NewsReviewsArtikelRubrikenAirlinersearchForumImpressum

Review: CLS Airbus A330 und A340 für den FS2004 und FSX

 

Intro

Bei dem Airbus A330 handelt es sich um ein Mittel- und Langstreckenflugzeug, das als Konkurrenzjet zur Boeing 767-300ER auf den Markt gebracht wurde. Während der A330 entworfen wurde, nahm auch die Entwicklung des Airbus A340 ihren Anfang. Beide Jets verfügen über das bei Airbus etablierte "Fly-By-Wire" System, das die Bewegungen an den Steuerorganen im Cockpit mit Hilfe eines Computers umrechnet und so für eine präzisere und einfachere Steuerung der Airbusse sorgt. Im Jahre 1993 erschien der Airbus A330-300, der als Ersatz des Airbus A300-600 gedacht war.

Kauf, Download & Installation

Für den Preis von ca. 33 Euro bekommt man das CLS A330/A340 Paket bei Simmarket oder bei CLS selbst. Zunächst lädt der Käufer ein Zip-File mit der Beschreibung und dem Manual des Produkts herunter. Dort findet er einen Link, mit dem er das eigentlich A330/A340 Paket herunterladen kann. Dieses ist etwa 175MB groß. Die Liveries müssen zusätzlich von der CLS Homepage heruntergeladen werden. Die Installation des CLS A330/A340 erfolgt an Hand eines automatischen Installers denkbar einfach. Die Liveries werden mit einem Livery Manager separat installiert.

Manual

Auf 167 Seiten bietet das CLS A330/A340 Manual eine umfassende Dokumentation der "Airbusse". Es wird ausführlich auf die Systeme eingegangen und ein Tutorial Flug vertieft die Informationen nochmals. Lediglich einige Informationen zur Geschichte des A330 und A340 hätte ich mir noch gewünscht. CLS liefert V-Speed Charts und Zusatzinformationen zum A330 und A340 mit. Das Manuel erklärt die Systeme des Airbus verständlich an Hand von Bildern.

Außenmodell

CLS legte schon immer Wert auf ein detailliertes und exaktes Außenmodell. Spätestens seit der Veröffentlichung des CLS Airbus A340-600 (Review) hat CLS sich selbst die Messlatte für das Außenmodell weit nach oben gesetzt. Nehmen wir zunächst einmal den Airbus A330 (-200 und -300) unter die Lupe. Dieser erscheint mit drei verschiedenen Triebwerken im FS, nämlich dem General Electric CF6-80E, dem Pratt & Whitney PW4000 und dem Rolls-Royce Trent 700 Triebwerken. Diese lassen sich am CLS Airbus durch ihre Form klar voneinander unterscheiden und erscheinen in stimmiger Modellierung und detaillierter Texturierung. Man erkennt an den Triebwerken Verschmutzungen, Warnhinweise und natürlich sind auch die Triebwerkfans in gewohnter CLS Qualität detailliert dargestellt. Die exakte Modellierung wird über den ganzen A330 hinweg konsequent umgesetzt. Einzig bei dem Bereich über den Cockpitfenstern sieht man einige Ecken und Kanten. Besonders begeistern jedoch die detaillierte Umsetzung der Fahrwerke und der Flaps und Slats.

CLS ist wohl einige der wenigen Designerschmieden (womöglich sogar die einzige), die von sich behaupten kann, den Airbus A330-200 und A330-300 optisch akkurat und detailgenau umgesetzt zu haben.

Auch beim Airbus A340 (-200 und -300) hat CLS überzeugende Arbeit geleistet. Auch hier stimmen die Proportionen exakt, die Triebwerke sind detailgenau modelliert und auch sonst scheinen Antennen, Messfühler und die Satcom genau an der richtigen Stelle plaziert zu sein.


CLS bietet 150 verschiedene Liveries für ihre A330 und A340 Modelle an, die alle kostenlos von der CLS Homepage heruntergeladen werden können. Im Übrigen gibt es sogenannte "Complete Packages" mit denen sämtliche Texturen für ein Airbus Modelle auf einmal heruntergeladen werden können. Die Liveries wissen nicht nur durch ihre Vielfalt zu begeistern (CLS hat wohl an jede Airline, die den A330 oder A340 im Dienst hat, gedacht). Auch an der Qualität der Texturen ist kaum etwas zu bemängeln. Höchstens die Fenstertexturen hätten einen Tick höher aufgelöst sein können. Gestochen scharfe Texturen machen besonders die Triebwerke zu einem Blickfang. CLS hat also bei den Texturen saubere und umfassende Arbeit geleistet - hier gibt es von uns einen dicken Pluspunkt für das Airbus A330 & A340 Paket.

