann man die großen Öffnungen an den Flügelvorderkanten zwischen Triebwerken und Rumpf sehen. Die gläserne Schnauze der Mosquito hat die richtige Krümmung, auch die Cockpitfenster sind richtig proportioniert.
Allerdings sind nicht viele Details zu entdecken. Die Abgasschächte der Motoren wurden sehr vereinfacht dargestellt, dafür wurden alle Seilzüge korrekt modelliert.
Die Positionslichter wurden zwar gläsern dargestellt, schaltet man sie jedoch an, dann sieht man wie das Licht außerhalb der Fassung blinkt und nicht innerhalb – schade. An den Details hätte man sicher noch mehr arbeiten können.

An der Mosquito bewegt sich alles wie es soll. Anders als bei vielen anderen Flugzeugen aus der Zeit fährt das Fahrwerk sehr schnell und synchron ein und aus, auch das Spornrad wurde bedacht, es klappt ebenfalls ein.
Die Klappen bewegen sich genauso zügig und ruckelfrei wie das Fahrwerk, genauso der Bombenschacht.
Wingflex gibt es allerdings nicht – allerdings bin ich mir nicht sicher ob sich die Flügel der echten Mosquito wirklich gebogen haben. Möchte man die Türen bewegen, dann öffnet sich ein etwas größeres Fenster, da die „Tür“, die eigentlich nur eine Klappe im Rumpf ist, mit der Taste geöffnet wird, die sonst den Bremsklappen vorbehalten ist.
Die Animationen sind sehr akkurat umgesetzt. Spart Just Flight an den Details, trumpfen sie wieder bei den Animationen auf. Aber wie sieht es mit den Texturen aus?
Die Texturen sind wieder ein Mangelpunkt. Mit nur einem Texturensatz versehen kommt die Mosquito sehr viel schlanker daher als die Lancaster. Die Löcher in den Tragflächen sind nicht modelliert sondern nur eine Textur, allerdings so geschickt gemacht, dass man dies nicht bemerkt. Im Ganzen und von Weitem erscheinen die Texturen hübsch und scharf. Geht man allerdings näher heran, sieht man, dass sie unscharf sind. Das wird vor allem am Schriftzug und an den RAF-Emblemen deutlich.
Der Farbton ist jedoch sehr passend gewählt worden, und auch das Tarnschema wurde akkurat gezeichnet.
Nachts verändert sich die Mosquito nicht sehr. Stimmig sieht das Cockpit in der Nachtbeleuchtung aus, der Fotograf vorne ist auch beleuchtet. Einzig die Flügel sehen merkwürdig aus. Teile der Cockpitbeleuchtung färben die Flügel rosa, und die Enden sehen auch komisch aus. Zudem wirkt sie nachts zu hell.


2D & 3D Cockpit

Das 2D Cockpit wurde auf einer Bitmap erstellt, die nicht den Anschein erweckt fotoreal zu sein. Genauer gesagt wirkt sie unscharf, und die Farbverläufe erinnern an einen Flusihimmel mit 16bit. Zwar wirken die Gauges sehr gedrängt darauf, und das ganze Panel sieht zum Teil aus wie ein Flickenteppich, dabei ist es jedoch gelungen fast alles gut sichtbar zu machen. Alles was unsichtbar ist, wurde von den Machern auf Subpanele verbannt, die über die üblichen Clickspots anwählbar sind (den für die Funkgruppe gibt es zweimal). Dazu gehört die Funkgruppe, die sehr spartanisch ist und an ein altes Radiogerät erinnert, und der Kompass, was doch sehr hinderlich ist, wenn es darum geht den Kurs zu halten.

Bild

Die Gauges sind flüssigst programmiert, wobei Just Flight den künstlichen Horizont vermasselt hat. Steht das Flugzeug auf dem Boden, beziehungsweise ist es im Horizontalflug, ist die Linie nach links geneigt. Ein klarer Minuspunkt, fliegt man doch automatisch eine Kurve, wenn man dies sieht. Alle anderen Gauges sind ordentlich, der Klappenstandanzeiger verhält sich, wie im realen Flugzeug, gewöhnungsbedürftig. Durch die Massenproduktion reicht dieser bis 70°, die Mosquito kann die Klappen aber nicht weiter als 45° kippen.
Die Kippschalter, die für die Beleuchtung und die Batterie zuständig sind, sehen verdächtig nach Standardgauges aus.
Nachts verändert sich das Panel nicht sonderlich stark. Alles was passiert ist, dass sich das Cockpit in einen rosa Schimmer verfärbt. Qualitativ gibt es keinen Unterschied zu den hellen Stunden.

