WILCO Airbus Series Vol. 1 für den FS9 und FSX

Nach der 737-Serie von Boeing sind die Mitglieder der A320-Familie die zweit erfolgreichsten Verkehrsflugzeuge. Bisher wurden 5018 Maschinen bestellt und 2999 ausgeliefert (zum Vergleich: Die B737 wurde bisher 6675 Male bestellt).
Nach den Erfolgen der ersten Airbusmodelle A300 und A310 begann die Entwicklung eines kleineren Flugzeuges mit neuartigen Technologien an Bord. Im Februar 1987 fand das Rollout statt, ein Jahr später erhielt der A320 die Zulassung. Heute gehören mehrere Modelle zur A320-Familie, wie der A318, der A319, der ARJ, der A320 sowie der A321. Alle sind in Airbus Series Vol. 1 von WILCO enthalten.
Kauf, Download & Installation:
Inzwischen bietet WILCO sein Airbus-Paket als Download- und als CD-Version an. Der Preis beider Versionen beträgt knapp 50€, enthalten ist zusätzlich ein 60-minütiges JustPlanes Video über den Airbus. Die CD-Version gibt es inzwischen bei Aerosoft, wer die Downloadversion kaufen möchte, muss auf das Bestellsystem von WILCO zurückgreifen. Dort kann man den Airbus aber auch ohne Kreditkarte bezahlen, wenn man möchte.
Der Download ist problemlos, auch wenn die Datei über 100MB groß ist. Nach Eingabe eines Keys ist auch die Installation schnell erledigt. So stehen die Airbusse wenige Minuten später im Flugsimulator zu ersten Testflügen bereit.

Handbuch:
Die Aerosoft-Version verfügt über ein deutsches Handbuch, Käufer der Downloadversion sollten die englische Sprache beherrschen. Das Betriebshandbuch umfasst 50 Seiten, auf denen die benötigten Informationen übersichtlich und verständlich präsentiert werden. Um all das schrittweise noch einmal zu lernen, steht auch ein Tutorial zur Verfügung.
In einem weiteren 25-seitigen Dokument befinden sich Checklisten und Performancetabellen der Originalflugzeuge.
Das Handbuch ist gut gelungen, auch wenn noch ein paar mehr Informationen, insbesondere über die Unterschiede der Simulation und des realen Vorbilds, enthalten sein könnten.
Video:
Das Paket bringt auch noch ein halbstündiges (in der CD-Version einstündiges) Video mit, auf dem man zahlreiche Landungen des A320 und auch des A340 sowie einige Starts zu sehen bekommt. Leider sind diese Flugbewegungen scheinbar willkürlich aneinander gereiht und enthalten kaum Zusatzinformationen. Meiner Meinung nach wäre es viel sinnvoller gewesen, einen ganzen Flug zu zeigen.
Leider ist auch die Qualität des heruntergeladenen Videos nicht überzeugend, so empfehle ich den Kauf der CD-Version.
Configtool:
Um verschiedene Einstellungen zu tätigen und die benötigte Treibstoffmenge auszurechnen, steht ein kombiniertes Configtool zur Verfügung. Die Funktionen sind in 4 Untergruppen aufgegliedert: Configuration, Load Manager, Fuel Planner und Key Config.
Configuration:
Hier können ein paar Einstellungen getätigt werden, die sich auf alle Muster des Paketes auswirken. Vor allem der allgemeine Realitätsgrad und die IRS Alignment Time können geändert werden. Ist der FS geöffnet und der Airbus geladen, lässt sich das Panel in den Cold&Dark Zustand einstellen. Leider kann der Airbus nicht standardmässig von vorn hinein in ausgeschaltetem Zustand geladen werden, so muss man vor jeden Flug auf "Cold&Dark" klicken, das ist umständlich.
Load Manager:
Bei Aufruf dieses Tools muss zunächst der verwendete Flugzeugtyp ausgewählt werden. Dann können die Anzahl der Passagiere in den unterschiedlichen Klassen und die Beladung des Gepäckraumes problemlos eingestellt werden. Eine genaue Platzierung der Passagiere ist aber nicht möglich.
Fuel Planner:
Auch hier muss zunächst das verwendete Muster ausgewählt werden. Danach gibt man Distanz, Cost Index und Flughöhe ein und schon spuckt das Programm die benötigten Mengen in den 5 Tanks aus.