Animationen

Die Animationen sind flüssig animiert nicht zu schnell animiert. Sind die Spoilers auf "Armed" geschaltet, so fahren sie auch tatsächlich direkt beim Touch-Down aus und werden beim Unterschreiten einer bestimmten Geschwindigkeit ebenfalls wieder automatisch eingefahren. Auch die Thrust Reverser Animationen sind akurat umgesetzt. So klappen beispielsweise bei den Rolls-Royce Triebwerken kleine Triebwerkflächen nach außen, um einen Gegenschub zu erzeugen. Hier sind die verschiedenen Thrust Reverser Animationen sichtbar:

Des weiteren wird per Klick im 2D-Panel der Pushback-Truck aktiviert. Dieser trägt zwar immer die CLS-Werbeaufschrift, macht jedoch beim Pushback einiges her und ist ein willkommenes Feature. Leider blendet sich der Truck erst ein, wenn per SHIFT+P der Pushback-Vorgang eingeleitet wurde.

2D-Panel & Systeme

Zunächst findet sich der Simmer in einem kompakten und übersichtlichen 2D-Panel wieder. Dort sind zunächst einmal die drei wichtigen Hauptdisplays, nämlich das Primary Flight Display (PFD), das Navigation Display (ND) und das ECAM Display, untergebracht. Des weiteren findet man dort das EFIS Display für die Bedienung von PFD und ND sowie das AFS Panel zum Einstellen des Autopiloten. Bei den Standby Instrumenten ist ein kleines CLS Control Panel untergebracht (lässt sich mit einem Klick auf die Schraube links davon ein- bzw. ausblenden). Dort lassen sich die Subpanels und einige Zusatzfunktionen wie der "Pushback-Truck" oder die das virtuelle Cockpit aus- und einblenden. An der Texturierung im typischen Airbus Grau gibt es nichts zu bemängeln.

Gehen wir nun näher auf die Systeme des CLS Airbus A330 und Airbus A340 ein. Beim PFD hat CLS auf alle wichtigen Eigenschaften geachtet. Die Flight Director Bars und alle Standard-Anzeigen wie das Speed-Tape oder die FMA-Anzeigen funktionieren ohne Probleme. Bei dem FMA (Flight Mode Annunciator) wurde allerdings auf einige Status-Anzeigen verzichtet. Dort findet man nur wesentliche Meldungen wie "ALT CRZ" "LOC HOLD" oder "AP1". Beim Navigationsdisplay kann man nicht meckern. Wie beim realen Airbus A330 und A340 kann der Simmer zwischen sechs verschiedenen Display-Reichweiten auswählen und aus fünf verschiedenen Darstellungs-Modi (Im realen Airbus sind es hier jedoch sechs Modi) eine Auswahl treffen. Leider wird auf dem Navigation Display eben nur die Route aus dem FS Flugplaner importiert. Es besteht keine Möglichkeit, an Hand des MCDU selber Waypoints hinzuzufügen. Überrascht war ich von dem ECAM, das doch recht umfangreich wiedergegeben wird. Zu den ECAM System Seiten zählen: "APU", "Cabine Pressure", "Bleed Air", "Access", "Conditioning", "Status", "ELEC DC", "ELEC AC", "F/CTL", "Fuel", "Wheel" und "HYD" und natürlich nicht zu vergessen: die Engine Anzeigen. Diese unterscheiden sich bei verschiedenen Triebwerken z.B. durch die Anzeige der Umdrehungen. So werden bei den Rolls-Royce Triebwerken noch die Umdrehungswerte der dritten Spule N3 angezeigt.

Auch das Pedestal wurde umfangreich modelliert, auch wenn einige Knöpfe nicht bedienbar sind. Das MCDU wurde leider sehr abgespeckt. Wie bereits erwähnt lassen sich keine Waypoints eingeben. Das MCDU hat eigentlich nur drei nützliche Funktionen: Die Kalkulation von Take Off- und Landing Speeds, die Einstellung der NAV und COM Frequenzen und die Überprüfung des Flugplans.

