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German Airports 3 Vol. 1 und 2

Kaum ist die erste Schneewelle in Nord und Süd angerollt, wollen auch schon die meisten Virtuellen Piloten wieder in den Süden oder, gerade wegen dem Schnee, einen Anflug bei Schlechtwetter wagen.
Diesen Nutzen sah auch das German Airports Team und so wurden passend zu Weihnachten, die ersten Flughäfen der neuen German Airports Reihe veröffentlicht. Dabei handelt es sich um Flughäfen der Reihe German Airports 3.
Volume 1 besteht aus Hamburg und Lübeck, Volume 2 aus Düsseldorf und Mönchengladbach.

Kauf & Installation
Der Kauf der Szenerie- Teilen erfolgt über Simmarket oder den Aerosoft Online Shop. Das gesamte GAP 3 Paket wird dann auch als Box angeboten. Der Preis liegt bei 13€ für einen Teil. Die Downloadgröße von rund 20 MB, ist also auch für
Nicht- DSL Nutzer geeignet. Ein bekanntes Spiel hat es vorgemacht. Für die Installation muss eine Internetverbindung bestehen. Damit will Aerosoft vor allem Softwarepiraten abschrecken. Nach der Installation ist dann keine manuelle Einbindung in den Flugsimulator mehr nötig. Ebenso wird das File für den künstlichen Verkehr automatisch mitinstalliert.

Handbuch & Charts
In gewohnter Qualität liefert Aerosoft auch 2- sprachige Handbücher im pdf- Format mit. Ebenso finden sich auch alle Charts der Flughäfen, was im Vergleich heutzutage eher eine Seltenheit ist. Auch finden sich Informationen über Installation, die Flughäfen und der Benutzung der Gates in Hamburg.


Die Flughäfen in der Realität

Hamburg

Der Flughafen wurde 1911 als Zeppelinfeld gegründet. Während dem 1. Weltkrieg wurde er jedoch fast restlos zerstört. Danach stiegen die Passagierzahlen kontinuierlich an. 1923 bekam er als erster deutscher Flughafen eine Funkstation.
1929 gibt es etwa 80 Ziele, 20 davon im Ausland. Bis 1939 werden stetige Ausbauten notwendig, um dem großen Passagieraufschwung Stand zu halten.
Mit Beginn des 2. Weltkriegs kommt auch der Flugbetrieb zum Erliegen.
Jedoch bleibt der Hamburger Flughafen während des Krieges beinahe unversehrt, im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Flughäfen. Mit Ende des Kriegs steigen auch wieder die Flugverbindungen an. Für die Briten war Fuhlsbüttel die wichtigste Basis für die Berliner Luftbrücke. Es folgen Jahre des Aufschwungs. Und so kann am 2. März nach weiterem Ausbau die erste Boeing 707 auf dem Flughafen landen. 1964 wird der Bau der 2. Landebahn abgeschlossen. Hamburg wird interkontinental! Im März 1970 landet die 747 zum 1. Mal in EDDH, wie der ICAO- Code für Hamburg Fuhlsbüttel lautet.
350 Millionen Euro werden in das Konzept HAM21 investiert. Ein Bauprojekt, das in 5 Schritten bis in das Jahr 2007 hineinragen soll. Heute ist Hamburg unter den 5 größten Flughäfen Deutschlands. Mit 9,5 Mil. Passagieren im Jahr werden auch Ziele in aller Welt angeflogen. Erst vor kurzem gab Continental eine Verbindung in die USA bekannt. Und Emirates planen Flüge nach Dubai. So steht einer Fortsetzung des ständigen Aufschwungs eigentlich nichts mehr im Wege.