Key Config:
Für zahlreiche zusätzliche Funktionen des Airbusses, die nicht durch die Tastenkombinationen des Simulators abgedeckt sind, gibt es dieses Tool.
Alle Hilfsprogramme sind übersichtlich gestaltet und lassen sich gut und einfach bedienen.


Aussenmodell:
Auch wenn man sich als Pilot auf die Funktionen des Instrumentenbretts konzentriert, spielt das Aussenmodell eine große Rolle. Das Flugzeug als Gesamtes soll im Simulator erscheinen und nicht nur ein Teil. So legte man auch bei WILCO viel Wert auf die Modellierung der unterschiedlichen Aussenmodelle.
Insgesamt sind 5 verschiedene Modelle enthalten, jeweils noch einmal mit unterschiedlichen Triebwerksvarianten.
Aus der Ferne betrachtet, sieht das Modell sehr gut aus, die groben Proportionen stimmen. Geht man aber näher heran, entsteht ein zunehmend comicartiger Eindruck, der auch von den Texturen gestützt wird, ein paar feinere Strukturen scheinen nicht ganz zu stimmen, beispielsweise sind die Cockpitfenster nicht sauber ausgeschnitten. Die groben Strukturen des Rumpfes sind technisch gut gestaltet und sehen rund aus, die Fenster sind aber sehr grob ausgeschnitten und damit eckig.
Details sind massenweise vorhanden: Von den Pitotrohren über diverse Sensoren, Antennen und Hydraulikleitungen bis hin zu wunderbar dreidimensionalen Triebwerksschaufeln wurde nichts vergessen.
Sucht man Innovationen, wird man bei der Animation der Modelle ein wenig enttäuscht, alle wichtigen Teile bewegen sich aber flüssig und in der richtigen Geschwindigkeit, darunter auch die Landescheinwerfer auf der Rumpfunterseite.
Standardmässig bringt das Paket die Airbusbemalung für alle Flugzeuge mit, der ARJ wurde in Privatair-Farben lackiert. Von der WILCO-Webseite lassen sich aber noch weitere Bemalungen herunterladen, so auch die der Lufthansa. Installiert man diese Textur, muss man feststellen, dass der Kranich auf der linken Seite nach hinten schaut, ein grober Fehler. Die anderen Bemalungen können auch nicht überzeugen. Zwar sind Details zahlreich vorhanden und die Auflösung ist gut, das ganze Flugzeug sieht aber aus wie aus einem Comicheft, weil die Farben viel zu flächig verwendet wurden und keinerlei Schmutzspuren oder Ähnliches vorhanden sind, auch die Reflexionen tragen zu diesem Eindruck bei.
Insgesamt hinterlässt das Aussenmodell einen gemischten Eindruck, besonders die Texturen können nicht begeistern.



2D Panel:
Die Pilot-in-Command-Serie von WILCO steht seit seiner Einführung mit der legendären PIC 767 für besonderen Realismus, besonders im Cockpit. So wirbt man damit, ein ganz besonders realistisches Flugerlebnis anbieten zu können. Die Airbus Series Vol. 1 ist der neueste Teil dieser Serie.
Das 2D Panel ist in zwei leicht unterschiedlichen Varianten im Paket enthalten: Die älteren Airbusse verfügen über das klassische Panel, während der A318 mit überarbeiteten Standbyinstrumenten und grösseren Flatscreens ausgestattet ist. Leider besteht nicht die Möglichkeit, auch die größeren Modelle mit dem neuen Flightdeck auszustatten, auch wenn sie in der Realität längst entsprechend ausgeliefert werden.
Die Hintergrundbitmap für das 2D Panel entstammt offensichtlich einer 3D Modellierung, es ist also nicht ganz fotorealistisch sondern den Bedürfnissen des FS-Piloten angepasst. Die Farben stimmen und auch die Anordnung der Instrumente entspricht dem Original. Besonders kniffelig bei Airbusumsetzungen ist immer die Displayanordnung, weil relevante Informationen öfters auch auf dem unteren Display in der Mitte angezeigt werden, das aber aus Platzgründen nicht voll dargestellt werden kann. Bei WILCO ging man einen guten Weg, diesen Bildschirm halb darzustellen, sodass man grob erkennen kann, was angezeigt wird. Mit einem Klick darauf, kann man eine vergrößerte, vollständige Ansicht einblenden. Das funktioniert auch mit allen anderen Bildschirmen so.
