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Review: Carenado Cessna 172

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Wichita in Kansas, USA. 1948. Die sonst Aktenschränke produzierende Firma Cessna baut mit der Cessna 170 ein Sportflugzeug in wegweisender Ganzmetallbauweise, welches prompt ein Kassenschlager wird. 1955 wurde die 170 wieder aufgelegt. Erneut ein Ganzmetallhochdecker für vier Personen, aber zum ersten Mal überhaupt mit Dreibeinfahrwerk. Die Cessna 172. Kontinuierlich verbessert wurde sie 1977 schließlich zur „Skyhawk“
Sie ist eines der bekanntesten Flugzeuge weltweit und fast auf jedem Flugplatz zu finden. Viele Piloten wurden auf ihr ausgebildet. Sie ist einfach zu fliegen, sehr robust und vereint hohe Zuladung und Reichweite mit trotzdem annehmbarer Reisegeschwindigkeit. Kurzum: Das perfekte Flugzeug für Flugschulen und Privatpiloten. 1987 wurde die 172 erneut ins Rampenlicht der Öffentlichkeit gerückt, als der damals 19 jährige Mathias Rust eine Chartermaschine "stahl" und mit ihr unbehelligt von Hamburg bis nach Moskau flog, um auf dem Roten Platz zu landen. Ein Flug für den "Weltfrieden".

Im Simulator

Die Softwareschmiede Carenado aus Chile lieferte in letzter Zeit viele hochwertige Kleinflugzeuge für den FS9 und FSX. Ihre neueste Kreation ist die Cessna 172 Skyhawk, ebenfalls für den FS9 und FSX. Der Einwurf, es gäbe doch in beiden Simulatoren schon standardmässig eine 172, ist natürlich durchaus berechtigt. Darum schauen wir uns jetzt die Skyhawk von Carenado an, um herauszufinden, ob sich deren Kauf lohnt.

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Kauf und Installation

Am einfachsten kann man die Skyhawk von Simmarket herunterladen. Hier gibt es zwei unabhängige Versionen für beide Simulatoren als Download für je 26.17 Euro. Man kann sie aber auch direkt auf der Herstellerseite bestellen. Hat man die gut 30 Megabyte erst einmal heruntergeladen, findet man einen automatischen Installer, dem man noch den Pfad zum Flugsimulator weisen muss. Die Installation wird schnell und problemlos abgewickelt. Im Simulator wird unter der Rubrik Carenado die 172 in vier Bemalungen geladen. Bei dreien davon kann man entscheiden, ob man sie mit oder ohne Radverkleidungen fliegen will. Die vierte Bemalung, eine Jubiläumsversion, gibt es nur mit Radverkleidungen.

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Doch bevor es ans Fliegen geht, werfen wir mal einen Blick in das...

Handbuch

Mit der Skyhawk kommen drei Manuals, sprich Betriebsanleitungen und Checklisten. Zuerst der größte Kritikpunkt: Die Manuals sind weder direkt vom Desktop noch aus dem Startmenü erreichbar, nein, man findet die drei PDF-Dokumente im „Cessna 172“-Ordner im Flugsimulator „Aircraft“-Verzeichnis. Das erste Dokument enthält nur eine Seite mit Copyright-Hinweisen und ist dadurch für unsere Review eigentlich irrelevant. Des Weiteren gibt es eine achtseitige Checkliste, auf welche man auch im Flug über das Kniebrett zugreifen kann. Genauso das dritte Dokument, eine einseitige Referenzentabelle mit wichtigen Hinweisen zum Flugzeug, wie maximalem Startgewicht, Stallspeed, Reisegeschwindigkeit usw. Das Layout der Dokumente ist sehr ansprechend gestaltet, mit Fotos der Originalmaschinen, die Carenado offensichtlich als „Vorlagen“ dienten. Sprache? Natürlich: Englisch!

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Aussenmodell

Mit abgestelltem Motor und angezogener Parkbremse steht die Skyhawk auf dem Rollfeld. Bremsklötze hindern sie am Wegrollen, das Staurohr wird durch ein rotes „Remove Before Flight“-Bändchen geschützt, das auch leicht im Wind flattert. Die Tür auf der Pilotenseite steht offen. Mit der Tastenkombination Umschalt+E+2 öffnen sich auch noch die Copilotentüre und die Gepäckklappe auf der Backbordseite. Ein Reisekoffer steht in der Maschine.