Bild

Alle Hebel, also Schubhebel, Klappenhebel und Fahrwerkshebel sind im 2D Cockpit nicht sichtbar. Ansonsten tritt das virtuelle Cockpit nicht viel anders auf als die 2D Version.
Der gesamte Innenbereich ist modelliert, nur ein absolutes No-Go habe ich gefunden: Ein Sitz wurde nicht von hinten modelliert, aber solange man nicht so weit hinten sitzen möchte, sollte das zu keinem Problem werden.
Viele Details sind zu entdecken, wie zum Beispiel eine Feueraxt oder Hülsen.
Auch hier ist alles flüssig animiert. Die Klappe im Boden öffnet sich wie beschrieben, vorher bewegt sich die Klinke. Die Instrumente sind genauso wie im 2D Panel flüssig animiert und gut lesbar. Der virtuelle Horizont hat hier das selbe Problem wie im 2D Cockpit.
Leider sind auch hier die Hintergrundtexturen nicht allzu scharf.


Flugeigenschaften & Systemtiefe:

Die Mosquito ist ein sehr schnelles und agiles Flugzeug, auch wenn es nicht mit einer Kunstflugmaschine zu vergleichen ist. Die Rollrate scheint nicht übertrieben, ebenso wenig wie die Steig- und Sinkrate. Die beiden Motoren beschleunigen das Flugzeug schnell auf 300 Knoten, um mehr zu erreichen müssen die Triebwerke doch schwer arbeiten.
Allgemein kann ich sagen, dass mir die Dynamiken sehr gelungen vorkommen.
Die Systemtiefe erscheint mir ebenso angemessen. Alles ist vorhanden was man von einem 70 Jahre alten Flugzeug erwarten darf. Eine frohe Botschaft vorweg: Es gibt keine, oder ich konnte keine entdecken, Dummies. Magnetschalter, Treibstoffzufuhr, Batterie und Gemischverstellung sind allesamt vorhanden.


Sound:

Jetzt das leidigste aller Themen: Der Ton. Leider kann ich nicht behaupten, dass ich schon oft in der glücklichen Lage gewesen wäre einer Mosquito zu lauschen, also musste wieder Youtube herhalten. Das tiefe Brummen, das in den Clips zu hören war, tat sich auch bei mir im Simulator auf. Auch sonst kann ich an der Tonkulisse nichts aussetzen.


Performance:

Genauso wie bei Scompton konnte ich bei den beiden Flugzeugen keine Einbußen in Sachen Leistung feststellen.


Avro Lancaster

Kommen wir nun endlich zu dem Hauptteil der Review. Der Namenspatron des Produktes kommt in vielen Versionen auf die Festplatte.
Einmal der Prototyp, dann die verbesserte Version, die modifizierte Lancaster ,die in der Lage war die Bombe „Grand Slam“ zu tragen, dann wieder einige Standardvarianten, und zum Schluss noch die modifizierte Version für die „Operation Chastise“.
Dieser Auftrag wurde 1943 von drei Staffeln geflogen, deren Ziel daraus bestand die Edersee, Möhnesee und Sorpesee Talsperren zu zerstören. Da es auf Grund der Abwehrvorrichtungen in den Stauseen nicht möglich war Torpedos zu nutzen und aufgrund einer zu hohen Bombenlast für jeden Bomber ebenso wenig möglich war eine konventionelle Bombe zu nutzen, wurde die Rollbombe entwickelt. Diese sollte wie ein Kieselstein über die Wasseroberfläche hüpfen, dann vor der Staumauer in den See eintauchen und mit einem Druckzünder detonieren.


