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Review: Freeware Project Fokker F28


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Die echte Fellowship

Die Fokker war der erste Jet der niederländischen Fokker-Flugzeugwerke. Damals wurde die als Gemeinschaftsprodukt der europäischen Flugzeughersteller Fokker, Messerschmidt AG, Short und VFW-Fokker angekündigt. Der Erstflug war im am 9. Mai 1967. Bis die Produktion 1986 zugunsten der neueren Fokker 100 eingestellt wurde, wurden insgesamt 241 Maschinen gebaut.
Sie bietet Platz für bis zu 85 Passagiere und verfügt über eine Reichweite von 1900 km bei normaler Nutzlast, wobei das bei den verschiedenen Versionen variiert. Die ersten Versionen waren die -1000 und -2000. Darauf folgten die Versionen -5000 und -6000 mit Vorflügeln. Deren Produktion wurde jedoch bald eingestellt, da sie sehr schlecht verkauft wurden. Zu guter Letzt produzierte man die Versionen -3000 und -4000. Sie besitzen zwei Rolls-Royce Spey RB183 Mk555-15 Treibwerke.


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Download und Installation

Project Fokker hat zum Download eine eigene Internetseite. Unter http://www.fokker.avsim.net kann man die und das Update v1.1 herunterladen. Das Base Pack ist 42 MB groß. Alternativ kann man auf dem Onlineportal Avsim nach dem Dateinamen „pfj_fokker__v1.zip“ suchen.
Die Installation verläuft mit einem eigenen Setup, das dem gestressten Flusianer eine Menge Arbeit abnimmt. So verläuft die Installation ganz nach unserem Geschmack: Einfach und unkompliziert. Jedoch darf man danach nicht vergessen, in der FS9.CFG einen neuen Eintrag namens "FSSound.dll=1" unter [OldModules] zu machen.

Hat man die Fokker dann auf der Platte, steht sie in drei Versionen zur Verfügung. Einmal in der Version -1000 mit dem 1.-3. Prototyp. Dann gibt es die -2000 mit zwei Repaints und die -6000 nur mit dem Repaint der Fokker-Hausfarben. Jedoch sind auf Avsim weitere Repaints verfügbar.

Außenmodell

Das Außenmodell macht beim ersten Eindruck eine relativ gute Figur. Die Proportionen sind stimmig und auch die typische "Fokker-Nase" ist gut gelungen. Zudem sind alle wichtigen Animationen vorhanden. Neben den üblichen beweglichen Teilen wie Klappen, Passagiertüren und Landelichtern, die beim Betätigen des jeweiligen Hebels erwartungsgemäss in Aktion treten, wurden auch die Fokker-typischen, zusätzlichen Störklappen, die unter dem Seitenleitwerk herausfahren, umgesetzt.

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Wenn man näher an das Modell herangeht, erkennt man, dass die Texturen einfach gehalten wurden. Auch die Repaints sind nicht Project Fokkers große Stärke. Sie sind insgesamt sehr langweilig. Man kann es so vergleichen, als hätte jemand mit einem Filzstift darüber gemalt. Die Farben sind fad und erzeugen keine fotorealistische Stimmung. Außerdem fehlt es ein wenig an Abnutzungserscheinungen.
Insgesamt lässt sich dennoch sagen, dass das Außenmodell der Fokker zu überzeugen vermag, obwohl manche Feinheiten fehlen.

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Panel

Das Panel ist, wie es in dieser Zeit üblich war, ein Uhrenladen. Trotzdem kann man sich schnell zurechtfinden und alles erkennen. Das Panel hat acht weitere Subpanels. Diese wären:
→ Overheadpanel
→ Pedestal
→ Radar
→ GPS
→ ATC
→ Kniebrett
→ Gear-Panel
→ Groundhandling-Panel

Besonders das Radar hat mich beeindruckt, da es tatsächlich die Flugzeuge in der näheren Umgebung darstellt. Wenn man auf dem Radar auf ein Flugzeug klickt, kann man auch verschiedene Daten, wie Entfernung, Höhe, Geschwindigkeit und Nummer angezeigt bekommen! Selbst teure Payware-Modelle mit modernsten Techniken besitzen so etwas in dieser Form nicht.

