Review: Fly Vienna von flyTampa
Einleitung
Sachertorte, Fiaker, die Staatsoper oder die zahlreichen Schlösser wie Schönbrunn. Dies sind nur ein paar Schlagwörter, die man mit der Hauptstadt Österreichs assoziieren könnte. Die Stadt, die Touristen mit ihrem Charm und Künstler durch in breites Angebot anzieht, ist nun Mittelpunkt unserer neusten Review. Doch blenden wir einige Tage zurück.
FlyTampa ist bekannt für ihre wundervollen Umsetzungen von Grossairports. Bisher beschränkten sich Martin Brunken und George Grimshaw jedoch ausschliesslich auf amerikanische Flughäfen. Okay, Dubai war ein Abstecher in die Wüste der Vereinigten Emirate. Doch vor einiger Zeit erreicht das Mailfach des Creative Directors eine Mail mit Infos zum neusten Projekt von Fly Tampa. Ich dachte ich lese falsch als da stand, dass LOWW also der Vienna International Airport "Schwechat" umgesetzt werden würde. Naja, muss wohl ein schöner Traum gewesen sein, denn für Wien gibt es keine wirklich gute Paywareumsetzung. Bisher!
In der Tat hatte ich die Zeilen richtig gelesen und schon wenige Tage später wurde das neuste Werk von Martin Brunken veröffentlicht. Wien für den Flugsimulator gibt es also seit dem 14.2.2006 auch in gewohnter Fly Tampa Qualität. Flugsimulation.com erreichte eine Rezensionsversion welche sogleich auch von drei Reviewern begutachtet wurde. Ob sich die Anschaffung der Szenerie lohnt oder nicht, findet ihr in der folgenden Review heraus…
Kauf, Installation und Einbindung in den Flugsimulator
Erhältlich ist die Szenerie sowohl als Download-, wie auch als CD-Version.
Dabei kann erstere direkt bei FlyTampa oder auch im Simmarket für insgesamt
18€ erworben werden. Der Download gestaltet sich bei beiden Anbietern als
sehr einfach und benutzerfreundlich. Insgesamt umfasst die Szenerie knapp 38MB,
wobei aber Modembesitzer leider ein wenig benachteiligt sind.
Nachdem die Szenerie heruntergeladen wurde, kann es sofort losgehen. Nach dem
Zustimmen der Lizenzvereinbarung muss man nur noch seinen Namen sowie den zugewiesenen
Key in die beiden Felder eingeben. Anschließend erkennt das Programm automatisch
den Pfad zum Flugsimulator. Im nächsten Schritt kann man selbst entscheiden,
ob man beispielsweise die OMV-Raffinerie, dynamische Autos, das deutsche Handbuch
sowie die Szenerie in der Config Datei automatisch mitinstallieren lässt.
Außerdem fragt das Programm, ob man Ultimate Terrain Europe oder Austria
Professional schon installiert hat. Die Einbindung in den Flugsimulator übernimmt
das Installationsprogramm auch von selbst. So ist insgesamt zu sagen, dass sich
die Installation der Szenerie sehr einfach und unkompliziert durchführen
lässt.
Ein Wort zur CD-Version:
Diese kommt in einer nett gestalteten, relativ kleinen Pappkartonschachtel daher.
Darin enthalten sind nebst der CD auch ein Handbuch und XL-Charts. Auf knapp
20 Seiten werden im Handbuch die selben Inhalte vermittelt wie bei jenem der
Downloadversion. Im Gegensatz zur Downloadversion sind hier jedoch gedruckte
und in einem ansprechenden Format (DIN A5) gehaltene Charts des Flughafens inkl.
Depature- und Arrivalrouten beiliegend. Preislich schlägt die Boxed-Version
24.99€ zu Buche und liegt dabei in einem wirklich akzeptablen Rahmen. Die
Installation läuft im gleichen Rahmen wie bei der Download-Version ab.