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Der Pilot bleibt im Cockpit sitzen, er verschwindet leider nicht per Tastendruck. Visualisierte Passagiere fehlen, auch wenn man ein Gewicht für sie einstellt. Bei Steuereingaben reagieren nicht nur die entsprechenden Ruder, auch der Pilot bewegt seinen Kopf, die Gliedmaßen und bei g-Belastung, zum Beispiel wenn man stark am Steuerhorn zieht, wird er richtig in seinen Sitz gedrückt.

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Viel mehr Animationen am Aussenmodell gibt es nicht, nur die Landeklappen schauen wir uns noch an. Diese sind zwar schön texturiert, auch die Anschläge sind dreidimensional umgesetzt, jedoch fahren sie einfach viel zu ruckelig aus. Das stört das Bild etwas.
Doch was wäre ein Aussenmodell ohne Texturen? Und genau diese sind wieder einmal eine Glanzleistung seitens Carenado. Man erkennt jede Nietenreihe und jeden Blechstoß gestochen scharf.

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Besonders gut ist auch, dass die Skyhawk benutzt, aber nicht übertrieben dreckig aussieht. Denn mal im Ernst, auf welchem Flugplatz sieht man denn schon mal „eingeschlammte“ Flugzeuge? Natürlich sind alle vier Bemalungen von gleich hoher Qualität. Man hat fast das Gefühl, das Flugzeug auf einem Foto zu sehen und nicht im Simulator.

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Und bei Nacht? Die Skyhawk ist sicherlich nicht für die Nacht gebaut, auch wenn Flüge im Dunkeln möglich sind. In der Abenddämmerung macht sie eine recht gute Figur, bei Nacht ist sie aber kaum noch zu sehen. Neben den Standardleuchten wie Navigationslichter, Landescheinwerfer und Strobes fällt besonders positiv die Innenraumbeleuchtung auf, die sehr realitätsnah den Piloten, die Unterseiten der Tragflächen und die Motorhaube anleuchtet.

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Das Beacon, das rote Blinklicht auf dem Seitenleitwerk, ist jedoch fehlerhaft: Es blinkt viel zu langsam und unregelmäßig in Abständen von fünf bis fünfzehn Sekunden! Wenn es aber mal blinkt, dann hebt der rote Lichtschimmer auch das Höhenleitwerk und den hinteren Rumpf aus dem Dunkeln hervor.

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Ausserdem stört, dass die roten und grünen Navigationsleuchten an den Flügelenden sehr klein und teilweise kaum zu sehen sind. Vielleicht kommt hier noch ein verbessernder Patch von Carenado, ich empfehle aber, die 172 nur im Hellen oder in der Dämmerung zu bewegen.

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Von aussen überzeugt die Skyhawk, abgesehen von diesen kleinen Unzulänglichkeiten, auf ganzer Linie. Aber wie steht es mit den inneren Werten?

2D Panel

Nicht selten ist der erste Eindruck entscheidend. Egal ob bei Bekanntschaften oder 2D-Panels. Letzteres konnte hier überzeugen. Die Hintergrundbitmap ist nach Fotos entstanden, auch die Instrumente entsprechen in Aussehen, Funktion, Größe und Position den Originalen.

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Klickt man sie an, erscheinen die Anzeigen vergrößert in Form eines kleinen Fensters. Das funktioniert mit jedem Instrument separat. Auch das Steuerhorn kann für bessere Sicht mittels Klick entfernt werden.
Unten rechts auf dem Panel befindet sich eine kleine blaue Schaltfläche, die bei Klick ein Minipanel aufruft, mittels welchem man auf weitere Funktionen zugreifen kann: Das GPS, die Karte, das ATC-Fenster sowie ein weiteres Fenster, das die untere Mittelkonsole mit Tankwahlschalter und Höhenrudertrimmung enthält. Hier stört der dicke gelbe Rahmen etwas.

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Die Instrumente sind gut lesbar und zeigen sehr flüssig an, ganz im Gegensatz zu den Lichtschaltern und (nicht bedienbaren) Sicherungen am unteren Rand des Panels. Diese sind sehr klein und die Beschriftungen so gut wie nicht zu lesen. Leider ist dieser Teil des Panels nicht als Extra-Fenster aufrufbar. Am oberen Rand findet man einen kleinen Aufkleber, auf dem eigentlich die Kennung der Maschine stehen sollte, was sie aber leider nicht tut. Immerhin variiert das Stück Innenraumverkleidung, das unten links zu sehen ist. Es erscheint je nach Farbe der Maschine in braun oder blau.
Zweidimensionale Sideviews gibt es nicht, hier muss das VC herhalten. Dieses Verfahren kann aber die Performance beeinträchtigen, da die umfangreichen Texturen des VC erst geladen werden müssen.
Das größte Manko des 2D-Cockpits ist jedoch die Sicht: Damit alle Instrumente auf das Bild passen, wurde die Sitzposition weit nach unten verlegt, und man sieht kaum noch etwas. Weniger als ein Drittel des Bildschirmes bleibt als „Sehschlitz“ übrig. Vor allem bei Sichtflügen ein großer Nachteil.

