Review: GeoRender Alaska Cinematic Vol. 1

Hört man den Namen Alaska denkt man sofort an endlose Tundra, herrliche Berge, klare Seen und an die faszinierende Tierwelt. Genau für diese wunderbare Natur steht der nördlichste Bundesstaat der USA. Die erste Besiedlung erfolgte vor 12000-20000 Jahren, als die Menschen von Sibirien über die Beringstraße einwanderten. Heute leben in dem riesigen Bundesstaat nur etwa 650.000 Menschen. Eine der wohl bekanntesten Städte in Alaska ist Anchorage, mit 260.000 Einwohnern die größte Stadt. Genau diese Gegend wird auch von der ersten Folge der Alaska Cinematic Szenerie von Richard "GeoRender" Goldstein abgedeckt: Anchorage und die faszinierende Bergwelt der Umgebung.

Die Stadt aus 4500 Fuß, schon jetzt sieht die Textur sehr
realistisch aus
Kauf&Installation:
Der Kauf kann praktischer Weise über den
Simmarket erfolgen. Der Download ist sehr groß (480MB) und das Addon
keinesfalls für ISDN geeignet. Man kann jedoch den Simmarket CD Service nutzen.
Der Preis liegt bei ca. 22€.
Für die Installation braucht man einen Key, nach der Eingabe werden die Dateien
in das FS-Verzeichnis kopiert. Das Eintragen in die Szeneriebibliothek muss
manuell erfolgen, das ist leider alles Andere als professionell. Wie genau diese
Installation ablaufen muss steht aber im Handbuch.

In den Bergen, Höhe 6300 Fuß: Uns erwarten faszinierende Welten
aus Stein und Eis
Die Szenerie:
Das Volume 1, welches uns zu Testzwecken vorlag, enthält 11.000
Quadratkilometer Terrain. Darin liegt die größte Stadt Alaskas, Anchorage, sowie
eine Reihe bekannter Gletscher und Seen. Zu dem Paket gehören Mesh, Fototexturen
und auch ein modifiziertes Autogen. Unternehmen wir einen Flug von der Stadt in
die Berge:
Der Start erfolgt auf einem der kleineren Flugplätze. Damit alles gut zusammen
passt, hat Richard die Lage und Beschaffenheit der Landebahnen sowie die
Rollwege modifiziert und an die Fototexturen angepasst. Eine Umsetzung des
ganzen Flugplatzes ist allerdings nicht Inhalt dieses Szeneriepaketes. Sofort
fällt auf, was bei anderen Fotoszenerien meist fehlt: Autogen ist vorhanden und
wurde auf die Bodentexturen angepasst. Um die Performance zu schonen, wurden
jedoch nicht sehr viele Bäume und andere Pflanzen platziert. Häuser sind nicht
vorhanden.
Schon bald nach dem Start entfaltet sich die Wirkung dieser Szenerie: die
Texturen sind sehr gut gemacht und schon ab 1000 Metern über Grund hat man einen
realistischen Eindruck. Fliegt man noch etwas höher, meint man beinahe aus einem
echten Flugzeugfenster zu schauen. Jedes Haus ist wunderbar zu erkennen und die
einzelnen Texturen fügen sich perfekt zusammen.
Wirklich interessant wird es aber erst, wenn man in die fantastische Bergwelt
dieser Szenerie vordringt. Dort fällt zuersteinmal das akkurate Mesh auf, das
jeden Zacken gut wiedergibt. Sehr gut ist auch, dass Mesh und Texturen perfekt
zusammen passen, nirgends fließt ein Fluss bergauf und keiner der Seen hat
Hügel. Die Texturen hier oben sind wirklich faszinierend, was allerdings mit der
fantastischen Landschaft zusammen hängt. Man sieht dort Gletscher, herrlich
grüne Seen, karge Flussdeltas und andere Landschaftsmerkmale. Es macht einen
enormen Spaß durch diese Gegend zu fliegen, hinter jedem Gipfel verbirgt sich
ein völlig neuer Ausblick. Leider kommt man bei dieser Szenerie schnell an die
Grenzen zur Standartszenerie, aber die Erweiterungen sind ja schon geplant.
Der Übergang zur Standartszenerie wurde übrigens mit keinerlei Aufwand beachtet,
völlig abrupt enden die Fototexturen, Flüsse, Straßen und Seen schließen absolut
nicht sauber an. Immerhin wurde das Mesh noch ein wenig über die Grenzen hinaus
umgesetzt.
Nacht- oder Jahreszeitentexturen sind übrigens nicht Bestandteil der Szenerie.

^^ Hier sieht man wie die Texturen bei etwas schnellerem Fliegen
auf langsameren Systemen verschwimmen. Unten eine ähnliche Sicht nachgeladen.

Performance:
Im Prinzip ist die Performance bei Fotoszenerien dieser Art immer recht gut
und man braucht nicht unbedingt einen sehr schnellen Computer. Wie immer ist die
Wartezeit beim Laden des FS sehr hoch, bei unserem System teilweise bis zu 7-8
Minuten. Ist dieser Vorgang abgeschlossen, kann der Flug beinahe ohne Einbrüche
in der Framerate genossen werden. Es bleibt dennoch ein großes Aber: Die
äusserst hochauflösenden Texturen müssen für das überflogene Terrain ständig
nachgeladen werden und so wird die Festplatte ständig gefordert. Es tritt also
ein Problem auf, wenn man einen langsameren PC hat: die Bodentexturen bleiben
gering aufgelöst und nach einiger Flugstrecke ist von den schönen Fototexturen
kaum noch etwas zu sehen. Also entweder langsam fliegen oder das Addon nur
kaufen, wenn ein sehr schneller PC im Haus ist.
Was man zu einer Verbesserung der Darstellungsqualität beitragen kann, steht
übrigens im Handbuch und auch am Ende des
Indianapolis-Reviews von Tis.

Hinter jeder Kuppe bietet die Szenerie dem PC-Piloten neue,
faszinierende Ausblicke
Handbuch:
Als Handbuch liegt eine HTML-Datei bei. Darin wird kurz auf die Installation
eingegangen, danach kann man sich über die einzelnen Flugplätze informieren,
auch ein Sectional Chart ist dabei. Auf die Performanceprobleme wird ebenfalls
eingegangen, dabei gibt es einige nützliche Tipps zur Konfiguration des FS9.
Insgesamt könnte das Handbuch aber mehr Informationen zu der Gegend enthalten
(z.B. Landmarken, ...).

Ein Bild, aufgenommen im Morgengrauen aus 12000 Fuß: Die Details
sind berauschend.
Fazit:
Hat man ein schnelles System wird man viel Spaß mit dieser Szenerie haben. Die
Bergwelt Alaskas ist total faszinierend und wird durch dieses Addon sehr gut
wiedergegeben. Beachten sollte man allerdings, dass diese Texturen schnell ihren
Reiz verlieren sobald das Computersystem des Benutzers mit dem Nachladen nicht
nach kommt, deshalb sollte man wirklich einen besonders schnellen Prozessor und
schnelle Festplatten haben, die diese enormen Datenmengen schnell transportieren
können.
Faszinierende Bergwelt, umgesetzt in einer ebenso faszinierenden Szenerie.
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Testsystem:
- Intel Centrino 1500
- 521 MB DDRAM
- ATI Radeon 9600
- WinXP
Jorin Bonney für flugsimulation.com |
Jorin im Impressum | veröffentlicht am 21.06.2005 |
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Der Übergang zur Standartszenerie ist abrupt

Schöne Berglandschaften aus 5500 Fuß
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