Handbuch
Nach der Installation schauen wir uns das Handbuch mal genauer an. FlyTampa
lieferte gleich 2 Handbücher mit jeweils 7 Seiten mit, die in Deutsch und
in Englisch verfasst wurden. Nach dem Titelbild sieht man gleich einen Groundchart,
der zwar den Flughafen mit den Rollwegen darstellt, aber nicht die einzelnen
Gates. Dies ist aber nicht so schlimm, da man auf der Homepage der VACC-SAG
alle restlichen Charts finden kann. Anschließend werden lediglich die
Frequenzen für die Flugsicherungsstationen sowie Informationen über
das Instrumentenlandesystem (ILS) bei allen Landebahnen aufgezählt. Auf
den nächsten zwei Seiten gibt es die Antworten auf häufig gestellte
Fragen, warum beispielsweise das Flugzeug nicht auf der Landebahn steht, nachdem
ein Flug geladen wurde. Auch ist es schade, dass man überhaupt nichts über
die Entstehung und Geschichte des Flughafens erfährt. Ansonsten gibt es
nur noch Allgemeine Informationen zu der Szenerie.
Vienna in real
Der Airport Wien ist der größte Flughafen Österreichs und liegt
im Herzen Europas. Durch die EU-Erweiterungen und dem Beitritt der Nachbarländer
an den Ostgrenzen Österreichs wurde der Zugang zu den Ostmärkten noch
einfacher. Auch hat die österreichische Fluggesellschaft Austrian in Wien-Schwechat
ihre Heimatbasis. Im Jahr 2005 wurde der Airport von fast 15,9 Millionen Passagieren
genutzt. Im September 2005 wurde der neue 109 Meter hohe Flugsicherungstower
eröffnet, der zum heutigen Zeitpunkt der höchste in Europa ist.
1938 wurde der Flughafen Wien- Aspern als kleiner Militärflugplatz gebaut,
wo die Jagdfliegerschule 5 untergebracht worden war. Anschließend sollte
er von den britischen Alliierten übernommen werden. Die einzige Start-
und Landebahn ist im Jahr 1959 auf 3.000 Meter verlängert worden. Im Jahr
1960 wurde dann das erste Abfertigungsgebäude errichtet. 1972 ist die zweite
Start- und Landebahn mit insgesamt 3.600 Metern gebaut worden. Auch zur Zeit
des Eisernen Vorhangs war der Flughafen ein wichtiges Verbindungsglied nach
Osteuropa. Im Jahr 1982 wurde der Airport an die Ostautobahn A4 angebunden.
Doch am 27. Dezember 1985 hat ein Terrorkommando einen schrecklichen Anschlag
auf den Flughafen Wien-Schwechat verübt, bei dem 4 Menschen starben und
45 Menschen verletzt wurden.
Im Flugsimulator
All around the airport, eine Flughafenrundfahrt
Der grösste Airport in Österreich ist in etwa von der Grösse eines Airports wie Zürich oder Düsseldorf. In diesem Abschnitt wollen wir uns einen generellen Überblick über den Flughafen verschaffen, jedoch Details nicht auslassen.
Wir befinden uns im Anflug auf den Flughafen und können ihn das erste Mal im beim Überfliegen in seiner Totalen überblicken. Der Flughafen wird durch eine Fototextur unterlegt und wirkt dadurch aus der Luft sehr realistisch. Dazu jedoch später mehr. Wir drehen unsere Maschine nun auf den Endanflug ein und sehen zu unseren Linken die Raffinerie nahe dem Flughafen.
Kurz bevor wir die Piste erreichen, können wir nebst einer Kirche im Anflug auch die modellierte Anflugsbeleuchtung entdecken. Wir setzten den Airbus sanft auf der Piste auf und bremsen den Flieger gekonnt ab. Schon kurz vor dem Aufsetzten konnte man die Abnutzungsspuren an der Piste und das modellierte Gras am Pistenrand erkennen. Als wir nun etwa in der Mitte der Bahn abrollen, können wir diese Feststellung auch auf den Rollwegen machen.
Nebst den beinahe perfekt gezeichneten Taxiwaymarkierungen mit Abnutzungsspuren, können auch die Taxiwaycenterlinelights erkannt werden. Sie sind in den Boden eingelassen und zeigen den Piloten nachts den korrekten Weg.
Nach einigen Minuten erreichen wir auch schon das uns zugeteilte Gate und parkieren unsere Maschine dank dem Safegate- System an der richtigen Stelle.