Lübeck

Der kleine Regionalflughafen unweit von Hamburg wurde 1916 in Blankensee errichtet. 1926 bestand die Lufthansa Route nach Kopenhagen.
Im Jahre 1930 dann ein Tiefpunkt für den Flughafen, der fortan nur als Acker der Bauern diente. Kurz darauf wurde er jedoch wieder von der Luftwaffe als Fliegerhorst reaktiviert. Nach dem Krieg besetzen dann auch hier die Briten das Gebiet. Bis zu 100 Einsätze am Tag fliegen die DC-3 Maschinen auf verlängerter Bahn nach Berlin von Lübeck aus. 1957 starten die ersten Charterflüge nach Schweden. Und zwischen 1972 und 1975 besuchen einige „Exoten“ wie YAK-40 den Flughafen im Liniendienst. Das Instrumentenlandesystem (kurz ILS) wird 1993 eingeweiht. 1996 geht es im Charterverkehr nach Malta, Istanbul, Kreta und Mallorca. Heute fliegt Ryanair regelmäßig London an. Das Terminal ist vergrößert, im Sommer ist das Vorfeld oft voller Charterflugzeuge und die Landebahn soll erneut verlängert werden. Rund
600 000 Passagiere fliegen ab hier in den Urlaub.

Düsseldorf

Der Flughafen wurde 1926 gegründet. Es folgte eine ständige Vergrößerung des Geländes bis 1933. 3 Jahre darauf beanspruchte die Luftwaffe den Platz für sich und stationierte dort einige Flugzeugstaffeln. Der zivile Luftverkehr wird eingestellt.
Während dem Krieg fällt der Flughafen mehreren Bombenangriffe zum Opfer. Beinah alle Gebäude werden zerstört. Nachdem Konflikt wird er zum Flüchtlingslager der Vertriebenen. 1948 wird beschlossen, dass der Flughafen wieder zivil nutzbar werden soll. Eine Nord-Süd Bahn, sowie ein Abfertigungsgebäude wird gebaut. 1952 bestehen bereits Flugverbindungen nach Kanada, Indien, Brasilien.
1955 wird die heutige LTU gegründet. Sie war maßgeblich an dem Aufschwung des Flughafens beteiligt. Das erste Strahlflugzeug landet 1956 aus Mallorca aus in DUS.
So werden bis heute hin ständig Erweiterungen am Flughafen vorgenommen.1996 erleidet der Flughafen einen herben Rückschlag. Am 1. April kommt es zu einer tragischen Brandkatastrophe, bei der 17. Menschen ihr Leben verlieren. Die Folge war, dass das gesamte Abfertigungsgebäude unbrauchbar wurde. Der Betrieb wurde folglich provisorisch in riesigen Zelten aufrechterhalten. So wurde das Bauprojekt „Airport 200 plus“ völlig umgesetzt. Heute ist Düsseldorf Rang 3 unter den deutschen Flughäfen. Mit 14,3 Millionen Passagieren wohl auch der größte Charterflughafen in Deutschland.

Mönchengladbach

Entstanden ist der Flughafen im Jahre 1955. zwei Jahre später folgte dann der Tower und ein Abfertigungsgebäude. 1990 eröffnete die Germany Flight Acadamy ihre 737- Simulatoren hier direkt am Flugplatz. 1993/1994 wechselte der Betreiber. Fort an war die Flughafen Düsseldorf GmbH die Betreibergesellschaft. 1996 und 1998 wurden die Instrumentenlandesysteme in betrieb genommen. Nach der Brandkatastrophe fliegen viele Regionalgesellschaften MGL als Ausweichflughafen an. Debonair eröffnete Routen nach London, Barcelona, Madrid, Rom und Kopenhagen. Zum Einsatz kamen BAe 146.
Aktuelle Anflugsziele ab EDLN sind: Kattowitz, Heringsdorf/Usedom, Sylt/Westerland.
Die Zukunft wird M’gladbach eine verlängerte Bahn bringen. Dann ist auch ein größere Flugplan zu erwarten. Und eine Steigerung der 191.000 Fluggäste im Jahr.

