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Review: Aerialfoundry's F/A-18 Hornet Version 2.0

 

Titelbild

ALLE MURMELN BEISAMMEN?
Seit einiger Zeit ist nun Aerialfoundry’s beliebte Hornet-Familie nicht mehr nur ab der Herstellerseite, sondern auch auf www.simmarket.com erhältlich, dessen bekanntes und gut funktionierendes Verkausfssystem vielen neuen Kunden den einfachen Zugang zur F/A-18 ermöglichen kann.
Mit der Veröffentlichung der Version 2.0 der Hornet-Reihe von Aerialfoundry wurde dieses Projekt nun abgeschlossen und, wie mir Dean Reimer persönlich erklärt hat, hat er so lange an der Hornet herumgewerkelt, dass er im Moment ziemlich genug hat von diesem Flugzeug. Schade, denn man hätte die Modelle mit wenigen Handgriffen sogar noch besser machen können - aber schlussendlich ist das Paket schon so sehr umfassend und ansprechend.

Alle im Verkauf befindlichen Versionen sind nun auf den Standard 2.0 gepatcht, und für Piloten der ‚alten’ Versionen stehen auf der Herstellersite www.aerialfoundry.ca die entsprechenden Patches zum freien Download bereit, damit auch sie die aktuellste Version der Hornet geniessen können. Zu bemerken ist hier, dass für jede der drei Versionen wiederum ein eigenständiger Patch heruntergeladen muss.
Die Installation des Patches erweist sich, wie auch schon die Installation der Originalmodelle selbst, als sehr einfach: Doppelklick auf’s Exe-File und los geht’s! Einen Tipp hier noch am Rande: Falls Ihr zusätzliche Repaints installiert habt, macht Ihr am besten eine Sicherungskopie Eurer aircraft.cfg, damit Ihr die entsprechenden Teile einfach wieder ins vom Patch veränderte aircraft.cfg reinkopieren könnt. Ich hab das z.B. nicht gemacht und musste deshalb meine eigenen Repaints herunterladen und frisch installieren. Selber schuld...

Nach Erscheinen der Version 2.0 konnte ich nun auch die US Navy/Australia-Varianten der Hornet testen und habe die Maschine deshalb für den Einsatz ab Flugzeugträgern aufgerüstet. Dazu aber mehr später...

Mit Mk.82 Bomben beladene F/A-18C der VFA-88 „Sidewinders“ startbereit auf de Katapult eines Trägers

SO, WHAT ELSE IS NEW?
Laut etwas wagen Angaben auf Aerialfoundry’s Homepage, verändert der Patch das Flugverhalten und vor allem den Treibstoffverbrauch leicht, um der Realität noch etwas näher zu kommen, korrigiert einige Fehler am Panel und fügt zum Teil auch weitere Zuladungs-/Bemalungsvarianten gegenüber Version 1.0 hinzu. Doch was merkt man davon?

Nun, fliegerisch fallen die Veränderungen kaum auf, denn sie scheinen nur Aspekte zu betreffen, die nicht sehr gut „erfühlbar“ sind: Bei meinem oft chaotischen und aggressiven Flugstil etwa merke ich nicht leicht, ob die Hornisse nun ein zwei Gallonen mehr virtuellen JP-4 verbrennt als vorher. Auch bezüglich Aussenmodell und Varianten hat sich nichts merklich verändert, denn die „neuen“ Aussenlasten-Konfigurationen sind lediglich neue Kombinationen alter Bemalungen mit alten Zuladungen, oder bestenfalls ‚ne neue Bemalung. Schade eigentlich, denn genau hier lagen ja die grossen Mängel der Version 1.0: mit wenig Nacharbeit an den spielzeugartigen Aussenlasten etwa hätte man hier vielen eine grosse Freude machen können. Auch verpasst wurde die Chance, der Hornet eine authentische Geräuschkulisse zu verschaffen, denn auch 2.0 verwendet den öden, unpassenden Learjet-Sound.

Die grösste Änderung findet man im Cockpit: Wo früher alles noch grün angezeigt war, hat der grüne Look bei den Triebwerksinstrumenten nun dem (authentischen) Orange Platz gemacht, und das Panel wirkt dadurch noch etwas realistischer. Weitere Änderungen im Panelbereich betreffen die Programmierung einzelner Gauges, aber die sind auch wieder so gering dass man sie gar nicht spürt. Auch hier hätte man noch mehr machen können, aber warten wir mal ab was die Paneldesigner noch so alles bringen werden...

„Uhrwerk Orange“: Die Triebwerksinstrumente wurden authentisch eingefärbt...