Außenmodell & Animationen:

Das Außenmodell ist weitaus besser als das der Mosquito. Betrachtet man die Lancaster genauer, sieht man viele kleine Details. Ein Beispiel: der kleine Motor, der die Rollbombe dreht, ist akkurat dargestellt. Darüber hinaus wurden die Flügel besser modelliert und auch der Rumpf hat die typische Form.
Das Fahrwerk fährt flüssig aus und ein, allerdings viel zu schnell. Der Pilot sieht sich ständig nach feindlichen Jägern um, und die Geschütztürme drehen sich mal in die eine Richtung, mal in die andere. Auch die Klappen sind flüssig beim Ein- und Ausfahren, ebenso die sich öffnenden Fenster. Wieder sind die Animationen sehr gut gelungen.

Bild

Einziger Schwachpunkt: Die Tür ist nicht animiert, sie springt lediglich auf und zu.
Die Texturen sind allerdings um Längen besser als die der Mosquito. Nur ein Wort: scharf. Erst beim extremsten Heranzoomen werden sie unscharf.

Bild


2D &3D Cockpit:

Zum 2D-Panel kann ich eigentlich nicht viel mehr sagen als ich schon zur Mosquito sagen konnte.
Die Bitmap, auf der alle Instrumente platziert wurden, ist nicht wirklich schön. Auch ist die Schrift oft zu klein um sie lesen zu können (und ich brauche keine Brille). Die Instrumente entsprechen gänzlich denen der Mosquito. Aber auch hier sind keine Dummies zu finden, auch nicht in den Subpanelen, die zahlreicher vorhanden sind, als sie es bei der Mosquito waren. Leider wurden dieses Mal keine Clickspots verwendetet, was die Handhabung schwerer gestaltet. Es bleibt dem Flusianer nur übrig alle Shiftkombinationen auszuprobieren um zu finden was man sucht.

Bild

Das virtuelle Cockpit kann man, für eine Payware, als kleines Debakel bezeichnen:
Die Texturen sind unscharf, zu unscharf um Beschriftungen entziffern zu können. Die Gauges wurden nicht immer passgenau platziert und die Steuerungsmodule, ob Schubhebel, Klappenhebel oder gar Ruder wurden nicht animiert oder sogar nur auf der Textur aufgemalt. Das ist ziemlich enttäuschend.

Wer man sich im virtuellen Cockpit bewegen will, oder nur den Pilotensitz erreichen möchte, der lege sich das kostenlose Flight1 Tool „F1 View“ zu ( http://www.flight1software.com/files/F1View.zip ). Sonst steht man nämlich mitten im Flugzeug, neben der Funkstation.
Die Performance der Instrumente im 3D Cockpit ist ebenso schlecht wie die Texturen. Die Anzeigen werden ungefähr einmal pro Sekunde aktualisiert. Weitaus zu wenig!

Bild

Bild

Aber das Cockpit hat auch zwei gute Seiten: Einmal ist die Modellierung sehr detailreich, und zweitens gibt es wieder so gut wie keine Dummies. Es wurde an Geländer, an Deckenverstrebungen ebenso gedacht wie an Taschenlampen, die Feueraxt, Navigationshilfsmittel und an eine Windrose auf den Karten.

Bild

Bild

Nachts sieht es in der Lancaster nicht viel anders aus: Die Kabine wird in ein sehr viel angenehmeres Licht getaucht als es zu erwarten gewesen wäre. Allerdings mangelt es weiter hinten im Flugzeug an Licht, auch wenn die Schreibtischlampe eingeschaltet ist.


Flugeigenschaften:

Nun zum zweitleidigsten Punkt:
Während die Mosquito ein sehr schnelles und agiles Flugzeug ist, ist die Lancaster recht langsam und schwerfällig. Mit einem enormen Wenderadius passt es zu den Eigenarten, die auf verschiedenen Internetseiten beschrieben wurden.
Es braucht schon lange, um die Lancaster von der Runways zu kriegen und noch länger, um mit ihr auf eine akzeptabel Höhe zu gelangen. Man spürt, dass man einen großen Flieger am Joystick hat.


Sound:

Genauso wie bei der Mosquito klingt auch der Sound der Lancaster sehr gut. Ein Keuchen und ein Spotzen erklingt wenn die Triebwerke gestartet werden. Ein tiefes Brummen ertönt wenn die Triebwerke laufen, und ein Röhren ist zu vernehmen wenn sie gequält vollen Schub produzieren müssen.