Für den Aufruf der Subpanels steht ein Iconfeld zur Verfügung, das bei Bewegen der Maus in den unteren linken Bildschirmrand eingeblendet wird. Über definierte Clickspots oder ebenfalls über das Iconfeld, lassen sich die Subpanels auch wieder ausblenden, eine gute Lösung.
Die Anzeige der meisten Daten erfolgt über Bildschirme. Sie wurden mit modernen Techniken programmiert, sodass die Kanten geglättet werden und die Darstellung überaus flüssig erfolgt. Insgesamt sehen alle Pages so aus wie beim Original und auch auf Kleinigkeiten hat man geachtet, beispielsweise erscheint auf dem Navigationsdisplay für kurze Zeit der Hinweis "Range change" oder "Mode change", wenn man die Darstellung verändert. Auch den unterschiedlichen Seiten des 4. Displays wurde viel Aufmerksamkeit geschenkt. Sogar kleinere Unterschieder bei der Darstellung auf den neuen und den alten Displays wurden berücksichtigt.
Die Steuerung der meisten Systeme erfolgt über das Overheadpanel, das bei Airbus ganz besonders übersichtlich gestaltet wurde. Leider wurden einige Funktionen nicht umgesetzt, die normalerweise beim Flug benötigten Systeme lassen sich aber realistisch bedienen.
Problemlos ist auch die Bedienung des Flugsteuerungssytems oben am Mainpanel. Die Knöpfe des Vorbilds lassen sich ziehen, um auf manuelle Eingaben umzuschalten, so auch bei der Simulation (durch einen Rechtsklick). Leider ist das System nach wie vor nicht frei von Fehlern. Das automatische Abfliegen und vor allem das Einfangen des Gleitpfades funktioniert nur, wenn man schon vor Aktivieren des APP-Modus in Landekonfiguration ist. Seitenwind und andere äussere Einflüsse werden kaum ausgeglichen und führen meist zum Durchstarten. Auch das Ausleveln und das Einstellen bestimmter Geschwindgkeiten ist viel zu ungenau und manche Descend-Anweisungen werden einfach ignoriert, bis man die Sinkrate manuell vorgibt. Das sollte wirklich nicht sein.
Die Kommunikation mit dem Rechnersystem des Airbusses erfolgt über die MCDU. Ihre Funktionen wurden erwartungsgemäss umgesetzt und sind weitestgehend realistisch, nur ein paar kleinere Details sind nicht umgesetzt (beispielsweise kann man bei den V-Speeds im Original statt "133" einfach "33" eingeben, bei WILCO funktioniert das nicht).
Insgesamt präsentiert sich das Panel der Airbusfamilie in gutem Zustand. Die wichtigsten Systeme sind vorhanden und lassen sich realistisch bedienen, leider funktioniert aber das automatische Flugsteuerungssystem nicht gut, sodass man gerade bei Onlineflügen Probleme bekommen kann, das behindert das Aufkommen echten Airbusfeelings. Den Zusatz Pilot-in-Command hat sich das Panel nicht verdient, dazu müssten noch mehr Systeme umgesetzt sein und auch Notverfahren eingebunden werden.


3D Panel:
Das Fliegen eines Airliners aus dem virtuellen Cockpit heraus ist überaus kompliziert, kaum lässt sich der Überblick über die Instrumente und die Außenwelt behalten. Dennoch schwören viele Flugsimulanten auf die realistische Cockpitumgebung. Aus diesem Grunde hat wohl auch WILCO sowohl ein virtuelles Panel als auch eine virtuelle Kabine für die unterschiedlichen Modellvarianten mitgeliefert. Damit lässt sich der ganze Flieger erkunden.
Die Modellierung, lässt keine Wünsche offen. Alle kleinen Schalter und Knöpfe wurden modelliert, das Flightdeck kommt sehr gut rüber. Bei den Animationen wurde allerdings gespart, zwar bewegen sich die Schalter bei Betätigung, zusätzliche Funktionen sucht man aber vergebens. Einzig die Cockpittür lässt sich öffnen. Eine Animation des "Schreibtisches" oder der Sitze wäre schön gewesen.