Erst jetzt können wir uns richtig umsehen und die unzähligen Details des Flughafens persönlich in Augenschein nehmen. Doch schon am Gate können wir die Texturen des Terminals und der nahen Objekte in Augenschein nehmen. Und diese zählen wohl zu den realistischsten und höchstaufgelösten Texturen die uns bisher untergekommen sind. Wir sind selber erschrocken als wir im Nachhinein die Screenshots für die Review aussortierten, denn auf einigen von ihnen könnte man in der Tat meinen, dass es sich dabei um ein Foto des richtigen Airports handelt.
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Sämtliche Gates und Aussenpositionen wurden natürlich umgesetzt und, wo vorhanden, mit einem Safegate- System oder einem Marshaller bestückt. Sämtliche Fluggastbrücken sind mit der jeweiligen Gatenummer gross beschriftet und lassen so nebst der exakten Taxiwaybeschilderung auch den fremdesten Piloten auf dem Flugplatz sein Gate finden.
Neben den Parkpositionen können unzählige Objekte wie Polygone, Gepäckwägelchen und weiteren Servicefahrzeugen entdeckt werden. Einige von ihnen sind animiert und drehen unermüdlich ihre Runden, dazu jedoch im Abschnitt Animationen mehr.
Der Flughafen von Wien besteht aus einem grossen Terminalkomplex, den man in zwei Satellitenterminals (Gates A und C) aufteilen kann. Diese runden Gebäude befinden sich nahe beieinander und bieten jeweils Platz für gut 8 Flugzeuge, welche an Gates mit Fluggaststeigen parkieren können.
Als Verbindungsstück – in Wien als Terminal 2 benannt – fungiert das eigentliche Hauptterminal worin auch ein Grossteil der Check-In Schalter stationiert sind. Etwas daneben findet man Gate B, von wo aus man mit Bussen zu den Flugzeugen auf den Aussenstandplätzen befördert wird. Auf dem Dach dieses Komplexes stehen drei Austellungsmaschinen, darunter auch eine ausgediente Militärmaschine der österreichischen Streitmacht.
Begeben wir uns weg von der „Luftseite“ des Flughafens zur „Landseite“, oder dem Gebiet hinter den Terminals und Hangars. Denn auch hier hat FlyTampa ganze Arbeit geleistet. So können hier Parkhäuser und Parkplätze entdeckt werden, welche durch unzählige Fahrzeuge „bevölkert“ werden. Doch damit ist noch lange nicht genug, denn das Strassennetz um den Flughafen herum wurde umgesetzt und wird durch regen Verkehr berollt. Der Flughafen befindet sich derzeit in einer Umbauphase (Mehr Infos: viennaairport.com), diese wurde korrekt umgesetzt. Zum einen können umzäunte Gebiete erkannt werden, wo andererseits zwei Baukräne ihre Arbeit verrichten. Wie der Vergleich mit einem aktuellen Foto zeigt, befindet sich diese Baustelle zwar nicht auf dem neusten Stand. Was jedoch mit der Tatsache, dass die Szenerie zu einem bestimmten Zeitpunkt „aufgenommen“ wurde, zu erklären ist.
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Wir bewegen uns weiter vom Terminalkomplex weg und erreichen nun den Bereich in der Anflugsschneise der Piste 16. Auf der dortigen Strasse kann man ein „lustiges“ Phänomen entdecken. Denn sowohl ein Teil der Strasse, wie auch die Bäume und Fahrzeuge „schweben“ einige Meter über der eigentlichen Strasse. Im Handbuch wird dieser Fehler auf ein komplexes Mesh bezogen. Ich gehe jedoch davon aus, dass dies nicht auf meine Version zutrifft. Denn ich habe weder „Austria Professional“ noch eine andere Landschaftsszenerie für das Gebiet Wien installiert.
Dies ist einer der wenigen Bugs, die in der gesamten Szenerie entdeckt werden konnten, auf den Gesamteindruck hat dies jedoch kaum einen Einfluss.