Auch das Groundhandling-Panel ist ein praktischer Zusatz. Mit diesem kann man den Pushback und das automatische Einhalten der Taxi-Geschwindigkeit auf dem Boden steuern. Zudem zeigt es je nach Klappenstellung die Startgeschwindigkeiten V1, Vr und V2 an. Toll!

Das Panel an sich ist mit schönen Hintergrundtexturen ausgestattet. Weiterhin muss man sagen, dass man die Anzeigen genauso wie am Overhead und dem Pedestal gut ablesen kann. Außerdem besitzt die Fokker ein GPWS. Dazu gibt es am Panel auch eine extra Leiste, die aus verschiedenen Lampen besteht, die bei einer Ansage aufleuchten.

Das 2D-Panel der Fellowship ist durchweg gelungen, auf ein virtuelles Cockpit wurde allerdings verzichtet.

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Systemtiefe

Ja, die Fokker besitzt einen gewissen Grad an Systemtiefe, allerdings ist die Komplexität nicht so hoch wie bei anderen Freeware-Flugzeugen (z.B. AFG Caravelle oder Tu-154). Man muss sich dennoch ein wenig mit dem Handbuch auseinandersetzen, damit man die Fokker starten kann. Im Kniebrett ist praktischerweise auch eine Checkliste eingebaut, die man zu Rate ziehen kann um beispielsweise die Triebwerke zu starten.
Für eine Freeware-Maschine ist die Systemtiefe absolut ausreichend und befriedigend. Immerhin ist hierbei z.B. die APU, die Electrial Power, Engine Starter etc. simuliert.

Flugeigenschaften

Ich habe noch keine reale fliegen dürfen und saß auch noch nicht als Passagier darin.
Daher beschränkte ich mich auf die Anmerkung, dass ich die Flugeigenschaften passend finde. Die Fokker kann man gut fliegen und sie ist wendig, was ich von so einem kleinen Flugzeug erwarte. Zudem "liegt sie sehr schön in der Hand". Sprich, sie ist nicht störrisch, wenn man sie steuert, sondern macht schnell und flüssig ihre Befehle.

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Sound

Nun zu der Geräuschkulisse, die ebenfalls sehr gelungen ist. Man kann gut das Pfeifen hören, wenn man sich in den oberen Gebieten von N1 befindet. Von außen hört sich die auch gut an. Im Vergleich zu ihren neueren Schwestern F70/100 ist sie noch relativ laut und würde heute nicht mehr den Titel „Flüsterjet“ verdienen. Man kann es gerne bullig nennen, wobei man immer noch dieses typische Fokker-Pfeifen heraushört.

Performance

Insgesamt kann man sagen, dass die Performance sowohl am Tag als auch bei Nacht auf einem akzeptablen Wert bleibt, sodass man einen flüssigen Flug durchführen kann. Hierbei sind die Frameratewerte zwischen der Außenansicht und dem Panel ungefähr auf dem gleichen Level, was den Simmer natürlich freut.
Meine Systemangaben:
AMD Athlon 5600+
Nvidia GeForce 8600GT
2GB RAM

Handbuch

Hier wurde viel Arbeit hinein gesteckt. Insgesamt 39 Seiten erklären die Geschichte der , die verschiedenen Typen der Fokker und die Bedienung der Instrumente. Vom Auto-Land-System bis zum Starten der Triebwerke. Auch ist eine genaue Benennung der Anzeigen des Mainpanels, Pedestal und Overheads enthalten. Das Beste ist jedoch ein Tutorial-Flug in Ecuador. Dabei wurde im FS eigens ein Flug angelegt, wo man auch die nötigen Materialien für den Flug her bekommt. Sehr gut! Selbst manche Payware-Produzenten verzichten auf einen solchen Einführungsflug.

Fazit

Was uns Project Fokker hier bietet ist sicherlich eine Perle des Freeware-Gebietes. Fast alles stimmt und verdient Applaus. Mit einem stimmigen Außenmodell, sehr gut bedienbaren Panels, mittelmäßiger Systemtiefe, gutem Sound und einem sehr umfangreichen Handbuch kann man die Fokker Fellowship jedem Flusianer empfehlen!

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David Stoitner für flugsimulation.com | Druckversion | Veröffentlicht am 25.01.2009 | Counter: 5444 Besucher

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