DAS DRITTE PAKET: YANKS UND AUSSIES
In meinem ersten Review von Aerialfoundry’s Hornet habe ich die Versionen der Blueangels sowie Kanada, Finland und Schweiz behandelt. Das dritte Set “US and RAAF FA-18 Hornet Military Pack v2.0” enthält mehrere F/A-18C & D der US Navy und dem US Marine Corps sowie mehrere F/A-18A und B der Australischen Luftstreitkräfte.
Auch dieses Paket zieht den qualitativ hohen Stand konsequent durch und wartet mit vielen verschiedenen Optionen auf: Den vielen verschiedenen Bemalungsvarianten liegen auch wieder unterschiedliche Zuladungen bei, die z.B. AGM-88 HARM Antiradar-Flugkörper, AGM-84 Harpoon Seezielbekämpfungslenkwaffen oder Mk.84 und Mk.83 Bomben umfassen.
Die Amerikanischen Hornissen sind übrigens auch mit den sogenannten „Bird-Slicer“ (‚Vogeltranchierer’) ausgerüstet. Dabei handelt es sich um fünf klingeartige Antennen für die Freund/Feind-Erkennung die direkt vor dem Cockpit angeordnet sind. Zudem fehlen wie beim Original die grossen Scheinwerfer auf der linken Rumpfseite, die bei einigen Exportversionen für die Identifikation abgefangener Flugzeuge verwendet werden.
Neben den ‚handelsüblichen’ grau getarnten Kampfmaschinen finden sich auch in diesem Set wieder recht spannende bunte Vögel wie etwa die Australische Spezialbemalung zum 20. Jubiläum der Hornet mit Känguru-Wappen oder den exotischen Top-Gun Maschinen, die nach „Flanker-Art“ bemalt sind und bei der berühmten Luftkampfschule den Feind darstellen. Zudem enthält das Paket eine attraktive Testmaschine der NASA. Die Farben sind übrigens hier wesentlich besser getroffen als etwa bei den Finnischen und Schweizer Maschinen, denn die Amerikaner fliegen eben mit viel dunklerem Tarnanstrich.

Bad Boy: Top-Gun Hornisse gibt sich als Su-27 Flanker aus...

 

PIMP MY HORNET...
Die Hornet lässt sich mit ein paar Änderungen noch etwas aufpolieren, etwa indem zusätzliche Effekte eingefügt werden oder durch Installation von Gauges, die den Betrieb ab Flugzeugträgern ermöglichen. Wie ich meine Hornissen noch etwas aufgebohrt habe findet man in der folgenden Zusammenstellung: (ACHTUNG: diese Änderungen könnten zum Teil zu Problemen mit dem Produkt führen! Nachmachen auf eigene Verantwortung! Bitte speziell von aircraft.cfg sowie panel.cfg und sound.cfg vorher eine Sicherungskopie anfertigen!!!)

1) Ablösungen
Wer die F/A-18 schon mal an einer Airshow gesehen hat kennt sie, die dicken fetten Ablösungen, die im engen Kurvenflug von den vorgezogenen Flügelwurzeln (Strakes) ausgehen! Diese erscheinen, weil die Luftfeuchtigkeit wegen dem hohen Druckunterschied zwischen Ober- und Unterseite der Strakes spontan auskondensiert. Nur erscheinen sie bei Aerialfoundry’s Jet leider nicht, und nur an den Flügelspitzen sieht man ab und zu dünne Ablösungen. Meinen 18ern habe ich die entsprechenden Effekte von Kirk Olson’s Viper eingebaut: Man versichere sich zuerst ob die Dateien fx_kvapor.fx und fx_kvapor_alt.fx im Ordner .../Flight Simulator 9/Effects vorhanden sind (wenn nicht am besten schnell Kirk’s Viper (USVIPER.ZIP) installieren), und dann die aircraft.cfg folgendermassen abändern:

Aus:
[smokesystem]
smoke.0 = 0, -13, 19.5, fx_contrail_s
smoke.1 = 0, -13, -19.5, fx_contrail_s

wird:
[smokesystem]
smoke.0 = 0, -13, 19.5, fx_contrail_s
smoke.1 = 0, -13, -19.5, fx_contrail_s

smoke.2= 50, 1.0, -4.0, fx_kvapor.fx
smoke.3= 50, 1.0, -6.0, fx_kvapor.fx
smoke.4= 50., 1., 4.0, fx_kvapor.fx
smoke.5= 50., 1., 6.0, fx_kvapor.fx

smoke.6= 10., 1., 6.0, fx_kvapor_alt.fx
smoke.7= 10., 1., 7.0, fx_kvapor_alt.fx
smoke.8= 10., 1., -6.0, fx_kvapor_alt.fx
smoke.9= 10., 1., -7.0, fx_kvapor_alt.fx

2) Sound
Wem der standardmässige Learjet-Sound nicht zusagt hat verschiedene Alternativen wie etwa 1) der Kauf eines Payware Sounds wie Alphasim’s „Ultimate Jet Sounds“ oder das speziell für die Hornet erstellte Soundfile fajsnz.zip von Skysong Soundworks (auf www.flightsim.com erhältlich), oder 2) einen Sound eines anderen Freeware-Jets zu kopieren. Meine Hornisse fliegt momentan mit dem Sound von Kirk Olson’s F-16 Viper - also sollte diese auf dem PC installiert sein.
Es gibt ja grundsätzlich zwei Möglichkeiten, den Sound des einen Flugzeugs bei einem anderen zu verwenden: Entweder man kopiert den ganzen Sound-Ordner vom einen Flieger zum anderen, oder man ändert den Eintrag in der sound.cfg des Modelles das neu den Sound des anderen verwenden soll. Die sound.cfg erhält in solchen Fällen nur den Eintrag:

[fltsim]
alias=XY\sound

...wobei ‚XY’ für die Bezeichnung des für den Sound zu verwendenden Flugzeugs ist.
Ich empfehle die erste Variante (obwohl so mehr Speicher belegt wird), denn so bleibt der Sound auch erhalten wenn das „Spenderflugzeug“ mal entfernt werden sollte.