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Wir drehen unsere Sicht und bewegen uns erneut in Richtung des Terminalkomplexes. Jedoch lassen wir diesen „links“ liegen, interessieren wir uns doch auch für die Gebäude die Abseits der Rollwege und Fingerdocks erstellt wurden. Auch hier waltete Martin Brunken mit viel Liebe zum Detail und pflanzte Baumreihen, legte Wiesen an und baute Park- und Verwaltungshäuser. Etwas mehr in Richtung der Piste 11 befindet sich der Wartungs- und Cargobereich des Flughafens. Hier können unzählige Lastwagenanhänger und Kleinlaster beobachtet werden, die fix am Cargoterminal stehen und die Frachtflieger mit Arbeit versorgen. Daneben können einige Hangars von Wartungsfirmen oder der Privatfliegerei entdeckt werden. Dahinter befinden sich einige Häuser, die wohl zu Verwaltungszwecken dienen. Nicht vergessen wollen wir natürlich die beiden Hangars der Austrian Airlines am westlichen Ende des Airports.
Des Malers Meisterwerk: Die Texturen
Fly Tampa hat in der Vergangenheit bereits mehrfach bewiesen, dass sie in Punkto Texturherstellung ihr Handwerk verstehen. Ihre Texturen wirken jeweils lebendig und sind hochaufgelöst. Die Texturen basieren dabei auf Fotos, welche anschliessend nachbearbeitet werden. Dieses Bild zeigt sich auch bei Fly Vienna. Denn hier gelang Martin Brunken hervorragende Arbeit.
Da Fly Tampa das Innenleben der Terminals und Gebäude nicht umgesetzt hat, findet man logischerweise kaum transparente Texturen. Dennoch wirken gläserne Parts an den Gebäuden in der Umsetzung von Wien gelungen und kommen sehr nahe ans originale Vorbild. Wie oben bereits erwähnt, arbeitet FlyTampa mit überarbeiteten Fototexturen, welche anschliessend nachbearbeitet werden. Diese Technik wirkt sich besonders bei der Texturierung der Gebäude positiv aus. Sie wirken gestochen scharf und sehr realistisch. Selbst bei näherer Betrachtung bleiben die Texturen scharf und verpixeln nicht, wie wir dies leider bei anderen Produkten erleben mussten. Besonders angetan haben es uns jedoch die Bodentexturen, welche nicht sauber sind, als wäre der Airport eben frisch geteert worden. Sie zeigen die normalen Abnutzungserscheinungen die bei den täglichen Flugoperationen anfallen. So können Abreibspuren der Reifen, Ölflecken der Triebwerke oder abgenutzte Farbe der Bodenmarkierungen entdeckt werden. Doch auch die Farbgebung der Bodentexturen des Asphalts ist unterschiedlich und trägt dadurch ihren wichtigen Beitrag zum Gesamteindruck der Texturen und wohl zum Gesamteindruck der Szenerie bei. Doch besonders gelungen sind die Schneespuren und –Verweihungen im Winter, welche den Flughafen für einmal nicht zu allen vier Jahreszeiten beinahe identisch darstellt, sondern in all seinen Variationen darstellt. Dazu jedoch etwas später mehr.
Alles in allem wirkt die Texturierung wie gewohnt lebendig und sehr realistisch. Aus unserer Sicht sind es gerade die Texturen die besonders entscheidend auf den Gesamteindruck einwirken. Vollpunkte.
Ambiente
Wie aus den vorherigen Abschnitte sicherlich schon hervorgegangen ist, hinterlässt der Flughafen besonders in Punkto Ambiente einen fantastischen Eindruck. Dank den realistischen und nachbearbeiteten Texturen wirkt der Airport sehr lebendig und lässt ein hervorragendes Ambiente aufkommen. Der Besuch auf dem Flughafen Wien in der Umsetzung durch FlyVienna ist zu jeder Tages- aber auch Jahreszeit ein Genuss sondergleichen und setzt im Bezug auf den Realitätsgrad und das Gesamtambiente die Messlatte für Internationale Airports auf eine höhere Marke. Absolute Toparbeit!
