Review: flyLogic Switzerland Professional X

Ab in die Alpen!
Sie ist klein, im Herzen Europas gelegen und steht für Neutralität und gelebten Qualitätssinn: Die Schweiz!
Auch bei flugsimulation.com hat dieses Land eine besondere Bedeutung, kommt doch ein nicht zu verachtender Anteil an Redaktionsmitgliedern aus dem kleinen Alpenstaat. Vor einiger Zeit haben wir euch bereits über die kommende Switzerland Professional X Fotoszenerie informiert und mit zahlreichen Vorschaubildern hoffentlich Lust auf mehr gemacht. Nun ist die Endversion vor wenigen Tagen in den Versand gekommen und so auch in unserer Redaktion angelangt. Unsere beiden Eidgenossen Adrian Durrer und Sales Wick haben sich derweil auf eine virtuelle Rundreise durch ihr Heimatland gemacht und wollen euch über das aktuelle Werk aus dem Hause Flylogic berichten.
Vor fünf Jahren war das Raunen in der Szene gross, als das Team um Alex Brander die erste Ausgabe von Switzerland Professional – damals noch für den FS2004 – auf den Markt brachte. Sprichwörtlich wie eine Bombe „schlug“ die Umsetzung des Alpenlandes ein. Mit der hohen Texturauflösung und dem exakten Höhenmodell setzte man für damalige Verhältnisse die Messlatte um einiges höher. Zwischenzeitlich wurde es ruhig um Flylogic, die Entwicklung in Bereich der Fotoszenerien schritt stockend voran. Mit VFR Germany und den zahlreichen MegaScenery USA Titeln erschienen einige Konkurrenzprodukte, diese fanden jedoch selten einen ähnlichen Anklang wie CH Pro. Einige findige Simmer fanden Möglichkeiten die beliebte Szenerie auch im FSX zu geniessen, mit dem Service Pack 2 wurde dieser Freude jedoch ein Ende bereitet. Vor wenigen Tagen ist nun die neue Version mit dem gängigen Anhängsel „X“ erschienen, und wieder scheint die Schweizer Add On Schmiede die Messlatte heben zu wollen. Die Featureliste spricht von zahlreichen Neuerungen und griff eine Vielzahl an Kundenwünschen auf. So sind erstmalig auch saisonale Textursets (Sommer und Winter) enthalten oder etwa ein umfangreiches AutoGen, welches durch eine hohe Zahl an Landmarks unterstützt wird.
Teuer wie die richtige Schweiz
Böse Zungen behaupten, dass in der Schweiz das Geld auf der Strasse liege. Diese Sprücheklopfer hatten wohl leider noch nie die Gunst die Schweiz besuchen zu dürfen, um sich vom Gegenteil überzeugen zu lassen. Dennoch sind wir ein Hochpreisland. Ob gerade deshalb Switzerland Professional X mit dem stolzen Preis von CHF199/EUR127 daher kommt bleibt offen, wird der Interessent doch vorab mächtig zur Kasse gebeten. Für Kunden der „alten“ Version besteht ein faires Updateangebot, bei welchem gegen das Einsenden der Original- CD und zusätzlichen 50€ die neue Version geboten wird. Aufgrund der grossen Datenmengen ist Switzerland Professional X ausschliesslich als Boxed- Version erhältlich und kann im Fachhandel sowie in gut sortierten Kaufhäusern gefunden werden.
Gemessen am Versprochenen, kann der Preis jedoch bereits wieder relativiert werden. Als Vergleich sei VFR Germany zu nennen, ein Teil dieser Fotoszenerie kostet in der Boxed-Version knappe 50€ und ist, hochgerechnet auf die komplette Abdeckung (4 Teile) auch stolze 200€ teuer. Klar, Deutschland ist grösser und somit sollte der Preis verständlicherweise höher ausfallen. Hier ist es gerade umgekehrt.