Damit die Hornet richtig brüllt braucht sie einen anderen Sound verpasst! Hier ein Australischer Zweisitzer beim Spielen...

3) Repaints
Auf Freeware-Seiten wie www.flightsim.com oder www.avsim.net sind viele sehr schöne zusätzliche Repaints für die verschiedenen Varianten von Aerialfoundry’s Hornet erhältlich. Diese stellen meist Flugzeuge der US-Streitkräfte dar, aber auch Spanier, Finnen und Schweizer sind zu finden.
Zur Installation jeweils bitte genau die entsprechenden Readme-Dateien durchlesen! Die Repaints lassen sich übrigens auch zwischen den drei Varianten austauschen! Wer also unbedingt mal sehen möchte wie eine Schweizer Hornisse mit Bomben aussehen würde, muss lediglich die entsprechenden Repaints resp. Modelle neu kombinieren.

4) Einsatz ab Flugzeugträger
So richtig Freude kommt auf wenn man die Hornet in ihrer natürlichen Umgebung fliegt! Also lasst es Euch nicht entgehen, die Maschine trägertauglich zu tunen!
Praktischerweise hat Aerialfoundry den dazu benötigten [Tailhook]-Eintrag in der aircraft.cfg bereits drin, der die Hornet mit dem (sichtbaren und animierten) Fanghaken ausrüstet. So müssen lediglich die für den Trägerbetrieb benötigten Gauges ins Panel eingebaut und ein funktionsfähiger Träger installiert werden. Dazu nehme man direkt ab www.flightsim.com:

- Gauges: Carrier Operations Package 2 (rcbco-20.zip) von Rob Barendregt und Doug Dawson
- Carrier: HMNZS Waikato (waikato1.zip) fiktiver aber schön gemachter Neuseeländischer Flugzeugträger von Saveri Reveti
- Carrier: 18 Carriers package (CAR2004A.ZIP) von Rich Hogen
- Tool: RCBCO Additional Carriers (rcbco_up.zip) von Todd McKee (fügt den 18 Trägern sowie dem Default-Träger vor San Francisco Katapulte und Landezonen hinzu)

Bitte dazu die jeweiligen Installationsanleitungen genau durchlesen, denn diese Installationen sind nicht ganz unkompliziert...
Und nach der Installation heisst es dann üben, üben und nochmals üben, denn so eine Landung auf einem „schwimmenden Fussballfeld“ ist schon eine andere Herausforderung als die Landung in Los Angeles International mit einer Cessna 182...

“Wave off! Wave off!!!” - zu hoch und schlecht ausgerichtet: die Trägerlandungen erfordern Fingerspitzengefühl und Erfahrung...

FAZIT
Zusammenfassend ist meinem bereits erschienenen Review zu Aerialfoundry’s Hornet-Familie kaum mehr etwas hinzuzufügen: Auch Version 2 besticht durch die selben tollen Flugeigenschaften und das grossartige Modell, weist aber - trotz geringer Verbesserungen - auch noch die selben kleinen Mängel auf.
Freunde moderner Militärflugzeuge und speziell Fans der Hornet sollten unbedingt zugreifen, denn nach wie vor ist die Aerialfoundry- Hornet eine der besten Umsetzungen eines Modernen Kampfflugzeugs für den Microsoft FlightSimulator, dem mit einigen Handgriffen noch ein gewaltiger Spassfaktor beigefügt werden kann!

 

Mehr Infos zu den Paketen im Simmarket.

Zur Review der 1. Version ->>

Kurz nach dem Katapultstart: Nase hoch und schnell weg vom verderblichen Nass!

Precontact Position: Schwer mit fallverzögerten Mk.83 Bomben behängter Australier bereit zur Luftbetankung. Beachte den „Bird-slicer“ vor dem Cockpit...

Alles muss raus! Gut, der Tankstutzen wäre für die Landung nicht nötig gewesen...

Bunter Hund: So feierten die Australier das 20. Jubiläum der Hornet in ihren Diensten...

Bugging out: Die F/A-18 dreht Richtung Sonneuntergang ab...

Markus Schindler für flugsimulation.com | Markus Webseite | Veröffentlicht am 17.11.2005 | Counter: 9617 Besucher

Kommentare
von knutfighter
geschrieben am 23.04.2009 um 13:04:02
super gut weiter so

 

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