Die Flughäfen



Ich werde mich nun den Flughäfen widmen. Jedoch nicht individuell, sondern alle zusammen.
Zunächst schaue ich mir eine kleine Flugroute aus mit der ich alle 4 Flughäfen bereisen kann. Meine Wahl fällt schließlich auf eine ATR-42. Und so geht es von Hamburg nach Düsseldorf, von dort nach Lübeck, und von der Hansestadt zurück nach Mönchengladbach. Zu Beginn schaue ich mir jedoch die Flughäfen von oben an. Und wirklich, jeder dieser Plätze fügt sich, zu jeder Jahreszeit, nahtlos in die Standartszenerie ein. Verglichen mit realen Luftaufnahmen der Flughäfen, kann ich auch nur bestätigen, dass die Flughäfen im Flugsimulator identisch sind.
Kommen wir zum Eigentlichen, den Flügen. Wir betreten das Hamburger Terminal. Das neue Terminal wurde bereits nachgestellt, ebenso das größte Parkhaus in Hamburg.


Die Terminals sind sehr schön dargestellt. Die Texturen sind überall photoreal, und oft zeigen sie auch einen Einblick in das Abfertigungsgebäude.
Unser Flugzeug steht auf einer Außenposition. Diese wurden ebenso vollständig nachgebildet. Nun, ich denke, etwas Weitere was die Vollständigkeit betrifft ist Fehl am Platz, da alles vollständig ist! Von daher widme ich mich den Gebäuden an sich. Gerade in Hamburg gibt es sehr viel verschiedene Gebäude. Der markante gelbe Tower sieht sehr schön aus (über das Aussehen des Kontrollturms in der Realität lässt sich sicher streiten). Die großen Hangar Hallen der Lufthansa Technik, Feuerwache, Terminals, alles wurde aufwendig erstellt.






Die Bodentexturen sind gut umgesetzt. Man merkt dass sich hier etwa getan hat. Bei Nacht wirkt der Flughafen ein wenig zu dunkel. Das Licht ist ein wenig zu sanft. Rollwege und Startbahn sind jedoch sehr gut beleuchtet. Trotz allem erstrahlt der Flughafen Hamburg trotzdem!

Weiter nach Düsseldorf. Erst neu erschienen, kann man nur sagen, dass man beinahe vom Hocker fällt! Die Texturen der Gebäude, die statische Szenerie und vor allem die Bodentexturen, setzen Düsseldorf die Krone auf. Die Aprontexturen gleichen der flytampa Szenerien. Vermitteln jedoch den deutschen Flair. Gerade der neue Tower und der neue Flugsteig C wurden so umgesetzt, dass man ja noch förmlich den neuen Beton riechen kann.


Viele Details warten hier auf den Piloten. Und momentan gibt es wohl keinen besseren umgesetzten Flughafen der GAP- Reihe.

Hier seht ihr die größte Neuerung gegenüber der Volume 1. Die statischen Flugzeuge wurden komplett überarbeitet und sind bis auf kleine Ausnahmen sehr gut erstellt.

Die folgenden Aufnahmen zeigen euch, dass wirklich alles da ist!

Wenn es dunkel wird, gehen die Sterne über Düsseldorf auf. Die Nachttexturen sind, man kann es nicht anders sagen, phänomenal. Einzig kleines Manko, die Besucher auf der Terrasse befinden sich dort auch noch in der Nacht! Die Lichter erscheinen auch nur wenn man sich in der Nähe befindet. Dass spart Performance, die deswegen überall gleich gut ist!

Wir verlassen begeistert den Flughafen im Rheinland und begeben uns wieder in den Norden.

Deutlich kleiner geht es hier in Lübeck zu. Der Apronbereich ist sehr klein, und beinahe bekommen wir unser Flugzeug gar nicht geparkt, da uns die 737 der Ryanair den Weg versperrt. Dies ist jedoch auch so wenn es Sommer ist, denn dann ist hier auch etwas los. Wir gehen in die kleine Kneipe „Bruchpilot“ die gegenüber des Terminals liegt.

