Lange liess die neue Controllersoftware von VATSIM auf sich warten, doch
dann war er von einem Tag auf den anderen da. Nicht wirklich
vorangekündigt wurde ASRC und so waren viele auf den zuletzt wirklich
publizierten Releasetermin für Anfang April vorbereitet. Dieses Review
soll vor allem den Piloten einen Einblick in die Arbeit des virtuellen
Flugverkehrsleiters bieten.
Der ASRC (Advanced Simulated Radar Client) verspricht dem User viele
Neuerungen, die das ‘’Lotsen’’ noch realitätsgetreuer gestallten sollen,
so gibt es zum Beispiel das VSCS - Voice Switching and Controll System,
welches wir später noch ein bisschen genauer anschauen werden.

Bedienungskonzept - Änderungen für den Controller
Das Bedienungskonzept von ASRC ist klar, die Maus wird nicht mehr allzu
stark bemüht, und kann es sich auf dem Mousepad gemütlich machen, denn
praktisch alles lässt sich über die Tastatur regeln. Was sich zuerst
schon fast Benutzerunfreundlich anhört, ist am Ende doch eine super
Idee. Die Flugzeuge können (und müssen in einigen Fällen) auch
angeklickt werden, jedoch werden alle anderen Eingaben über Tasten
vorgenommen. Die F[X] Tasten spielen dabei eine wichtige Rolle, mit
ihnen wird ein Flugzeug ‚getracked’, ‚gehandofft’ aber auch Temporäre
Höhen usw., werden über diese Tasten eingegeben. Dazu kommt noch das
VSCS auf welches ich später detaillierter eingehen möchte. Eins steht
jedoch fest, ASRC bringt dem Controller viel - interessante -
Neuerungen.
Aus Pilotensicht
Viele möchten bestimmt wissen, was sich für Piloten ändert. Sicherlich
ist nun zu Beginn ein kleiner anstieg an aktiven Controllern zu
verspüren, da alle den neuen Client mal anschauen, andererseits werden
die Piloten in den ersten paar Wochen auch mal Geduld gegenüber den
Controllern zeigen müssen. Langfristig sollte sich nicht allzu viel
ändern, vielleicht kommt es ab und zu zur Aufforderung Squawk C auch am
Boden aktiv zu lassen, da sonst Controller die als Center oder APP/DEP
arbeiten keine Chance haben ein Flugzeug am Boden zu identifizieren.

Das Programm
Worin unterscheidet sich ASRC von Pro Controller mögen sic viele fragen.
Neben den 3 verschiedenen Darstellungs-Modi; DSR für Center/Radar,
ARTS-III für Arrival/Departure und Tower/Ground (welche eigentlich
abgeänderte ARTS-III Tags sind) wurde vor allem das Bedienungskonzept
grundlegend verändert. So kann man praktisch ohne Maus arbeiten, da
alles auch alternativ über die Tastatur vorgenommen werden kann. Wichtig
sind auch die F Tasten. Sie sind für die wichtigsten Funktionen
zuständig; temporäre Höhe angeben, Flugzeug tracken (in Besitz nehmen)
und so weiter. Kennt man die Tastatur-Kommandos auswendig, so wird man
wohl nur noch selten zur Maus greifen, da man mit dem Keyboard nach
einiger Zeit schneller ist als mit der Maus. Auch für mich tönte dies zu
beginn ziemlich unglaubwürdig, aber es ist tatsächlich so. Ich könnte
hier natürlich noch viel weiter ins Detail gehen, doch da würde ich das
Rad neu erfinden, da es ein wirklich sehr detailliertes Manual gibt.
Darum komme ich schon zu einer Grundlegenden Neuerung, dem VSCS - Voice
Switching and Control System. Um dieses zum laufen zu bringen, muss man
vor dem ersten Gebrauch von ASRC ein Setup machen. Dazu hat man 18
Felder auf denen man Frequenzen einrichten kann, die man selber mal zu
benutzen denkt. Ich habe für mich die meisten Positionen der Schweizer
Flughäfen die IFR anfliegbar sind eingerichtet. Dieser Bereich nennt
sich A/G - Air to Ground Communication und ist vorrangig eine
Vereinfachung für die Lotsen nach dem connect die ‚Station’
einzurichten. So braucht man (falls die Voice enhacements welche
automatisch RW auf die richtigen channels verbindet) nur die Primäre
Frequenz zu wählen, und schon sind Roger Wilco und Text auf dem
richtigen Kanal. Mit dem VSCS kann man auch gleichzeitig mehrer
Frequenzen abhören und auch auf mehreren senden. (sehr praktisch bei
einem Controllerwechsel).
Die G/G Ground to Ground Communication bietet dem Controller die
Möglichkeit, mit anderen Lotsen zu sprechen (nur mit aktivierten Voice
Enhacements möglich) oder diese abzuhören. Diese Funktion (welche
nochmals in drei Modis: Intercom, Monitor und Override) ist sehr
praktisch, so kann man sich gut mit anderen Controllern absprechen oder
dessen Gespräche übers Mikrophon mithören.
Fazit
ASRC ist wahrlich der next generation Klient und lässt ICP und PC mit
seinen Möglichkeiten weit hinter sich. Auch wenn einige Lotsen sich
nicht wirklich mit ASRC anfreunden können ist er ganz sicher ein Schritt
in die richtige Richtung. In der Version 2 werden auch die Eurocontroll
Radar-Modi nachgebildet, sowie viele von den Usern gewünschte Goodies
inkludiert sein.
Ich hoffe, dass ich euch mit diesem Review einen spannenden Einblick ins
virtuelle Controllen gewähren konnte.
www.ASRC.info
(offizielle Website Manual, Download & Forum)
Thomas Fierz für flugsimulation.com |
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