Virtuelles Cockpit

Persönlich ziehe ich das virtuelle Cockpit seinem zweidimensionalen Bruder vor. In Sportflugzeugen macht das auch Sinn, da man erst einmal eine viel bessere Sicht hat und da die kleinen, oft einfachen Cockpits kaum auf die Performance drücken, im Gegensatz zu denen komplexer Jets. Ausserdem vermittelt es ein realistischeres Gefühl und erweckt viel eher den Eindruck, sich wirklich in der Maschine zu befinden. Und in der Skyhawk?

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Zuerst einmal die Instrumente angeschaut: Genau dieselben wie im 2D-Panel, ebenso ruckelfrei und genauso gut ablesbar. Auch hier lassen sie sich per Klick vergrößern, wie sich auch das Steuerhorn –genau wie im 2D-Panel- ausblenden lässt. Des Weiteren klappen die Sonnenblenden herunter und das Seitenfenster öffnet sich. Die Türen können leider nicht durch Anklicken geöffnet werden, sondern nur über Tastenkommando. Das Pilotenfenster jedoch schon. Der Innenraum der Maschine ist lebendig texturiert und wirkt sehr ansprechend. Die Polster und Teppichböden, die Stellen, die man eigentlich nicht sofort sieht, sind auch wunderbar umgesetzt. Selbst die Verschraubungen der Sitze sind sehr detailliert.

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Jedoch gibt es hier dieselben Probleme wie im 2D-Panel: Einige Beschriftungen sind kaum zu lesen. Besonders schlecht schneidet die Funkgruppe ab: Viele Schalter sind nicht bedienbar und einige zeigen ins „Leere“, was an sich noch zu verkraften wäre. Doch damit nicht genug: Zwar kann man die Frequenzen im Funkgerät eingeben, allerdings passiert im FS Standard-Funk nichts! Da kann man noch so oft auf „2“ drücken, um Starterlaubnis einzuholen - der Simulator glaubt, das Funkgerät wäre nicht eingeschaltet. Es bleibt also nur, auf den Funk zu verzichten.

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Bei Nacht sind die Anzeigen hell beleuchtet und gut ablesbar. Allerdings strahlen die weißen Innenverkleidungen und das Panel so hell, dass der Blick nach außen gehindert wird.

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Und noch ein kleiner Fehler: Schaut man bei eingeschalteter Beleuchtung nach hinten in die Kabine, sieht man das rote Beaconlicht von innen an der Decke! Aber sonst bringt die 172 das Flair kleiner Sportflugzeuge glaubhaft rüber, auch wenn das strahlend weiße Panel gewöhnungsbedürftig ist. Also sieht man auch hier, die Skyhawk sieht wunderbar aus, jedoch sollte man keine Systemtiefe erwarten.

Sound

Natürlich hat die Cessna ihre eigenen Geräusche bekommen, auch wenn es für die Entwickler einfach gewesen wäre, die Sounds der Standard-172 zu verwenden. Das zeugt von Carenados hohen Qualitätsansprüchen. Doch wie sind die Sounds im Simulator?
Da ich genau in der „Einflugschneise“ eines Privatflugplatzes wohne, kenne ich die typischen Motorengeräusche der Lycomings und Continentals ziemlich gut. Jedoch sind wir hier bei flugsimulation.com bewogen, Reviews für unsere Leser so realistisch wie möglich zu schreiben. Glücklichwerweise stand uns der Pilot Christian Ebner als Cessna 172-Experte zur Seite. Er ist mit den Sounds zufrieden, auch den Piepton beim Stall findet er realistisch. Allgemein ist der Motorensound gut getroffen, mit flüssigen Übergängen zwischen den Drehzahlbereichen, guten Anlassergeräuschen und keinen Endlosschleifen-Fehlern. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wurden die Geräusche am Original aufgenommen. Es gibt nur zwei winzige Dinge, die mich stören, allerdings bei fast jedem AddOn-Flugzeug zu finden sind: Erstens gibt es leider keine Klickgeräusche, wenn man Schalter umlegt, und zweitens finde ich die Landeklappenmotoren zu laut. Ich bin schon in einer Cessna 152 (zweisitzige Version der 172) mitgeflogen und muss sagen, man hat die Elektromotoren kaum gehört. Aber alles in allem gefallen die Geräusche.

