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Flightsim Commander 7.4

 

Einleitung:
Schon seit mehreren Jahren gibt es sehr viele verschiedene Flugplanungsprogramme für den Flugsimulator. Zu nennen sind da der FsNavigator, FsBuild, PM Flight Planner und eben der in diesem Review betrachteten Flightsim Commander. Dieser nun schon in der Version 7.5 verfügbare Flugplanner umfasst alles, was man für eine gute Flugplanung benötigt: Kartendarstellung, Treibstoffkalkulation, Prozeduren und einer sehr guten “Routenfindungsroutine”. Fangen wir jedoch direkt beim Anfang an, und zwar bei der...

Installation:
Der Flightsim Commander kann bei Aerosoft als Boxed Version für 35.99€ gekauft werden. Nach der Bestellung bekommt man eine ca. DVD-Box große Schachtel, worin man ein CD samt Key als auch ein gedrucktes 61 seitiges Handbuch im Din-A5 Format vorfindet. Jetzt dachte ich, man müsste eigentlich nur das Programm von der CD installieren und könnte es direkt benutzten. Leider war dem nicht so.
Man muss zuerst den “FSC7 Database Manager” ausführen. Dieser “Manager” möchte als Navdata Basis die DAFIF Files haben. Leider hat dies mittlerweile einen Haken: Die DAFIF Daten werden in Zukunft nicht mehr verfügbar sein. Somit fällt im Moment ein Update des Airac leider aus. Aber man kann sicher sein, dass sich hier noch was tut, zumindest hoffen wir das. Nun gut, weiter geht es mit dem Database Manager. Jetzt, nachdem man erfolgreich das DAFIF File heruntergeladen hat, installiert man es durch drücken auf die obere Butttons (s. Bild).


Der Datenbank Manager

Benutzeroberfläche (GUI) und Flugplanung:
Nach der erfolgreichen Installation des Tools können wir es uns betrachten. Direkt beim Start wird man gefragt, welcher Flughafen zentriert auf der Map dargestellt werden sollen. Natürlich stecht uns direkt diese Map ins Auge, so dass wir uns doch mal die Informationen, die sie wiedergeben kann, anschauen. Die Kartendarstellung zeigt zum einen die Landebahnen eines Airports und den ILS Leitstrahl der Runways samt Frequenz, Kennung, Kurs und CAT-Zulassung. Auch stellt die Karte dar, wie die Airways verlaufen, für welche Höhen sie zugelassen sind, welcheWegpunkte auf ihnen liegen und ob es “Einbahnstraßen” sind, d.h. das diese Airways nur in einer Richtung beflogen werden dürfen. Bei den VORS und NDB stehen genauso wie beim ILS die Kennung und die Frequenzen direkt unten drunter. In Verbindung mit der FSUIPC wird auch die aktuelle Position des Flieger mit Heading und Geschwindigkeit dargestellt. Das ist besonders sinnvoll, wenn man den FSC über WideFS über einen zweiten Rechner laufen lassen will bzw. einen zweiten Monitor besitzt. Wenn man mit der Maus an den linken Rand der Map geht erscheint eine Leiste, worin man einzelne Kartendetails deaktiveren bzw. aktivieren kann. Auch kann man sich den AI-TRaffic auf der Karte anzeigen lassen. Die Labels der AI-Flieger enthalten sogar zusätzliche Informationen wie Zielflughafen, Rufzeichen usw.