Das AFS-Panel ist vollständig umgesetzt. Nun verliere ich noch ein Wort zum Overhead Panel. Diese bedeckt nur die obere Hälfte des Bildschirms und verschränkt somit nicht den Blick auf das Main Panel. Der Nachteil: CLS musste ein Zusatzpanel für die Hydraulik Bedienung, die eigentlich auf dem Overhead Panel Platz findet, erstellen.

Etwas enttäuscht bin ich vom Verhalten des A330 und A340 beim Approach. Die "Airbusse" fangen den ILS Localizer nämlich selbst bei geringer Fluggeschwindigkeit (<170 KIAS) beim ersten Versuch nicht richtig ein. Vielmehr fliegt der Jet beim Autoland ersteinmal weit über den Localizer hinaus um dann erst langsam in die entgegengesetzte Richtung einzudrehen und sich auf dem Glide Path einzupendeln. In der Realität hätte ein solcher Systemfehler z.B. bei Parallelanflügen fatale Folgen.

Virtuelles Cockpit

Auch ein virtuelles Cockpit darf bei CLS nicht fehlen. Dort kommt nämlich richtig Airbus-Feeling auf. Die Proportionen scheinen zu stimmen und die Instrumente sind gut ablesbar. Leider fällt die Bedienung im virtuellen Cockpit sehr schwer. So erfordert die Bedienung des Autopiloten am AFS Panel eine Millimeter genaue Platzierung der Maus. Dieses Problem wurde auch nach dem Service Pack 1 nicht behoben und es bleibt zu hoffen, dass sich CLS noch dahinter klemmt. Ein wenig Kritik muss auch an der Gestaltung des Cockpits geübt werden, denn das ist bis auf die Panels selbst recht undetailliert und die Texturen sind oftmals unscharf. Dafür bekommt man aber gute Performance im virtuellen Cockpit beschert. Eine virtuelle Kabine gibt es übrigens nicht. Nun lasse ich die Bilder sprechen:


Sound

Am Sound der "Airbusse" gibt es nichts zu meckern. Die Turbinen klingen nach Airbus und was will man mehr erwarten? Etwas überrascht hat mich dann jedoch, dass ich kurz vor dem Touch Down keine Call Outs hörte. Da ich im CLS nur vereinzelt Beschwerden über fehlende Call Outs fand, nehme ich an, dass die Installation der Cockpit Sound Files nicht ganz geklappt hat. Wer auch keine Call Outs im CLS A330 und A340 hört, kann seine Erkenntnis gerne zu den Kommentaren der Review hinzufügen. Ich würde mich über Feedbacks freuen.

Performance

Der CLS A330/A340 benötigt eigentlich keinen besonders schnellen Rechner (-> vereinfachte Systeme) oder eine High-End Grafikkarte. Was der potentielle Käufer aber unbedingt braucht ist Arbeitsspeicher und zwar jede Menge davon. Das liegt daran, dass seltsamerweise die Texturen des virtuellen Cockpits jedes mal, wenn man nach der Außenansicht dorthin zurückkehrt, neu geladen werden. Auch die Außentexturen werden öfters neu geladen und belasten den Arbeitsspeicher sehr. Meine 1GB waren für den CLS A330/A340 deutlich zu wenig.

AMD Athlon XP 2600+
1,92 GHz
1GB RAM
Geforce Gainward Bliss 7800GS+ AGP (512MB RAM)

Fazit

Beeindruckende Außenmodelle, zahlreiche detaillierte Liveries, ein schön anzusehendes virtuelles Cockpit, eine akzeptable Performance und ein gelungener Sound werden durch eine unzureichende Systemtiefe und einige kleiner Unstimmigkeiten relativiert. Das CLS A330 & A340 Paket ist allen Airbusfans zu empfehlen, die auf wunderschöne Außenmodelle und gelungene Animationen Wert legen und denen vereinfachte Systeme im Flugsimulator genügen. Alles in allem hat CLS ein solides A330 & A340 Paket geschaffen, das jedem Simmer mit nicht all zu hohen Ansprüchen gefallen wird.