Animationen
Die Animationen sind es, die ganz besonders zur Lebendigkeit einer Szenerie beitragen. flyVienna verfügt prinzipiell über eine Gattung Animationen: den dynamischen Bodenverkehr. Auf dem ganzen Flughafen fahren Busse, Follow-me-Cars, Flugzeugschlepper, Autos, Lastwagen und viele andere Fahrzeuge umher. Besonder schön gelungen sind die Gepäcktransporter, denn die Züge knicken bei Kurven ab, das sieht sehr realistisch aus. Außerdem verschwinden die Fahrzeuge in Schwechat nicht einfach irgendwo, sondern sie fahren in irgendwelche Gebäude oder verschwinden erst in größerer Distanz zum Flughafen. Dadurch, dass so viele Fahrzeuge unterwegs sind, entsteht ein sehr geschäftiger Eindruck.
Eine weitere Animation stellen die Safegate-Systeme dar, die den Piloten genau in ihre Parkposition einweisen.
Andere Animationen sucht man leider vergebens. Abgesehen von ein paar Rauchschwaden über der Raffinerie bewegt sich nicht mehr in Wien. Es wäre schn gewesen, eine Servicearmada zu haben und vielleicht auch Gates, die an das Flugzeug heran fahren. So bleibt der Simmer nach der Ankunft in Wien allein. Das ist etwas schade. Alle vorhandenen Animationen jedoch sind von guter Qualität und verschaffen der gesamten Szenerie eine geschäftige, lebendige Athmosphäre.
Throughout the year…Wien zu verschiedenen Tages und Jahreszeiten
Zu einer gelungenen Szenerie gehört selbstverständlich auch eine gelungene Umsetzung sämtlicher Tages- und Jahreszeiten, welche dabei den Flughafen jeweils im korrekten Erscheinungsbild darstellen.
Wenn die Nacht über Wien hereinbricht erwachen hunderttausende von Lampen zum Leben und tauchen den Flughafen in einen angenehmen Rot-Ton. Dieser erstreckt sich selbstverständlich nicht über das gesamte Flughafengelände, sondern leuchtet lediglich das Vorfeld und die terminalnahen Gebiete aus. Wie bereits im allgemeinen Teil erwähnt, wurden sämtliche Pistenbefeuerungen und Taxiwaybeleuchtungen modelliert und nicht wie oft gesehen nur als Leuchtpunkt. Diese Technik bzw. Philosophie wurde bereits durch das German Airports Team beim MEGA Airport Frankfurt (Review) eingesetzt und scheint sich allmählich durchzusetzen.

Sämtliche Gebäude sind realistisch beleuchtet, was untenstehendes Vergleichsbild zeigt. Korrekterweise wurde der neue Tower mit Positionslichtern gekennzeichnet um so Kollisionen zu vermeiden.
Auch zu den verschiedenen Jahreszeiten macht FlyVienna eine gute Figur und gibt ein realistisches Abbild seines realen Vorbildes wieder. So wirken die Texturen im Frühling wie Sommer heller und werden im Herbst und Winter blasser. Im Winter ist nicht nur das Umland durch die weisse Pracht gedeckt, sondern auch Teile der Rollwege und des Vorfeldes. Dies ergibt ein besonders realistisches Bild und dank den Schneeverwehungen wirken diese Effekte auch ziemlich so wie es in Tat und Wahrheit auf dem Flughafen auch aussieht. Schade nur, dass der Flugsimulator die Bodenbeschaffenheit noch nicht simuliert und sich dies im Bremsverhalten des Fliegers zeigt.
Aus unserer Sicht wurde der Flughafen Wien mit realistischen Tages- und Jahreszeittexturen ausgestattet und liefern so ein realistisches Abbild des realen Flughafens. Besonders angetan haben es uns die realistischen Schneeeffekte auf der Bodentextur. Gute Arbeit!
AFCAD
Wie in diesem Review inzwischen klargeworden sein sollte, befindet sich diese Szenerie auf einem überaus hohen Niveau. Ein funktionierendes AFCAD-File ist daher eigentlich nur noch Formsache. Und tatsächlich: Der AI Traffic steht an den richtigen Positionen und rollt auch genau auf den Rollwegen. Es gibt Unmengen an Stellplätzen, also sollten auch größere AI Traffic-Ansammlungen einen Parkplatz finden. Außer "perfekt" gibt es also nicht viel zu sagen!