Mit einer Texturauflösung von 1,2m pro Pixel verfügt CH Pro X über eine enorm hohe Auflösung. Die Anschaffung und Anpassung der Bodentapete machen wohl den grössten Brocken des Gesamtpreises aus. Die Fototexturen stammen von der Schweizer Firma Endoxon (heute Google), und dabei handelt es sich nicht um Satellitenaufnahmen, sondern um einzelne Luftaufnahmen, geschossen von einem Kleinflugzeug, das wohl unermüdlich Runden über dem Alpenland gedreht haben muss. Nein, schönreden wollen wir damit den Preis nicht. Doch wollen wir damit verdeutlichen, dass man sich bewusst sein soll, worin man sein Geld hier investiert. Wer als VFR- Pilot die Schweiz entdecken will, wird tief in die Taschen greifen müssen...ob dies berechtigt ist?

Round and Round…Installation und Lieferumfang
Die Redaktion erreichte eine schmucke kleine DVD- Schachtel, die etwas dicker ist, als sonst gewohnt. Darin versteckt sind vier DVDs für den FSX und eine für den FS2004 plus ein gedrucktes Handbuch in Deutsch, Französisch und Englisch.
Relativ problemlos aber (aufgrund der grossen Datenmenge) langsam verläuft der eigentliche Installationsprozess. Zwischenzeitlich konnten wir uns mit den Beilagen vertraut machen, und diese verführen doch zum einen oder anderen Schmunzeln.
Während das Handbuch für die „neue“ FSX-Version mit den aktuellen Informationen versehen ist, ist das Handbuch für die „alte“ FS9-Version noch jenes der Ausgabe von vor fünf Jahren. Etwas peinlich, wenn darin geschrieben wird, dass Autogen keinen Sinn für eine Szenerie dieser Art mache, man jedoch in der FSX-Version das Gegenteil erlebt.
Nebst vielen Informationen zum Produktumfang erfährt man in den Beilagedokumenten auch wie der Flugsimulator entsprechend eingestellt und konfiguriert werden soll, um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen. Gut gemacht!
What’s in it? Die Chronik eines Fortschritts
Ziel einer Neuauflage sollte es natürlich immer sein, dem Vorgänger einerseits gerecht zu werden und andererseits eine gehörige Portion an Entwicklung mit sich zu bringen. Anzumerken ist, dass es sich bei CH Pro X nicht um eine reine Anpassung an die geänderten Programmstrukturen des FSX handelt, sondern um ein, mehr oder weniger „neues“ Produkt. Das frische Gesicht wartet mit einer Vielzahl an Verbesserungen auf. Die Euphorie der Erstversion war gross, verlor mit der Zeit jedoch immer mehr an Intensität. Wer wollte schon immer zur Sommerzeit am Tag fliegen um die Szenerie überhaupt geniessen zu können? Richtig, kaum jemand, ist die Schweiz doch gerade für ihren wunderprächtig weissen Winter bekannt – naja, im Zuge der „Klimaerwärmung“ auch ein zu relativierender Umstand. Mit dem „neuen“ CH Pro ist diesem Missstand nun endlich Rechnung getragen worden. Die Schweiz ist nun sowohl zu unterschiedlichen Tageszeiten (Textursets für Tag und Nacht) als auch im Sommer und Winter in ihrer vollen Pracht zu geniessen. Flylogic hat sich auch den Kundenwunsch nach mehr „Tiefe“ notiert und umgesetzt. Das Entwicklungsteam um Alex Brander, Jeffrey Stähli und Michael Röthlisberger verschönerten die Schweiz mit einem Autogen der Superklasse. Mit einem eigens dafür entwickelten Algorithmus wurde jede Texturkachel nach Objekten und Gebäuden visuell durchsucht und entsprechend „bestückt“. So findet man nun an den entsprechenden Stellen auch Häuser wieder, Wälder sind korrekt platziert und werden durch die gut 800 händig platzierten Landmarks ergänzt. Diese besonderen Objekte oder Gebäude der Schweiz umfassen nebst den gut sichtbaren Dingen wie Kernkraftwerken – ja die gibt’s bei uns auch – Windräder oder etwa Tanklager auch Gebäude von grosser Bedeutung (Bundeshaus, ETH Zürich etc.)
Eiger, Mönch und Jungfrau…die Szeneriepracht im Praxistest
Mit dem FSX bekam die Addonindustrie für Fotoszenerien eine Spielwiese der Superlative (7cm/Pixel Texturauflösung / 1m Höhenmodellgitter).
So liess es sich auch Flylogic nicht nehmen die Auflösung von 4.8m/Pixel auf 1.2m/Pixel zu verkleinern, was sich deutlich an den zusätzlich erkennbaren Details der Texturen bemerkbar macht!