Die Benutzeroberfläche des Flightsim Commanders

Wenden wir uns nun der Flugplanung zu. Diese ist anfangs nicht sehr leicht zuverstehen, aber mit ein bißchen Einarbeitung kann man sie sehr gut und sehr schnell beherrschen. Um einen Flugplan zu erstellen muss man auf das Symbol links neben “Select Airport” klicken. Dadurch öffnet sich ein zusätzliches Fenster, worin man die Wegpunkte einfügen kann. Die Autoroutefunktionen sind aber erst verfügbar, wenn man über die Map den Start-und Landeflughafen auswählt. Alternativ kann man das auch über “Select Airport” tun. Jetzt kann man über die Autoroutefunktionen sich entweder einen Navaid-Plan (nur Wegpunkte, ohne Airways), einen Low Altitude Plan (normaler Flugplan auf niedrigem Flightlevel) oder einen High Altitude Plan (normaler Flugplan auf höheren Flightlevel). Natürlich kann man auch Manuel einen Plan erstellen, jedoch sollte man dabei beachten, dass keine Airways angegeben werden. Man kann diese aber über den Menüpunkt “Flight Plan” - “Add Airway Waypoints” noch hinzufügen. Das Tool ermöglicht auch das verwenden von SID und STARs, nur leider gibt es damit ein Problem beim Autorouting: Das Programm sucht sich leider keine passende Routen aus, so dass man direkt mit einer Sid darauf zu fliegen kann. Entweder muss man ein DIRECT auf die Luftstraße in Kauf nehmen oder den FP nacheditieren. Flightsim Commander ermöglicht es auch, einzelne Routesegmente zu speichern und wieder zu laden, was auf häufig benutzten Routen sehr nützlich sein kann. Natürlich kann man die geplante Route in Form eines Navlogs ausdrucken. Ansonsten gibt es zu diesem Thema nicht mehr zu sagen, so dass wir uns den...


Die Benutzeroberfläche mit Verbindung zur FSUIPC

Nebenfunktion / Features zu wenden:
Im ersten Teil haben wir uns der Flugplanung alleine gewidmet. Aber der Flightsim Commander kann noch mehr, z.B. stellt das Programm ein Logbook, eine Blackbox, einen “Autopiloten”, eine Flughafenvorschau und Prozeduren für den User bereit. Befassen wir uns erstmal mit dem Autopiloten. Dieser steuert über die FSUIPC den Standardautopilot des Flugsimulators und lässt ihn dadurch die Route abfliegen, die Höhe halten usw. Er besitzt alle Standardoptionen, die ein AP haben sollte. Auch verfügt er über ein “Direct-to” Modus, mit dem man bestimmte Wegpunkte direkt anfliegen kann. Als nächstes betrachten wir uns die Flughafenvorschau. Doch was genau ist darunter zu verstehen? Nun, der Flightsim Commander ermöglicht es, den Benutzer jeden Airport auf der FS Welt zu betrachten, sei Groundlayout, Frequenzen, grundlegende Informationen wie ILS, Runways und die verfügbaren Parkpositionen. Sehr praktisch.

Als ein weiteres Features gibt noch die Möglichkeit, die An-und Abflugsrozeduren für jeden Flughafen abzurufen kann. Diese kann man sich anschauen und ausdrucken. Über das Holdingmenü kann man sich an jedem Wegpunkt seines Flugplanes ein Holding einfügen, welches speziell konfiguriert werden kann bzgl. der Dauer und Lage.


Das Prozedurenfenster, welches man auch ausdrucken kann

Für diejenigen unter uns, die gerne ihren Flug nochmal anschauen wollen verfügt der Flightsim Commander über eine sogenannte Blackbox. Das bedeutet, dass das Tool in regelmäßigen Abständen die aktuellen Daten über die FSUIPC erfaßt und in einem File zwischenspeichert. Dieses File kann man dann zu jedem beliebigen Zeitpunkt wieder abrufen. Die Steurung von dieser Wiedergabe ist unkompliziert, man drückt einfach nur die Pfeiltasten und das angezeigte Flugzeug bewegt sich auf der von uns geflogenen Flugroute. In der unteren Hälfte des Darstellungsfenster zeigt ein Diagramm die Flughöhe zu der wiedergegebenen Flugposition an.