Kaum Wünsche offen lassen hingegen die Texturen. Sie sind farblich gut gelungen, an den Grenzen aber nicht perfekt abgestimmt, sodass leichte Grenzen zwischen den einzelnen Texturdateien entstehen.
Natürlich ist nicht nur das Erscheinungsbild sondern auch die Funktionalität des 3D Cockpits entscheidend. Alle Instrumente lassen sich ebenso problemlos bedienen, wie im 2D Panel, und die Ablesbarkeit ist sehr gut. Die Wiederholrate der Bildschirme ist nicht ganz so gut wie im 2D Panel, durchaus aber ausreichend.
Mit ebenso viel Aufwand wie das Cockpit, wurde auch die virtuelle Kabine modelliert. Sogar das Interieur des VIP-A319 wurde detailliert umgesetzt.
Nachts tauchen stimmungsvolle Lichter das Flightdeck in eine einzigartige Atmosphäre, die aber leider zu grell ist. Außerdem heben sich die Funkgeräte und analoge Anzeigen nachts deutlich von ihrer Umgebung ab.
WILCO hat sich viel Mühe mit den virtuellen inneren Werten der Airbusse gegeben, so entstand das beste virtuelle Cockpit für einen Airbus bis jetzt!



Geräusche:
Für die beiden Triebwerksvarianten liefert WILCO 2 unterschiedliche Geräuschpakete mit. Neulich erst flog ich im Cockpit eines A319 mit und konnte kaum einen Unterschied zu den Geräuschen in der Simulation feststellen, jedenfalls nicht bei den Triebwerken.
Nicht ganz so positiv ist das Ergebnis bei anderen Geräten. Die APU ist viel zu laut, überaus deutlich kann man das Hilfsaggregat bis ins Cockpit hören und besonders das Ausschalten wird vernommen, als würde man eines der großen Triebwerke abschalten. Anlass zu Kritik bieten auch die automatischen Höhenausrufe des GPWS, sie sind leider nicht authentisch.
Die anderen Geräusche im Cockpit hören sich aber sehr gut an und entsprechen der Realität. Insgesamt sind die Sounds also gut gelungen, lediglich die APU-Lautstärke sollte etwas reduziert werden.
Flugdynamik/Fly by Wire:
Das Flugverhalten aller modernen Airbusmuster vom A318 bis zum A380 wird durch das moderne Flugsteuerungssystem Fly-By-Wire bestimmt. Es macht mechanische Verbindungen zwischen Cockpit und Steuerflächen überflüssig, alle Befehle werden elektronisch übermittelt. Zwischen dem Sidestick, der das Steuerhorn abgelöst hat, und den Steuerflächen befindet sich ein Computer, der die Steuereingaben auswertet. So hat ein Drücken des Sidesticks nach rechts nicht direkt einen Ausschlag der entsprechenden Ruder zur Folge, sondern der Pilot teilt dem Flugzeug mit, dass er gerne eine Rechtskurve fliegen möchte. Der Computer erledigt dann den Rest.
Im Vorfeld warb WILCO damit, die erste realistische Umsetzung dieses Systems auf den Markt gebracht zu haben. Schon bei dem Vorgängermodell, dem A320 PIC von WILCO, war aber versucht worden, das Fly-By-Wire möglichst realistisch umzusetzen. Damals war man aber auf große Probleme gestoßen, da der Simulator für ein so anderes Flugsteuerungssystem einfach nicht gemacht zu sein schien (http://www.flusiforum.de/reviews/pica320/includer.php?site=review&title=Paywareflugzeuge%20%3E%20PIC%20A320). Dennoch wagte man einen zweiten Versuch, leider ist das Resultat nach wie vor nicht berauschend.
Beginnen wir mit den einfachsten Modi von denen man erwarten könnte, dass sie am ehesten akkurat umgesetzt wurden. Zunächst einmal der Pitch (Anstellwinkel). Zieht man den echten A320 auf einen bestimmten Anstellwinkel und lässt den Stick dann wieder los, hält das Flugzeug diesen Winkel exakt ein, ganz unabhägig davon, ob man eine Kurve fliegt. In der Simulation funktioniert dieser Modus einigermaßen, aber nicht ganz Exakt. Sobald man eine Kurve einleitet, muss doch gezogen werden, auch bei Geschwindigkeitsänderungen muss manuell nachkorrigiert werden, das sollte nicht sein.