Das beigelegte Downgrade für den FS2004 ist wo möglich soweit identisch mit der FSX-Variante. Ganz klar kommt es nicht an die Schärfen der FSX-Version heran, hat aber bereits seinerzeit die alte Version die Möglichkeiten des FS 2004 ziemlich ausgeschöpft. Die Texturen wurden aber trotzdem nochmals überarbeitet und geben einen Tick mehr Schärfe als auch einen angpassten Farbton wieder.
Etwas schade finden wir, dass wiederum die Texturen von 1997 verwendet wurden, da sich das Landschaftsbild der kleinen Schweiz in 11 Jahren durch Überbauungen oder auch Umwelteinflüsse (z.B. Unwetter 2005) doch vielerorts verändert hat. Ganz klar, Flylogic ist natürlich abhängig vom Angebotenen, aber es sind durchaus bereits Aufnahmen von den Jahren 2003-2007 vom Bundesamt für Landestopografie erhältlich. Durch diese enorm lange Zeitspanne wird ein problemloses Zusammenführen mit dem Kostenpunkt wohl stark erschwert.
Nebst der zusätzlichen Schärfe wurden die Texturen jedoch auch in ihrem Farbton verändert. Vielfach kam nämlich die Kritik, dass die Farben der Vorgängerversion zu satt und damit fast schon kitschig wirken. Einen Touch realistischer wirken sie damit auf jeden Fall, doch ist es wohl auch immer eine Frage des eigenen Geschmacks. Im Grossen und Ganzen wurden auch die Übergänge der einzelnen Texturübergänge sehr gut getroffen, da und dort findet man jedoch trotzdem sichtbare Stellen (mehrheitlich bei weissem Gletschereis), wo die Farbabstimmung suboptimal abgestimmt und Übergänge gut zu erkennen sind.
Apropos Eis - weiterhin hat CH Pro X damit zu kämpfen, dass auf Schnee eine etwas starke, unschöne pigmentartige Färbung sichtbar ist. Allerdings ist sich die Community auch noch nicht ganz schlüssig, ob diese Anzeige vom verwendeten System abhängt, womit leider Verbesserungen wohl erst mittelfristig ermittelt werden können.


Das für den Winter erstellte Texturset wurde mittels eines Farbfilters ausgehend von den Sommertexturen erstellt. So sind zwar auch alle Strassen weiss gepudert und landwirtschaftliche Anbaufelder im Winter farblich abgestuft erkennbar, diese Differenz kommt aber zur Raumorientierung sicher nicht ungelegen anstatt wenn alle Felder gänzlich weiss wären. Alles in allem wurde mit grosser Sicherheit der bestmöglichste Schnitt gefunden, da beim Grenzübergang keine Abweichungen mit den FS-Wintertexturen feststellbar sind. Potenzial hat Flylogic bei manchen Bergseen liegen gelassen. Es wäre sehr aufmerksam und interessant, wenn diese im Winter gefrorenen Seen, die nicht gerade selten gestreut sind, auch im Simulator weiss und landbar wären.
Man darf sich jedoch auf jeden Fall freuen, beim nächsten Winter nun auch in der virtuellen Schweiz des Simulators mit von der Partie zu sein!

Das Höhenmodell wurde in seiner Genauigkeit von 20 Metern ein kleinwenig auf 19 Meter reduziert. Auch hier wäre eine Verbesserung bis zu einem Meter möglich, doch ist die gesamte Landschaft problemlos zu erkennen. Im Endeffekt wäre es wohl höchstens für das kleine Helisimmersegment interessant und für den Rest leistungsfressender Luxus. Bei Landungen im Gebirge gibt es nach wie vor Differenzen zwischen dem Gesehenen und der effektiven Kollisionsabfrage, da man immer noch da und dort im Boden versinkt. Doch auch dieses Leid ist den gebirgsorientierten Gletscherpiloten oder Helisimmern vorbehalten und grundsätzlich von Flylogic auch nicht zu verhindern gewesen.