Die Blackboxfunktion erlaubt die Darstellung der geflogenen Route auf der Karte

Zu guter letzt schauen wir uns noch das Flightlog an. Hier erfaßt der FSC alle wesentliche Daten des Fluges wie z.B. das Callsign, der Flugzeugtyp, der durchschnittliche Treibstoffverbrauch, das FOB vor dem Start und nach der Landung, die Distanz der Route, die durchschnittliche Groundspeed usw. - um es kurz zu fassen: Es werden die wichtigsten Daten ausgelesen und gespeichert.
Damit wären wir durch die Zusatzfunktionen durch, betrachten wir uns noch das Handbuch, bevor wir uns dem Fazit zu wenden.

Handbuch:
Was mich persönlich beim öffnen der Verpackung überraschte war das beigelegte 61-seitige Din-A5 Handbuch. Dieses beschreibt jede wichtige Funktion im Flightsim Commander und ist verständlich aufgebaut. Es ist sogar ein Beispielsflug von Hamburg nach Stockholm enthalten, um die Techniken der Flugplanung genauer zu erläutern. Auch verfügt es über sehr viele Bilder was die Anschaulichkeit ungemein steigert. Und um es vorweg zu nehmen: Man muss anfangs mit dem Manual arbeiten, um sich im Flightsim Commander zurecht zu finden. Auch um das Potenzial dieses Programms vollends auszunutzen.

Fazit:
Fugplanung gehört für den immer realtischer werdenden Flugalltag des Simmer genauso dazu wie das Amen in der Kirche. Umso wichtiger wird es, komplexe Tools zu erstellen, die einfach zuhandhaben sind und trotzdem relativ komplex sind. Ich kann mit recht behaupten, dass diese Anforderung vom Flightsim Commander 7.5 in allen Bezügen umgesetzt worden ist. Zwar benötigt es etwa 1 Stunde Einarbeitungszeit, aber diese ist definitiv nicht umsonst. Man kann seine Flüge perfekt planen und gegebenfalls an bestimmte Situationen anpassen. Auch berücksichtig das Tool die Höhenbegrenzung der einzelnen Luftstraßen. Das alles macht das Programm zu einem sehr starken Addon, welches ich nicht mehr aus dem Flusialltag wegdenken möchte. Ich vergebe hierfür eine Wertung von 8 Sternen, es gibt noch ein zwei kleine Mängel, aber im Großen und Ganzem konnte mich das Tool überzeugen.

Pro:
– Kartendarstellung
– Berücksichtung von Höhe und zugelassene Flugrichtung der Airways bei der Flugplanung
– An-und Abflugsprozeduren abrufbar
– Holdingfunktion
– Autopilot
– Darstellung des AI-Traffic auf der MAP
– Logbook
– Blackboxfunktion
– Treibstoffkalkulation

Contra:
– eine etwas umständliche Installation, man könnte doch bereits einen Airac Cycle mit der Grundinstallation mitinstallieren
– etwas langsamer Aufbau der Kartendarstellung wenn man einen anderen Flughafen anschauen will
– zoomen umständlich, hier könnte man doch das Mausrad verwenden
– keine DFS-konforme Ausgabe des Flugplanes

Mehr Infos und Kauf bei Aerosoft.

 

Felix Schmidt für flugsimulation.com | Felix im Impressum | Veröffentlicht am 12.12.2005 | Counter: 7773 Besucher

Kommentare
von Toni
geschrieben am 28.10.2009 um 00:11:28
Auch kein Kommentar sondern eine Frage.
Nach neuen Addonscenerys muss man ja den Manager laufen lassen, damit die neuen airports angezeigt werden by Fky-Tampa-Marteen zeigt es nur den standartairport. warum?
Gruß aus Wien
Toni
von Frise
geschrieben am 31.08.2009 um 15:05:41
Hallo Felix
ich habe keinen Kommentar, aber eine Frage an Dich. Ich habe FSC Box gekauft, wollte installieren, bekam error-meldung " kann uacc.arr nicht finden oder öffnen". kannst Du mir helfen? Habe mehrere Kollegen und Freunde angefragt aber keine Antwort erhalten. Wäre schön wenn Du mir raten könntest.
Viele Grüsse aus der Schweiz
Frise

 

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