Nach dem Orangensaft gehen wir zurück und genießen die hellen Töne des Flugplatzes. Dann setzen wir uns in eine Cessna und drehen eine Platzrunde!

Der Flughafen besitzt sogar eine Terrasse, auch hier scheint sie 24 Stunden geöffnet zu haben. Lediglich ist auch hier der Rauch der Schornsteine für die dunkle Nacht zu hell. Aber dass sind Peanuts.

Ferner verschlägt es uns jetzt zurück nach NRW. Als wir ankommen, fällt uns bereits im Anflug die Galopprennbahn auf, auf der sich selbst im Winter die Pferde „vergnügen“. Der Flughafen ist von der Fläche vielleicht etwas größer als Lübeck. Und es lässt sich auch hier sehr viel wieder erkennen. So zum Beispiel das Trainingsgelände der German Flight Acadamy. Der Apron für die Linienflugzeuge ist sehr klein, so stellen wir uns neben die Global ATR und erkunden den Flughafen zu Fuß. Die Texturen sind auch hier sehr schön. Und man bekommt am Tag, wie auch in der Nacht das „Regio- Feeling“. Dieser Airport ist ebenfalls sehr gut gelungen.

Fazit

Das Fazit fällt schlichtweg sehr gut aus! Nirgends gibt es schwerwiegende Bugs. Die Texturen am Tage sowie in der Nacht sind führend! Die Performance ist unglaublich gut, hier gibt es keine Abzüge. Anfangs als ich nur über die Volume 1 verfügt hatte, war mir nicht klar wie ich es halten sollte mit der Bewertung. Zwischen Volume 1 und 2 hat sich jedoch einiges getan. Und man kann sagen dass Volume 2 dazu beigetragen hat, dass Aerosoft hier alle Sterne abräumt. Lediglich bei Volume 1 hätten die statischen Flugzeuge schöner designed werden können. Auch die Bodentexturen speziell in Hamburg hätten eine Idee realistischer gemacht werden können. Bei Düsseldorf und Gladbach sind sie einwandfrei. Auch findet man, typisch für die GAP überall Flughfenfahrzeuge und Objekte. Busse fahren auch umher. Und die Flughäfen mit Gangways verfügen auch über originale Andockhilfen. In Düsseldorf finde ich lediglich schade, dass die Gangways nicht an das Flugzeug andocken, wie es in Hamburg der Fall ist, zwar geschieht dass nicht fließend trotzdem ist es immer schöner wenn die Passagiere nicht aus dem Flugzeug springen müssen. Leider bewegt sich der Sky-Train in Düsseldorf nicht von Terminal zu Bahnhof und zurück wie das in LTU 2001 der Fall war. Nichts desto trotz kann man schlichtweg sagen, die Produkte sind perfekt, und die German Airports Kollektionen lassen gespannt auf sich warten. Ich frage mich nur, ob Aerosoft ebenfalls die 4 neuen Airports (Niederrhein, Hamburg Finkenwerder, Usedom und Essen) in die Kollektion aufnimmt, wie es einmal im Gespräch war.

Dies war ein kleines Preview auf die gesamte Kollektion

German Airports 3 Vol. 1 und 2 erhalten 10 von 10 Sternen

**********

Detaillierte Bewertung

PRO
+ Bodentexturen
+ Vollständigkeit
+ Performance
+ AFCAD voll funktionierend
+ Gebäudenachbildung
+ Andockhilfen
+ Andocken der Gates in Hamburg
+ Nachttexturen

CONTRA
- Statische Flugzuge in HAM lassen zu Wünschen übrig
- Bodentexturen in Hamburg nicht so gut wie in DUS
- Sky-Train in DUS bewegt sich nicht
- Gates in DUS docken nicht ans Flugzeug

Michael Jörg für flugsimulation.com | Michi eine Mail schreiben | Michi im Impressum

Kommentare
von fick dickj
geschrieben am 17.07.2009 um 12:36:33
deine moi ihre freundin

 

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