Der zweite Modus ist der Kurvenflug. Drückt der Pilot den Stick des echten Airbusses nach links, bis der Flieger eine gewisse Querneigung erreicht hat, und lässt dann wieder los, steuert der Computer automatisch so, dass Neigung und Drehrate erhalten bleiben. Diese Funktion ist in der Simulation einwandfrei umgesetzt, auch der "bank limiter", der Querneigungen über 60° nicht zulässt und Querneigungen von mehr als 45° automatisch reduziert, ist funktionsfähig. Leider ist dieser Modus aber der Einzige, der wirklich gut funktioniert.
Noch zahlreiche weitere Funktionen gehören zu Fly-By-Wire. Dazu gehört ein spezieller Modus, der durch das komplette Durchziehen des Sidesticks aktiviert wird. Sofort steigt der Airbus mit maximaler Steigrate und gibt Vollgas - leider fehlt diese Funktion in der Simulation ganz. Immerhin funktioniert der A-Floor-Modus halbwegs, der vor Erreichen der Abrissgeschwindigkeit Vollgas gibt, um ein Absacken zu verhindern.
Besonders im Anflug kommt es zu weiteren Problemen mit der automatischen Trimmung. Auch bei normalen Anfluggeschwindigkeiten mit vollen Klappen, muss der Stick durchgezogen werden, um eine weiche Landung zu erzielen, da der Airbus automatisch stark kopflastig trimmt, was nicht manuell korrigiert werden kann. Hin und wieder kann das sogar zu Bruchlandungen führen, was sehr ärgerlich ist.
Auch die Triebwerke sind computergesteuert. Der Schubhebel hat ein paar definierte Positionen, an denen er leicht einrastet. Je nach dem, wo der Hebel steht, werden vorbestimmte Schubwerte gesetzt oder die automatische Schubkontrolle wird aktiviert. Dieses Verhalten ist in der Simulation gut umgesetzt worden, und das ganze System arbeitet sehr gut mit dem MCDU zusammen, sodass ein realistischer Flugablauf gewährleistet ist.
Die Leistungsdaten der unterschiedlichen Airbusmodelle wurden gut umgesetzt. Nicht ganz realistisch ist, dass man Schub geben muss, um den Flieger zum Rollen zu bewegen. Danach verhalten sich die Triebwerke aber entsprechend dem Originalhandbuch. Auch die Zeit, die vergeht, bis die volle Leistung aus dem Leerlauf anliegt, ist realistisch. Durch die nicht ganz optimale Einbindung des FBW-Systems spürt man aber das Ausfahren der Klappen und des Fahrwerks zu stark und man kann besonders im Anflug große Probleme bekommen. Leider muss man also sagen, dass die Steuerungscharakteristik nicht ausgereift ist.

Performance:
Die Performance ist trotz der Komplexität des Flugzeuges erstaunlich gut. Zwar muss man beim Laden des Flugsimulators und beim Wechseln ins virtuelle Cockpit etwas längere Ladezeiten in Kauf nehmen, dafür kann man den Airbus danach entspannt und problemlos fliegen. Besonders frameratefreundlich scheint das Aussenmodell zu sein, dort gab es überhaupt keine Einbußen. Lediglich im virtuellen Panel, das wegen zahlreicher Reflexionen und vieler kleiner 3D-Objekte recht komplex ist, kann es besonders im Anflug zu Problemen kommen. Die genauen Werte gibt es in der detaillierten Bewertung.

Support:
Der Support findet über die Seite des Herstellers und des Publishers statt. So kann der Kunde zwischen dem Forum von FeelThere und dem eMail-Support bei WILCO wählen. Generell empfehle ich das Forum des Herstellers, da die Entwickler dort persönlich die technischen Probleme der Kunden lösen und die eingesandten Fehler direkt in die Service Updates mit einfliessen. Aber auch der Support bei WILCO funktioniert gut und man hat nach wenigen Tagen eine Antwort im Mailkasten. Insgesamt ist der Support sehr gut.
Fazit:
Umsetzungen von Airbussen für den FS hat es bisher nicht so viele gegeben. Der Grund ist wohl die gigantische Komplexität bei der Simulation des Flugsteuerungssystems. Der FS ist bisher nicht für Fly-by-Wire gemacht, und entsprechend kompliziert gestaltet sich eine Umsetzung. WILCO und FeelThere haben sich große Mühe gegeben, leider ist man aber von Perfektion weit entfernt. Die Anzeige- und Eingabesysteme sind gut gelungen, die eigentliche Flugsteuerung ist nach wie vor verbesserungswürdig, begeistern kann auch das Aussenmodell nicht.