Flugdynamik

Auch um die Flugeigenschaften realitätsnah bewerten zu können, übergebe ich das Wort dem Fachmann Christian, der mit der 172 schon viele reale IFR-Stunden verbracht hat:

„Was mir zuerst negativ aufgefallen ist: Man sieht aus dem Cockpit nicht raus. Dabei ist es noch nicht einmal voll ausgestattet mit den Instrumenten. Vier mal die Shift+Enter Taste gedrückt (um den Blickpunkt nach oben zu verschieben) und man kommt dem nahe, was man real so sieht. Bei "meiner" 172er waren noch GPS und vieles mehr eingebaut, da sieht man dann auch noch mehr als in der von Carenado. Wenn man das Cockpit nicht kennt, könnte man meinen, man sitze in der "Extra" und hat das falsche Flugzeug geladen. Das hätte man definitiv besser lösen können.

Zum Fliegerischen: Die Speeds sind okay. Rotieren mit 65 Knoten (Flaps 10°) passt und man steigt gemütlich mit 70 Knoten, bis die Klappen eingefahren werden. Die Steigrate liegt bei so 1000ft pro Minute, also auch durchweg real. Was mir dann doch ein wenig zu übertrieben dargestellt wurde, waren die Stalleigenschaften. Der Stall kommt bei 40kt, egal ob clean oder 40er Klappen, naja. Ist übrigens kein Unterschied ob mit Full Power oder idle. Wenn man dann die Stallwarnung hört fällt die Maschine annähernd 90 Grad nach unten. Das passiert real nicht. Dort senkt sie die Nase bis das Piepsen, welches vom Klang her dem realen entspricht (dürfte aufgenommen worden sein), aufhört, und dann geht's eigentlich munter weiter. Im Simulator muss man schon arbeiten, da die 172 bei solchem Manövern in eine recht instabile Fluglage geht. Da wäre noch einiges nachzubessern.

Die Landungen seitens der Speeds sind okay. Den großen Unterschied zwischen den 10er- und 40er-Klappen merkt man zwar nicht (die reale Skyhawk will mit 40er eigentlich gar nicht landen), aber wenn man eine lange Piste hat ist es nicht so tragisch. Bei 500m-Pisten muss die Geschwindigkeit schon gut passen, sonst setzt man viel zu spät auf und "da bremst des Trum nimmer" :-)

Was auch nicht so optimal gelöst wurde ist der Mixture-Hebel. Normalerweise kann man den nicht nur drücken und ziehen, sondern (zur Gemischoptimierung in der Luft) auch wie eine Schraube links und rechts drehen. Feineinstellung sozusagen.“

Der Engine Runup am H/P ist auch umsonst. Die Drehzahl verringert sich nicht wirklich, egal ob man die Magnetos abschaltet oder die Vergaserheizung zieht. Normal ändern sich die Werte ja.

Ich bin übrigens bei 15°C und Windstille geflogen, um nicht von aussen beeinflusst zu werden!

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Performance

Die Cessna ist ein kleines, einfach gehaltenes Flugzeug ohne große Systemtiefe, das gemütlich fliegt und gut aussieht. Es belastet die Framerates so gut wie gar nicht, bei mir sind sie auf 20 Bildern in der Sekunde geblockt, ein Wert, der von der Skyhawk ohne Einbrüche gehalten wird. So sollte es sein!

Fazit

Natürlich, es gibt schon standardmässig Skyhawks im FS9 und FSX. Doch lohnen sich die 26 Euro für die Umsetzung von Carenado wirklich?
Die hier vorgestellte Skyhawk hat leider nicht mehr Systemkomplexität als die Standardflugzeuge, auch die Flugeigenschaften sind noch nicht das non plus ultra, wie uns ein echter Pilot bestätigte. Dafür sieht die Cessna einfach herrlich aus: Die Texturen und Modellierung entspricht dem Originalflugzeug und sieht im Simulator unglaublich realistisch aus. Carenados Spezialgebiet eben! Sicher kompensiert diese Optik auch kleinere Fehler.
Ob sich der Kauf lohnt, da ich das Modell etwas teuer empfinde, muss am Ende wohl doch jeder für sich entscheiden. Für Skyhawk-Fans ist Carenados 172 als eine der ersten eigenständigen, nicht standardmässig mitgelieferten Umsetzungen für den Simulator sicher ein Must Have. Ich selbst fliege sie auch nach einigen Stunden noch oft und gern.