Performance
Fly Tampa Produkte begeisterten schon in der Vergangenheit durch ihre gelungene Performance trotz des genialen Szeneriedesigns. Diese Aussage trifft auch auf das neuste Werk „Fly Vienna“ zu. Auf dem Testsystem konnten keine markanten Einbrüche der Bildwiderholrate festgestellt werden. Schaltet man jedoch den AI-Traffic zu und ein böses Gewitter bricht über Wien herein, so zwang dies die Testrechner jeweils leicht in die Knie. Auf den Testsystem blieb die Performance jeweils im die 18 FPS herum, was trotz der PMDG747 bzw. PSS A340 (16FPS) ein durchaus fliegbarer Wert ist. Besonders lobenswert ist die Designtechnik die angewendet wurde. Denn erst bei Annäherung an die Terminals kommen die Details nach und nach zum Vorschein. Dies sieht zwar nicht sonderlich realistisch aus, hilft aber die Performance auf einem guten Niveau zu halten.
Auch wenn die Nacht über dem Flughafen der Österreichischen Hauptstadt hereinbricht, bleiben die Frames in einem problemlos fliegbaren Rahmen.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Fly Tampa Wien nicht nur wunderbar umgesetzt hat, sondern ihm auch eine ausgezeichnete Performance verlieh:
8.5 von 10 Sternen
Kompatibilität zu Drittprodukten
In der Installationsroutine kann der Käufer angeben, ob er Meshszenerien für das Gebiet um den Flughafen von Wien benützt. Darunter sind Ultimate Terrain Europe (Flight1 – noch nicht erschienen) und natürlich Austria Professional. Wir haben uns die Einbettung der Szenerie in das Werk Austria Professional angeschaut und konnten keine Mängel oder Fehler feststellen. Gemeinsam ergeben die beiden Szenerien selbstverständlich ein vollständigeres Bild des Airports und seiner Umgebung ab. Wir empfehlen deshalb den Piloten, die öfters nach Wien fliegen, die Anschaffung dieses Add Ons. Die Übergänge sind fliessend und da die Landschaftsszenerie auf den Texturen des Flugsimulators aufbaut, lediglich geringfügig zum Übergang zur Standardszenerie. Im Umfeld des Flughafens befinden sich jedoch zahlreiche Strassen, welche durch die Airport-Szenerie nur teilweise umgesetzt wurden. Jedoch führen die Strassen exakt aufeinander und liefern so ein unglaublich realistisches Bild.
Ein Vergleich mit Vienna aus den Austria Airports
Vor nun bald 2 Jahren sind die Austrian Airports von Stefan Rausch erschienen (Review: Klick!) und waren bis anhin die führenden Flughafenszenerien zumindest für Österreich. Auf die Umsetzung des Wiener Flughafens gab es bereits vor gut einem Jahr eine Antwort, nämlich aus dem Hause Flylogic. Diese Version konnte Stefan Rausch`s Version jedoch nicht das Wasser reichen.
Dies änderte sich jedoch nun mit dem Release von Fly Vienna. Aus unserer Sicht ist FlyVienna beinahe in allen Punkten führend. Die Bodentexturen, das Umfeld, die Performance aber auch der Gesamteindruck geht auf alle Fälle zu Gunsten von FlyTampa. Einzig in Punkto Gebäudedesign konnten wir einen Unentschied mit leichtem Vorteil für den amerikanischen Add-On Hersteller verzeichnen.
Zusammenfassung
Vor einer Woche erschien das neuste Werk von FlyVienna, welches erst kurz vor der Veröffentlichung angekündigt wurde. In unzähligen Foren wurde die Szenerie mit viel Lob und Ehre begrüsst, auch flugsimulation.com befasste sich mit dem neusten Werk von Martin Brunken.
Der erste Eindruck war sofort sehr positiv: Modellierung und Texturen sind auf allerhöchstem Niveau. Und auch bei näherem Hinsehen wurde dieser Eindruck durch nichts getrübt. Lebendigkeit und Athmosphäre können auf der ganzen Linie überzeugen. Und auch kleinste Details, wie die Centerlineleuchten wurden nicht vergessen. Bei einem Preis von 16€ ist das gigantisch. Hinzu kommt der dynamische Bodenverkehr, welcher der Szenerie Leben einhaucht.