Bewertung:

Facts & Figures
CLS Airbus A330 & A340
 
 
Hersteller
CLS
Preis
ca. 33€
Veröffentlichungsdatum
Sommer 2007
Systemanforderungen gemäss Hersteller
- Microsoft Flight Simulator 2004 oder FSX
- 1.6 GHz Intel Pentium IV oder ähnlicher AMD
- Windows XP
- 512Mb RAM
- 128Mb 3D Grafik Karte.
- Eine Soundkarte wie die Soundblaster Audigy
- 1.2 GB freie Festplatte für die Hauptinstallation
Link zur Produktseite
 
Pro
Contra
 
 
-Sowohl A330 als auch A340 sehr detailliert modelliert.
-Praktischer Livery Installer
-Gelungene Animationen (Pushbacktruck etc.)
-Übersichtliches 2D-Panel
-Umfangreiches ECAM
-Virtuelles Cockpit optisch gelungen
-Gute Performance im VC

-"Simplified Systems" - Vereinfachung der Systeme nichts für Hardcore Simmer
-Localizer wird schlecht "eingefangen"
-Performanceprobleme: RAM Überlastung
-Einige (wenige) Kanten über den Cockpitfenstern
-
-
-
 
Einzelkriterien
Kommentar
Bewertung
 
Kauf & Installation
Preis akzeptabel, Installation problemlos, Livery Installation dank Livery Manager einfach
Handbuch/Beilagen
Umfassendes Handbuch mit Tutorial Flug, wenige Informationen zur Geschichte
Außenmodell
Sehr schön gelungen, sehr detaillierte Triebwerke, Proportionen stimmen, einige (wenige) Kanten über den Cockpitfenstern
Texturen
Detaillierte Texturierung, zahlreiche Liveries, teilweise an den Fenstern unscharf
2D-Panel & Systeme
Übersichtliches Panel, umfangreiches ECAM, viele Knöpfe nicht bedienbar, MCDU nur bruchstückhaft wiedergegeben, hier und da Enttäuschungen (vereinfachte Systeme)
Virtuelles Cockpit
Airbus-Feeling kommt auf, Instrumente ablesbar, Cockpittexturen unscharf, Gestaltung des VCs recht detailarm, keine virtuelle Kabine
Sound
Gelungene Airbus Sounds, keine Call-Outs (Installationsfehler?)
Performance
Performance akzeptabel, jedoch viel zu hohe RAM Belastung
Innovativität
Keine besonderen Innovationen, jedoch nicht ausschlaggebend
Spaßbewertung/Langzeitmotivation
Jet für zwischendurch, nichts für Hardcore Simmer
 
Gesamtbewertung
Detailierte Bewertung
--  
 
Auszeichnungen:
keinen
 

 

Screenshots






 

Florian Sommer für flugsimulation.com | Druckversion | Veröffentlicht am 03.12.2007 | Counter: 18227 Besucher

Kommentare
von Tom
geschrieben am 04.04.2010 um 19:20:21
sehr sehr schönes review aber ich glaube schon, dass es sich hierbei um einen installationsfehler handelt, weil bei mir klappt alles einmannfrei oder einwandfrei?? keine ahnung. egal. auf alle fälle hier wieder großes lob an CLS.
von Leon
geschrieben am 01.12.2009 um 21:51:14
Wow sehr schöne Review aber
ist dieses Pack besser al das von wilco ? Meiner meinung nach schon . Aber bei CLS enttäuscht mich das panel .
von fabian
geschrieben am 07.11.2009 um 17:52:19
Hi,schönes Review.Ist der Treibstoffverbrauch auch realistisch?

 

Kommentar schreiben
Name:*
E-Mail:*
Kommentar:*
Max. 1000 Zeichen
Bitte abtippen:*


Die eMailadresse wird nur intern verwertet und nicht an Dritte weitergegeben!

Vereinbarung über die Nutzung des Kommtarbereichs:
Mit dem Abschicken seines Kommentars aktzeptiert der Autor, keine Inhalte mit illegalen Inhalten zu posten, speziell auch nicht mit solchen, die auf File-Sharing von Payware hinweisen. Solche Kommentare könnten auch den Herstellern gemeldet werden. Die IP-Adresse des Posters wird in der Datenbank gespeichert.