Das neu hinzugefügte AutoGen (AUTOmatisch GENeriert) gibt der Scenery nun endlich zusätzlich Fülle und VFR-Fliegern sehr gute Referenzpunkte. Autogen ist ein Standard vom FS, wurde auch schon für Fotoszenerien eingesetzt (ebenfalls bereits für Swiss Pro, wem das Autogenprojekt von Lukas Kaufmann ein Begriff ist) und ist so auch nicht unbedingt neu. Die Machhart, dass der Computer blind anhand der Luftaufnahmen die Gebäude allgemein so erfolgreich setzen kann, verblüfft aber recht stark und macht dieses Feature für die ganze Schweiz gegenüber dem Verhältnis Aufwand & Ertrag erst richtig umsetzbar.
Der allgemeine Eindruck ist fantastisch und ist dieser auch für das alltägliche Fliegen relevant. Geht man aber näher heran und vergleicht anhand der Bodentexturen oder hat eigene Ortskenntnisse, erkennt man, wo die menschliche Wahrnehmung dem Algorhytmus überlegen gewesen wäre. Aber nochmals, dieser Algorhytmus ist sicher nicht ohne, hat er doch schliesslich zwischen Häusern, Parkplatzen oder Gestein zu entscheiden (sogar SAC-Hütten auf Bergen wurden vielerorts korrekt erkannt). Hier macht sich aber auch der Konflikt breit, dass die zufälligen Objekte teils sehr unpassend wirken. So findet man im kleinsten Bergdorf plötzlich kleinere Wolkenkratzer und ein berühmtes Beispiel, die „Hörnlihütte“ am Matterhorn, plötzlich in Form eines Büroblocks. Schiebt man jedoch den Scenerydichteregler ein wenig nach links verschwinden diese schwarzen Schafe mehrheitlich...
Die gesetzten Häuser sind der übliche Standard, den Microsoft im europäischen Raum einsetzt. Ganz klar ist dies gerade eben in ländlichen Gegenden teils ein kleiner Kulturschock, doch wird man mit dem allgemeinen Eindruck der Agglomerationen bald darüber hinwegsehen können.



Hüllt sich der FSX in’s dunkle Nachtgewand, müssen nun Swiss Pro-Benutzer nicht länger traurig sein, sondern sehen nebst den beleuchteten Häusern auch Lichtkugeln, die das Laternenlicht grösserer Strassen und Siedlungen imitieren sollen. Dies ist sehr aufmerksam und erweitert das nächtliche Bild für IFR-Überflüge immens, die Scenery ist jedoch nach wie vor für Nacht-VFR nur begrenzt und nur sehr erschwert zu benutzen. Die Texturen am Boden an sich blieben nämlich trotz bekannter Möglichkeiten dunkel.


SwissPro beinhaltet, wie es sich für eine FSX-Landschaft gehört, Schiffsverkehr auf grösseren Seen und Autoverkehr auf den Schweizer Autobahnen im Mittelland.
Die Schweiz ist aufgrund der Topografie ein „Tunnelland“ und dies auch vermehrt im Flachland als Lärmschutzmassnahme. Da sieht es da und dort sehr unschön aus, wenn der Verkehr plötzlich auf grünen Hügeln über die Tunnelrouten rollt. Zum Glück lässt sich der ressourcenfressende Autoverkehr aber abschalten!


Auch sehr schön wurden sagenhafte 784 Landmarkobjekte fotoreal umgesetzt, um Wiedererkennungswerte zu schaffen und die VFR-Navigation realer wie auch erlebnisreicher zu gestalten. Die Anzahl muss nun leider jedoch wieder etwas relativiert werden, da Einzelobjektansammlungen (Altstadt Bern, Tanklager etc.) einzeln gezählt wurden. Nichts desto trotz darf man sich auf bekannte Sehenswürdigkeiten freuen, wie sie in den folgenden Bildern zu sehen sind.

Die Qualität der Objekte ist teils sehr unterschiedlich. Während die Stadt Bern top umgesetzt ist, sind die Texturen vom Stade de Suissé oder dem Bea Messegelände eher etwas „vermatscht“. Die Details halten sich jeweils in Grenzen, was aber der Performance zu Gute kommt. Da Flylogic die Fäden wohl buchstäblich in der Hand hat, schweben manche Objekte durch Differenzen im Höhenmodell oder unsauberer Platzierung. Zum Glück aber aus der Luft auch nicht gleich auf den ersten Blick erkennbar.