Nicht mehr allzu fern liegt die Veröffentlichung des A320 von AirlinerXP, der interessierte Airbuspilot sollte unsere Vergleichsreview abwarten. Wer eine Umsetzung aller "kleinen" Airbusse auf einmal sucht ohne dabei allzu viel Wert auf die exakte Simulation aller Systeme zu legen, ist mit Airbus Series Vol. 1 aber jedenfalls gut beraten.
Bewertung:
| Facts & Figures | Airbus Series Vol. 1 | |
| Hersteller | WILCO | ![]() |
| Preis | 39,95€/49,95€€ | |
| Veröffentlichungsdatum | ||
| Systemanforderungen gemäss Hersteller | Microsoft Flight Simulator X or 2004 - Pentium IV - 1.4 GHz - 256MB RAM - 64/128Mb Graphics - Wheel Mouse - DVD Drive - Windows XP/VISTA (FSX) 32Bit - | |
| Link zur Produktseite | WILCO-Homepage | |
| Pro | Contra | |
| -gutes Aussenmodell -die meisten Systeme funktionieren gut -viele Modelle enthalten |
-Performance -FlyByWire funktioniert noch nicht richtig - |
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| Einzelkriterien | Kommentar | Bewertung |
| Kauf, Installation und Einbindung | Der Preis ist recht hoch, Installation und Einbindung sind OK | |
| Handbuch/Beilagen | könnte etwas umfangreicher sein, sonst ok | |
| Außenmodell, Texturen und Animationen | Das Modell ist gut, die Texturen wirken comicartig | |
| 2D-Panel | die meisten Funktionen sind sehr gut | |
| Virtuelles Cockpit / Cabin | gute Verarbeitung | |
| Flugeigenschaften | FlyByWire ist noch nicht ausgereift | |
| Sound | für beide Enginevarianten enthalten, klingt gut | |
| Performance | nicht besonders gut | |
| Innovativität | Innovationen sind nicht enthalten | |
| Spaßbewertung/Langzeitmotivation | Akzeptable Umsetzung der Airbusfamilie | |
| Gesamtbewertung | ||
| Detailierte Bewertung | Klick >> | |
| Auszeichnungen: |
keinen |
Die gezeigten Screenshots sind durch die Verwendung von Walk and Follow entstanden. Walk and Follow kaufen - Review lesen
Jorin Bonney für Flugsimulation.com | Jorin im Impressum | Druckversion | Veröffentlicht am 18.04.2007 | Counter: 33744 Besucher

| @koller: du musst beim installieren der liverys darauf achten das der richtige pfad gewählt ist. bei änderung des installationspfades hängt der installer immer nochmal "flight simulator x" an. Grüße |
| Hallo Airbus Vol.1 Installiert.Delux Liveries div.Mod.Install!! Aber nur Standard Airbus.keine Flug- Gesellschaften!! ?? Was mach ich falsch.? Freundliche Grüsse Herbi Koller |
| Ich besitze ebenfalls Airbus vol.1 und 2. Die Installation war grauenhaft schwierig. Und bei den ersten malen wollte der Simulator gar nicht erst starten. Aber wenn man es mal drauf hat auf dem Simulator macht es richtig viel Spaß. Der FMC ist Klasse. Ich hab mit diesen addons schon mindestens 50 Flüge gemacht. Echt cool! |
| Hallo,ich finde die wilco airbus series 1 super!!! auser die ausenmodel texturen sind einfach zu sauber.sonst ist der rest super ich häte 8einhalb sterne gegeben (habe ein bug in der nachtbeleuchtung) |
| Airbus Serie V1, im FS2004 beim Neu-Programstart werden immer die Tasten vom Keybord deaktiviert. Was ist die Lösung um diesen Fehler zu beheben. |
| Hallo, das stimmt nicht so ganz, dass das Fly By wire nicht, bzw. kaum im Wilco umgesetzt ist. Bei den Einstellungen und Empfindlichkeit gibt es Einstellungen, die man vornehmen sollte, bevor man den Airbus fliegt. Im mitgelieferten Handbuch von Wilco findet man diese Einstellungen. Vielen Dank. |