Nur gute Nachrichten gibt es auch von der Performance: sie ist im Verhältnis zum Detailgrad extrem gut und auch auf etwas schwächeren Systemen wird man viel Spaß an dieser Szenerie haben. Eine Bemerkung noch zum Vergleich mit dem Mega Airport Frankfurt. flyVienna ist vom Detailgrad her vergleichbar, bietet aber einen deutlich günstigeren Preis und bessere Performance.
Nichts spricht gegen einen Kauf dieser Szenerie.
Fazit
FlyTampa hat mit der Umsetzung von Wien durch Martin Brunken erneut bewiesen,
dass sie zu den Top Add-On- Schmieden im Szeneriedesign gehören. Für
günstige 16€ erhält der Simmer eine fantastische Umsetzung des
Flughafens der Österreichischen Hauptstadt, welcher mit unzähligen
Details und wunderschönen Texturen ausgestattet ist. Besonders gut mögen
die unzähligen statischen und dynamischen Objekte auf dem gesamten Flughafengelände
zu gefallen, ebenso liefern die realistischen Bodentexturen ihren Anteil zum
beinahe perfekten Gesamtbild. Im Test konnte wir nur kleine Fehler entdecken
und können der Szenerie damit einen Award for excellence vergeben und hoffen,
dass uns FlyTampa auch weiterhin mit solchen tollen Airport- Szenerien beschenkt.
Als einzige Mangelpunkte können wir das etwas knappe Handbuch und die schwebenden
Fahrzeuge im Anflugbereich der Piste 16 aufzählen.
Bewertung
| Facts & Figures | Fly Vienna | |
| Hersteller | Fly Tampa | ![]() |
| Preis | 18€ / 24.99€ | |
| Veröffentlichungsdatum | 14.2.2006 | |
| Systemanforderungen gemäss Hersteller | 3+ Ghz Processor 768 MB Ram, Graphic card with 256 MB | |
| Link zur Produktseite | flyTampa-Homepage
(Download-Version) Aerosoft.de (CD-Version) |
|
| Pro | Contra | |
| + Texturen wirken sehr realistisch + Gute Performance + Wunderbares Ambiente + schönes Gebäudedesign + sauberes AFCAD-File + dynamischer Bodenverkehr |
- Handbuch etwas knapp - Fahrzeuge im Anflugbereich schweben auf manchen Systemen |
|
| Einzelkriterien | Kommentar | Bewertung |
| Kauf, Installation und Einbindung | Fairer Preis, problemlose Installation und Einbindung | |
| Handbuch/Beilagen | Etwas mager, keine Infos zum Flughafen in der Realität | |
| Szeneriedesign/Innovationen | Schöne Objekte, auch an Objekte jenseits des Vorfeldes gedacht | |
| Animationen | Zahlreich und flüssig | |
| Texturen | Wunderbar, sowohl Gebäude- wie Bodentexturen | |
| Performance | Gut, angesichts des Detailreichtums sogar sehr gut | |
| Spassbewertung/Langzeitmotivation | Das Ambiente und der Gesamteindruck sind sehr gut! | |
| Gesamtbewertung | ||
| Detailierte Bewertung | Klick >> | |
| Auszeichnungen: Das herausragende Szeneriedesign und die atemberaubende Detailtreue gaben für uns den Ausschlag, FlyVienna mit einem "Award for excellence" auszuzeichen. |
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Screenshotstory: Von EDDF nach LOWW
Daniel Ertl, Jorin Bonney und Sales Wick für flugsimulation.com | Veröffentlicht am 24.02.2006 |
Counter: 10597 Besucher
Mit freundlicher Unterstützung durch Joseph Pochobradsky und Joachim Pierer.

| ich bin ein absoluter fly tampa fan. Ich finde, dass alles was bis jetzt gemacht worden ist wirklich klasse. Es ist zwar teuer aber man hat immer Spass drann und man landet dort gerne. Ich hab Hong Kong, St Maarten, Seattle, Wien.... Fast alles.Alles sehr zu empfelen. |