Das beigelegte Downgrade für den FS2004 ist wo möglich soweit identisch mit der FSX-Ausführung. Ganz klar kommt es nicht an die Schärfen der FSX-Version heran, hat aber bereits seinerzeit die alte Version die Möglichkeiten des FS 2004 ziemlich ausgeschöpft. Die Texturen wurden aber trotzdem nochmals überarbeitet und geben einen leicht schärfere Wiedergabe und ebenfalls einen angpassten Farbton wieder.
Performance
Aufgrund der erhöhten Auflösung und der damit verbundenen grösseren Datenmengen sind die Ladezeiten im FSX um einiges länger als jene im FS9 wo die Auflösung aufgrund technischer Limitationen geringer ist. Ist die Schweiz einmal geladen, dann kann sie jedoch unterbrechungsfrei genossen werden. Die Bildwiederholrate war auf den Testrechnern selbst bei hohen Einstellungen stets im Bereich um 20FPS im FSX. Als besonders Frames „fressend“ entpuppten sich die Lichtpunkte, welche mit der Anzeigeeinstellung „Beleuchtung“ beeinflusst werden können. Ist diese Option angewählt, werden die Lichtpunkte optisch zwar realistischer dargestellt, dies jedoch mit einer sprichwörtlichen Halbierung der Anzeigegeschwindigkeit.
Selbst im Anflug auf ein gut besuchtes Zürich-Kloten (voller AI-Traffic und LSZH von FSDT) hielt sich die Bildwiederholrate in einem ruckelfreien Bereich von 20FPS. Mit der Zunahme an Autogenobjekten sinkt jedoch verständlicherweise dieser Wert.
Erstaunlich ist (und das ist bisher wirklich ziemlich branchenunüblich...), dass die Performance der FS 2004 Variante uns aber im Verhältnis sogar einen Tick schlechter als im FSX erscheint - die findige Community wird aber am Simulator sicherlich zukünftig noch Optimierungen für die neuen Szenerie finden!
Der springende Punkt bei Fotoszenerien ist auch immer wie schnell man sich durch den Raum begibt. Bei der Durchsicht des Handbuchs kriegt man zu lesen, dass über der Scenery nicht schneller als 400kts geflogen werden sollte, wobei sich mit dieser Zahl Flylogic einer echten Herausforderung gegenüberstellt!
Und in der Tat, ausnahmslos und in der gewohnten Bildwiederholrate sind die überflogenen Texturen sogar bei über 400 kts scharf, womit Swiss Pro X dem FSX ganz neue Charakterzüge in Sachen Performance entlockt – Chapeau!
Um den Radius der „scharf geladenen“ Texturtapete zu erhöhen sind einige Tricks nötig. Dazu findet ihr im Anhang der Review einige Einstellungsoptionen, die den Testrechnern ein wahres Bildfeuerwerk entlockten.
Gelebtes Schengen-Abkommen…oder die Kompatibilität zu Drittprodukten und die Szenerieübergänge
Die Zusammenarbeit mit Drittprodukten funktioniert bestens. Probleme mit der angrenzenden Austria Professional X Szenerie gibt es keine, sowohl im Bereich des Texturübergangs als auch bei den weiterführenden Strassen und Flussverläufen kommt ein stimmiges Bild zustande.
Auch die Flughafenszenerie ZürichX von FSDreamTeam fügt sich stimmig in die Fotoszenerie ein und gibt zusammen mit Switzerland Professional X ein enorm realistisches Abbild des wichtigsten Schweizer Luftdrehkreuzes wieder. Einziger Wehrmutstropfen stellt das Landclass um südlichen Umkreis des Flughafengebiets in den Gemeinden von Glattrugg, Opfikon und Rümlang dar, wo jenes durch die Flughafenszenerie ausgeblendet wird. Umberto Colapicchioni vom FSDreamTeam sicherte uns diesbezüglich jedoch eine baldige Anpassung zu.
Ein genauer Blick an die Landesgrenzen verrät uns zudem, dass auch hier ganze Arbeit geleistet wurde. Die Texturen enden nicht einfach abrupt, sondern gehen fliessend in jene der angrenzenden Standartszenerie über. Je nach verwendeter Landclass der angrenzenden Szenerie, sind die Strassen- und Flussverläufe entsprechend angepasst oder eben nicht, dies ist jedoch kein grundlegender Fehler des Produktes.