Performance:

Im Gegensatz zur Mosquito und zur Szenerie von Scompton ist die Lancaster nicht ganz so framefreundlich. Meistens hatte ich nur 15 Frames, bei schlechtem Wetter teilweise nur 10. Denkt man an die Größe, ist das gerechtfertigt.

Außensicht:Immer </=20fps
2D Panel: Schlechtes Wetter: 10fps Gutes Wetter: ~15fps Nacht: ~15fps
3D Panel Schlechtes Wetter: 10fps Gutes Wetter ~12fps Nacht: ~10fps


Fazit:

Was uns Just Flight hier vorlegt ist ein sehr gemischtes Paket. Gute Sounds, Modelle, Dynamiken und Detailtreue stehen oftmals schlechten Texturen gegenüber.
Durch den hohen Preis kann ich nur eine halbherzige Kaufempfehlung aussprechen, denn die Lancaster ist doch teils sehr enttäuschend. Bedenkt man, dass man das beste am Produkt, ohne Zweifel die Mosquito, auch separat für den halben Preis erhält, sollte man gut über diese Alternative nachdenken. Für Liebhaber britischer Oldtimer ist dieses Paket sicherlich eine Bereicherung, aber für jeden anderen nicht unbedingt interessant.

Bewertung

Facts & Figures JustFlight Lancaster  
     
Hersteller: JustFlight Minibild
Preis: 45,00€
Veröffentlichungsdatum: 25.08.2006
Systemanforderungen gemäss Hersteller:
Link zur Produktseite: JustFlight Lancaster
FS-Version(en): FSX, FS2004
   
Pro Contra  
     
- Gutes Modelldesign
- Sehr umfangreiches Paket, daher gutes - Preis/Leistungsverhältnis
- Sehr realistischer Sound
- Umfangreiche Dokumentation
- Ordentliche Dynamiken
- Teilweise unscharfe Texturen
- Die Lancaster braucht viel PC Leistung
- VC bei der Lancaster
 
     
Kriterium Kommentar
Bewertung
     
Kauf, Installation und Einbindung Kauf entweder via Simmarket oder Justflight. Fairer Preis wenn man den Umfang des Paketes im Auge behält.
Handbuch und Beilagen Umfangreiches Handbuch, schön zum Blättern, viele Bilder. Dafür fehlen seperate Checklisten
Außenmodell, Texturen und Animationen Beide Außenmodelle sind gut gelungen, die Texturen sind etwas unscharf, Animationen flüssig aber nichts besonderes
Performance Mosquito und die RAF Base machen keine Probleme, die Lancaster braucht ungewöhnlich viel Leistung
Virtuelles Cockpit / Kabine Gute Modellierung, teilweise unscharfe Texturen, Gauges ruckeln stark. Die Kabine der Lancaster ist gut gelungen.
Flugeigenschaften Wie man sie erwartet bei alten Maschinen.
2D-Panel Etwas langweilige Texturen, genügend Unterpanele, ruckelfreie Gauges
Innovativität keine
Sound Gut gelungen, aber nichts besonderes
Spaßbewertung/Langzeitmotivation Die Mosquito ist ein schöner Sonntagabendflieger, Scampton eine ordentliche Szenerie die für alle Militärflusianten interessant sein dürfte, die Lancaster gefiel durch die Gauges im Virtuellen Cockpit nicht so sehr.
     
Gesamtbewertung  
     
Auszeichnungen    
keine  
 

 

David Kusserow für flugsimulation.com | Druckversion | Veröffentlicht am 09.05.2009 | Counter: 2734 Besucher

Kommentare
Zu dieser Review gibt es noch keine Kommentare.

 

Kommentar schreiben
Name:*
E-Mail:*
Kommentar:*
Max. 1000 Zeichen
Bitte abtippen:*


Die eMailadresse wird nur intern verwertet und nicht an Dritte weitergegeben!

Vereinbarung über die Nutzung des Kommtarbereichs:
Mit dem Abschicken seines Kommentars aktzeptiert der Autor, keine Inhalte mit illegalen Inhalten zu posten, speziell auch nicht mit solchen, die auf File-Sharing von Payware hinweisen. Solche Kommentare könnten auch den Herstellern gemeldet werden. Die IP-Adresse des Posters wird in der Datenbank gespeichert.