Bewertung

Facts & Figures Carenado Cessna 172  
     
Hersteller: Carenado Minibild
Preis: 26,17€
Veröffentlichungsdatum: 05.02.2009
Systemanforderungen gemäss Hersteller: keine Angaben
Link zur Produktseite: Carenado Cessna 172
FS-Version(en): FSX, FS2004
   
Pro Contra  
     
+perkekte Modellierung
+viele Details und Eye-Candy
+flüssige Anzeigen
+hübsche Kabine
+realitätsnahe Sounds
-kaum Systemtiefe
-Handbuch nicht zentral erreichbar
-schlechte Sicht aus dem Cockpit
-Beleuchtungsprobleme
 
     
Kriterium Kommentar
Bewertung
     
Kauf, Installation und Einbindung Installation problemlos, Produkt aber etwas zu teuer
Handbuch/Beilagen Insgesamt nur 9 Seiten, aber schönes Layout, nicht zentral erreichbar
Außenmodell, Texturen und Animationen Schönes Modell mit exzellenten Texturen und Gimmiks, nur Flaps ruckeln
2D-Panel Gauges gut lesbar, Beschriftungen leider nicht, schlechte Sicht nach aussen
Flugeigenschaften Speeds stimmen, aber Probleme bei den Stalleigenschaften
Performance Durchweg flüssig, keine Einbrüche
Sound Eigene Sounds, sehr realitätsnah
Spaßbewertung/Langzeitmotivation Sieht sehr gut aus (Texturen), kann aber schnell langweilig werden
Innovativität Nicht mehr Systemtiefe als die Standard-172, aber gute Optik
Virtuelles Cockpit / Cabin Panel wie 2D, Kabine jedoch sehr gut texturiert und modelliert
     
Gesamtbewertung  
     
Auszeichnungen    
keine  
 

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Maximilian Heidemann für flugsimulation.com | Druckversion | Veröffentlicht am 21.04.2009 | Counter: 4880 Besucher

Kommentare
von LACO
geschrieben am 22.01.2010 um 10:25:42
Habe mir die Cessna nun auch gekauft und ich muss sagen: Tolle Kiste!
Das Review ist auch bestens geschrieben! DANKE! Die Darstellung der Texturen ist hervorragen und das Model ist sehr gelungen. Eben was für´s Auge ;-)
Den Sound finde ich etwas „dünn“ aber dafür gibt es ja ArezOne. Herzlichen Dank dafür!
von Max
geschrieben am 03.05.2009 um 10:30:04
@ ArezOne:
Auf Sound-Updates wie deine könnten wir in Zukunft hinweisen, allerdings wirst du verstehen, dass wir die Flugzeuge mit den originalen Sounds testen müssen.

@Simon:
Sag mal, verwendest du Pedale (Hardware) zur Seitenrudersteuerung? Dass einmotorige Flugzeuge wegen dem Gegendrehmoment des Props nicht exakt geradeaus laufen ist auch bekannt, oder? Extreme konnte ich nicht feststellen.

Trotzdem, Danke für's lesen.
von Simon
geschrieben am 01.05.2009 um 18:21:46
Zum Rollverhalten am Boden wurde leider auch nichts gesagt, das ist meiner Meinung nach leider grottenschlecht. Auch beim schnellen Rollen auf der Runway würde sich die C172 am liebsten im Kreis drehen...
von ArezOne
geschrieben am 22.04.2009 um 12:25:39
Liebes FlugsimulationsTeam,

ich habe mir euer Review mal durchgelesen und bin über eine Sache gestolpert

Der Sound ist Realitätsnah??Nicht euer Ernst...Aber dafür gibt es ja mich der ein Reales 1zu1 Soundset der 172 Gebaut hat enthalten sind Aufnahmen aus der Echten 172 Skyhawk II.Dieser ist Freeware und zu finden unter: www.Simmostore.com (ArezOne-Sounds) oder bei Friendly Flusi in der Database in meinem Hangar ArezOne-Aviation.Mich würde es sehr freuen,wenn ihr ein Review mit meinem OSundset machen könntet,Und mal sheen was euer 172 Experte dann sagt....

Gruss

ArezOne-Aviation

 

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