Die Summe aus Rösti, Bratwurst und Armeetaschenmesser oder einfach: Das Fazit..
Flylogic knüpft dort an, wo man vor fünf Jahren die Messlatte gesetzt hat: Auf einem höheren Level. Mit Switzerland Professional X ist dem Team um Alex Brander eine Neuauflage jener Fotoszenerie gelungen, die getrost als das Vorzeigeobjekt bezeichnet werden kann. Der stolze Preis wird durch eine durch und durch qualitativ hochwertige Szenerie relativiert. Besonders VFR- Piloten oder wagemutige Jet-Jockeys werden ihre wahre Freude an tiefen Sichtflügen über dem Alpenland haben. Die hohe Auflösung der Texturen und das umfangreiche und exakte Landclass bietet zusammen mit den Landmarks ein „wahres“ Abbild der Schweiz im Flugsimulator – nun auch nachts und im Winter.
Wer dem FS9 noch eine Weile treu bleiben wird, hat Flylogic mit dem Downgrade zum FS2004 sicherlich einen grossen, nicht selbstverständlichen Gefallen getan!
Airlinerpiloten, die das Alpenland lediglich auf FL350 und höher überfliegen oder sehr selten auf einem der grösseren Flughäfen landen, raten wir vom Kauf eher ab. Das Preisleistungsverhältnis wird für sie einfach nicht stimmen. Wer jedoch gerne mit einem „Dickschiff“ in die Schweiz kommen will um anschliessend auf die eine oder andere Entdeckungstour mit einem etwas kleineren Gerät zu gehen, wird trotz der teuren Anschaffungskosten glücklich mit Switzerland Professional X.
Das Produkt wird mit der Auszeichnung „Award for Excellence“ ausgezeichnet.
| Facts & Figures | flyLogic Switzerland Professional X | |
| Hersteller: | flyLogic | ![]() |
| Preis: | 127,00€ | |
| Veröffentlichungsdatum: | 11.08.2008 | |
| Systemanforderungen gemäss Hersteller: | Microsoft Flight Simulator X (SP2) / 2004 Windows XP(SP2), Windows Vista Prozessor: 3 GHz 1 GB RAM (2 GB empfohlen) Grafikkarte: 256 MB (512 empfohlen) 16.2 GB freier Festplattenspeicherplatz für die FSX-Version 4.4 GB freier Festplattenspeicherplatz für die FS2004-Version DVD-ROM-Laufwerk |
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| Link zur Produktseite: | flyLogic Switzerland Professional X | |
| FS-Version(en): | FSX, FS2004 | |
| Pro | Contra | |
| - fantastisches Abbild der Schweiz - zahlreiche Landmarks - saisonale Texuren/Ausleuchtung bei Nacht - Verwendung von AutoGen - gute Performance - Downgrade für den FS2004 vorhanden - Sanfte Übergänge - Kompatibilität zu Drittprodukten |
- hoher Preis - kleinere Übergangsfehler bei den Texturen - teilweise unpassendes Autogen/falsch positionierte Objekte - Alter der Texturressourcen |
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| Kriterium | Kommentar | Bewertung |
| Kauf, Installation und Einbindung | Hoher Preis, problemlose wenn auch lange Installation (4DVD's FSX), Einbindung ok |
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| Handbuch/Beilagen | Gedrucktes Handbuch in D, F und E für die FSX- Version, restl. auf DVD | ![]() |
| Szeneriedesign/Innovationen | Zahlreiche Landmarks und das gute Höhenmodell überzeugen, komplette AutoGen-Abdeckung |
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| Animationen | Standardfeatures des FSX (Auto & Schiffe) genutzt | ![]() |
| Texturen | Sehr authentisch und in einer hohen Auflösung (1.2m / Pixel) |
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| Performance | Erstaunlich gut, sowohl im FSX als auch im FS9 | ![]() |
| Spassbewertung/Langzeitmotivation | Besonders für VFR Piloten sehr reizvoll und von langer Spielfreude. Wer einmal CH Pro X geflogen ist, kommt nur schlecht wieder davon los.. |
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| Gesamtbewertung | ![]() |
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| Auszeichnungen | ||
| Top-notch der Fotoszenerien |
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Adrian Durrer und Sales Wick für flugsimulation.com | Druckversion | Veröffentlicht am 02.09.2008 | Counter: 9834 Besucher
Anhang bezüglich der "perfekten" Einstellung
Über Einstellungen, Tipps und Tricks beim Flugsimulator könnte man einen sehr umfassenden Artikel schreiben. Die beiden Autoren haben im laufe ihrer Arbeit am Flugsimulator an den Kerneinstellungen für Fotoszenerien geschraubt und zeigen hier einen kleinen Einblick in ihre Flusi- CFG's:
WICHTIG: Sämtliche CFG- Datein vorab mit einem Back-up an einen sicheren Ort speichern/kopieren. Fall etwas schief geht, kann man darauf zurückgreifen und hat den Flusi nicht direkt zerschossen. Die fs9.cfg Datei findet ihn unter Laufwerk\Dokumente und Einstellungen\Euer Benutzername\Anwendungsdaten\Microsoft\FS9 (Der Ordner Anwendungsdaten ist versteckt. Durch das Tab "Extras" -> Ordneroptionen dann in der Lasche Ansicht "Versteckte Dateien und Ordner" "Alle Dateien und Ordner anzeigen" anwählen und schon ist er sichtbar.)
Für den FS9 sind bei uns folgende Einstellungen am besten gewesen:
TERRAIN_ERROR_FACTOR=90.000000
TERRAIN_MIN_DEM_AREA=10.000000
TERRAIN_MAX_DEM_AREA=150.000000
TERRAIN_MAX_VERTEX_LEVEL=21
TERRAIN_TEXTURE_SIZE_EXP=8
TERRAIN_AUTOGEN_DENSITY=0
TERRAIN_USE_GRADIENT_MAP=1
TERRAIN_EXTENDED_TEXTURES=1
TERRAIN_DEFAULT_RADIUS=5
TERRAIN_EXTENDED_RADIUS=9.5
TERRAIN_EXTENDED_LEVELS=1
Für den FSX haben wir keine weiteren Tricks, persönlich erzielten wir die besten Ergebnisse mit den angegeben Daten aus dem Handbuch.





















| Hallo Adrian Endlich habe ich es geschaft!!!! Aber habe wieder ein kleines Problem: ich habe auch das Kleinflugplätze Teil 3 instaliert. die flugplätze selber sind super! Aber um den Flughafen herum fehlen Bäume, Häuser....!! (sie sind jetzt flach, davor 3 dimensional!)Man sieht nur noch etwas Plattgedrücktes! Hättest du mir einen Tipp?? Wäre sehr froh! Danke! freundliche Grüsse Andreas |
| Hallo Andreas Habe beide besagten Addons auch installiert, verfüge aber über keine Datei namens "Goes1e4c.rra". Vielleicht kannst du dir diese in deinem FS-Freundeskreis irgendwie beschaffen oder sonstwie im Internet finden! Gruss Adrian |
| Hallo Adrian ich hatte das switzerland professional schon einmal erfolgreich innstaliert, dann kaufte ich mir das Lama X! Danach funktionierte es nicht mehr richtig, also habe ich alles deinstlliert! Der FSX habe ich wieder erfolgreich insstaliert! Aber das Switzerland Professional geht nicht ! Der Fehler kommt ganz am Anfang der Instalation!!!?? grüsse Andreas |
| Hallo Andreas Spontan fällt mir dazu nichts ein, wie das in Verbindung mit Switzerland Pro sein könnte. Ist das erst seit der alleinigen Installation der Szenerie? Und wo tritt der Fehler auf? (beim FS-Laden, während dem Flug etc.). Wende dich ansonsten an Flylogic, die wissen schnell, ob die Effekt-Datei zu ihnen gehört. Mehr können wir dazu leider auch nicht helfen. Viel Glück! |
| Hallo ich habe das switzerland professional auch! jedoch tretet bei mir volgendes auf:: Folgender Fehler ist bei der Datei C:\Programm Files\Microsoft Games\Microsoft Flight Simulator X\Effects\Goes1e4c.rra aufgetreten. Zugriff verweigert (0x5) ich weiss nich was ich machen soll bin schon am verzweifeln! Können Sie mir helfen??? würde mich sehr sehr vreuen!! grüsse andreas |
| Einfach wunderschön |